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Alumni-Porträt: Alexander Junghans, ehemaliger Bachelor-Student, berichtet über seine Erfahrungen an der TU Ilmenau und seinen Job bei dem Spieleentwicklerstudio Daedalic Entertainment GmbH

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03.06.2019

Alumni-Porträt: Alexander Junghans, ehemaliger Bachelor-Student, berichtet über seine Erfahrungen an der TU Ilmenau und seinen Job bei dem Spieleentwicklerstudio Daedalic Entertainment GmbH

Alexander Junghans studierte Angewandte Medien- und Kommunikationswissenschaft (B.A.) an der Technischen Universität Ilmenau. Nach seinem Abschluss im Jahr 2014 stiegt er bei dem Spieleentwicklerstudio Daedalic Entertainment GmbH als Motion Designer ein.

Alexander Junghans (Foto: Alexander Junghans)

Wo bist du derzeit beschäftigt und was sind deine Aufgaben?
Ich bin seit Beendigung meines Bachelor-Studiums bei dem Spieleentwicklerstudio Daedalic Entertainment GmbH in Hamburg angestellt. Neben meiner Rolle als Lead Motion Designer bin ich zudem seit zweieinhalb Jahren als Lead Cinematic Designer in der Produktion tätig. Zu meinen Aufgaben gehören die Konzeption sowie kreative und technische Entwicklung von Videoinhalten und InGame Cinematics sowie das Tooldesign/-scripting innerhalb der Unreal Engine. Zurzeit arbeite ich im Developmentteam des RTS Spiels „A Year Of Rain“. Mein erstes vollwertiges Spielprojekt in der Firma – abgesehen von der Erstellung der Introvideos für „Deponia Doomsday“ und Ken Follets „Die Säulen der Erde“ – war das Cinematic Adventuregame „State of Mind“.

Fallen dir konkrete Lehrveranstaltungen oder Projekte ein, die dir bei deiner beruflichen Laufbahn weitergeholfen haben?
Absolut! Da wäre zum einen „Einführung in die Programmierung“ – die Veranstaltung war sehr einsteigerfreundlich gestaltet und hat uns gezwungen, uns auch mal aus unserer Komfortzone hinaus mit einer, zugegeben anfangs unliebsam anmutenden, Thematik zu beschäftigen. Ein Skill, der gerade abseits der Uni sehr relevant ist. Und zum anderen war da die Freiheit des Praktikumsprojektes, in welchem ich freigewählt einen interaktiven Comicfilm vom ersten Konzept über die eigenhändige Produktion bis hin zur vermarkteten DVD-Version erstellen konnte.

Welche Praktika hast du während deines Studiums absolviert und was hast du sonst neben dem Studium gemacht?
Mein Praktikum habe ich bei dem Indepent Musik- und Filmlabel „Sunny Bastards“ gemacht. Dabei war ich maßgeblich für das kreative und technische Authoring von DVD-Projekten, diverse Artdesignaufgaben, eine Projektlaunchbetreuung und mehrere Musikvideoerstellungen verantwortlich. Neben dem Studium habe ich mich hauptsächlich meinen Narrenfilm-Studios der Photographie, dem 2D-/3D-Motiondesign und der Realisierung von Musikvideos hingegeben.

Wie bist du zum Thema deiner Abschlussarbeit gekommen und welche Ratschläge hast du für andere Studierende für ihre Abschlussarbeiten?
Auf das Thema bin ich mit Hilfe von Dipl.-Inf. Gunther Kreuzberger gekommen, nachdem ich bereits drei Monate in einen weniger wissenschaftlichen und mehr produktionsorientierten Ansatz investiert hatte. Da ich unbedingt – auch in Voraussicht auf meinen träumerischen Plan, später in der Spieleindustrie unterzukommen – etwas zum Thema Adventuregames schreiben wollte, führten mich die Gespräche mit Herrn Kreuzberger dann zum Thema der Konzeption eines Adventuregames-Projektstudiums. Er hat sich stets Zeit genommen und stand mir immer mit hilfreichen Hinweisen zu Seite. Als Ratschlag kann ich mitgeben: Redet soviel mit euren Betreuern wie es ihre Nerven hergeben und dann beißt euch einfach durch. Ihr habt es bis hierhin geschafft, jetzt bloß nicht aufgeben!

Welchen Tipp gibst du derzeitigen Studierenden für die Zukunft?
Nutzt die Technik, Labore und Angebote, die euch die Uni zur Verfügung stellt, um eigene Ideen auszuprobieren und durchzuboxen. So viel Freiheit und Spielraum für das persönliche „Trail and Error“ gibt es später nicht mehr. Baut eigene Projekte, womit ihr auch eure späteren Bewerbungen füttern könnt – denn in der Realität schauen die Leute, bei denen ihr euch bewerbt, eher auf das, was ihr bereits in der Praxis gebastelt habt als auf die Abschlussnote.

Außerdem: Frustriert euch nicht mit riesigen Projekten. Viele scheiten daran, weil sie sich zu viel vornehmen: Die erste Animation soll ein zwei Stunden Feature sein und das erste Spieleprojekt gleich ein massives RPG. Konzentriert euch lieber auf kleine, fokussierte Ideen, die realisierbar sind. Es ist stärker zu sagen: „Ich habe hier diesen 40 Sekunden langen Film oder dieses kleine Spiel gemacht und sie sind fertig!“ anstatt zu sagen „Ich habe mal dieses und jenes angefangen, aber nichts davon zu Ende gebracht, weil es mir dann doch zu viel wurde“. Wenn ihr potenziellen Arbeitsgebern fertige Sachen in die Hand geben könnt, seid ihr jetzt schon besser als ein Großteil der Bewerberkonkurrenz.