Auf dem Weg zu klimafreundlicher Mobilität gewinnt die Elektromobilität zunehmend an Bedeutung. Damit Elektroautos im Alltag noch besser bestehen können, müssen sie nicht nur emissionsarm, sondern auch effizient und komfortabel sein, insbesondere unter extremen Wetterbedingungen. Genau hier setzt …

Europäische Städte erleben immer häufiger extreme Hitzewellen und ihre Luft ist zunehmend verschmutzt – mit spürbaren Folgen für Gesundheit und Lebensqualität. Gemeinsam mit 17 europäischen Partnern entwickelt Jana de Wiljes, Professorin für Mathematik in den Datenwissenschaften an der TU Ilmenau, …

Mira Rochyadi-Reetz
Zwei Personen diskutieren vor Pinnwand Barbara Aichroth
Beschriebene Zettel an Pinnwand Mira Rochyadi-Reetz
Studierende mit Nachhaltigkeitshockern im Grünen Barbara Aichroth
Studierende vor Kleiderständern Barbara Aichroth
Mehrere Personen pflanzen einen Baum ein Barbara Aichroth
Drei Personen gießen und graben an einem Baumloch Barbara Aichroth
Junge Frau näht aus einem Banner eine Tasche Romana Rauch
Campus

Vom 20. bis 25. April fanden an der TU Ilmenau die bereits 7. Nachhaltigkeitstage statt und setzten ein Zeichen für nachhaltiges Handeln auf dem Campus.

Neue Partnerschaften, intensive Fachgespräche und gemeinsame Zukunftsperspektiven: Ende Mai und Anfang Juni 2026 reiste eine hochrangige Thüringer …

Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christian Tischner hat am 5. Juni an der Friedrich-Schiller-Universität Jena symbolisch …

Drei Absolventinnen und Absolventen der TU Ilmenau sind bei der Absolventenfeier am 6. Juni 2026 für ihre herausragende Studienleistungen und …

Studium

Hinter jeder Forschung stehen Menschen, Ideen und Geschichten. Zum Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft 2026 haben wir Promotionsstudentinnen, Postdocs und Professorinnen, die mit Neugier, Leidenschaft und Engagement forschen, gefragt: Woran forschen Sie? Was hat Sie zur Wissenschaft gebracht? Und welchen Rat würden Sie Mädchen und jungen Frauen in der Wissenschaft geben? 

Viktoria Mayr

Felipa Reinlein, Fachgebiet Innovationsmanagement

In meiner Doktorarbeit beschäftige ich mich mit der sektorübergreifenden Kreierung von Innovationen, insbesondere im Kontext gemeinwohlorientierter Innovationen. Parallel bin ich Teil des Ausgründungsprojektes "unparallabs", das hochintegrierte, software-definierte Messsysteme entwickelt. Diese Verbindung von Forschung und aktivem Forschungstransfer begeistert mich besonders. Ich habe in der Industrie gearbeitet, bevor ich meine Doktorarbeit angefangen habe. Das hat mich nicht gänzlich erfüllt. Als neugieriger, vielseitiger und wissbegieriger Mensch wollte ich tiefer gehen, Dinge wirklich verstehen, eigene Fragen stellen und fundiert beantworten dürfen. Meine Doktorarbeit und Forschung bedeuten für mich intellektuelle Freiheit, kritisches Hinterfragen und die Möglichkeit, aktiv an Themen zu arbeiten, die gesellschaftlich relevant sind und mir persönlich am Herzen liegen. Mein tägliches Arbeiten folgt dem Motto "failing forward": Jeder Fehltritt ist eine Chance für Wachstum, Innovation und Durchhaltevermögen. Mein Rat: Habt den Mut, euch selbst zu verwirklichen und neue Perspektiven zu erforschen!

TU Ilmenau/Mara Seupel

Katja Uhrhan, Fachgebiet Biomechatronik

Aktuell erforsche ich das Ermüdungsverhalten von Muskeln, wenn sie durch elektrische Stimulation (EMS) aktiviert werden. Mithilfe der Elektromyografie messe ich dabei die Muskelaktivität, um zu analysieren, wie stark ein Muskel tatsächlich beansprucht wird. So lässt sich besser abschätzen, wann ein Training sinnvoll intensiv ist – und wann es zu viel wird. Ziel ist es, Trainingsintensitäten objektiv einschätzen zu können und EMS in Therapie und Fitness sicherer und wirksamer zu machen. Zur Wissenschaft gebracht hat mich die Faszination für die Funktionsweise des menschlichen Körpers und der Wunsch, dieses Wissen für medizintechnische Lösungen nutzbar zu machen. Mein Rat: Lasst euch nicht entmutigen oder einschüchtern, wenn ihr bei einem Praktikum, im Studium, im Projektteam oder auf Kongressen die einzige oder eine der wenigen (jungen) Frauen seid. Steht zu euren Interessen, vertraut auf eure Fähigkeiten und geht euren Weg ganz selbstverständlich!

TU Ilmenau/Mara Seupel

Prof. Dr. Kathy Lüdge, Fachgebiet Theoretische Physik II

Meine Forschungsthemen kommen aus der Nichtlinearen Dynamik, Lasermodellierung und Photonik. Im interdisziplinären Feld des Neuromorphen Computings erforschen wir, mit welchen Systemen und Algorithmen effizientes analoges Computing optisch zu realisieren ist. Gesellschaftlich ist dies von Bedeutung, da aktuell enorme Energiemengen für Computing und künstliche Intelligent bereitgestellt werden müssen. Energieeffiziente Lösungen abseits der üblichen Rechnerarchitekturen sind daher von großem Interesse. Neugier und Wissensdurst waren für mich schon als Kind allgegenwärtig. Im Physikstudium konnte ich meinen Drag, den Dingen auf den Grund zu gehen, weiter ausleben und habe auch während der Promotion und Habilitation nicht damit aufgehört. Mein Rat: Macht, was Euch Freude bereitet! Forschung ist sehr erfüllend, führt manchmal zu durchgemachten Nächten, aber auch zu spannenden Erkenntnissen und Erfolgsgefühlen. Beharrlichkeit, Selbstvertrauen und ein verlässliches privates und berufliches Netzwerk sind wichtige Schlüssel, um Hürden zu meistern.

Stephan Riehmer

Ting Xie, Elektrochemische Biotechnologie

Ich arbeite an der Entwicklung eines mikroelektrochemischen Reaktorsystems. Dieses System ermöglicht es, elektroaktive Mikroorganismen parallel zu kultivieren und ihr Verhalten präzise zu analysieren. Langfristig möchte ich dazu beitragen, elektrische Energie effizient in Biomasse und wertvolle Produkte umzuwandeln und damit nachhaltige Technologien voranzubringen. Schon früh hat mich die Frage fasziniert, wie sich grundlegende wissenschaftliche Prinzipien in reale Anwendungen übersetzen lassen. Besonders spannend finde ich die Arbeit an der Schnittstelle von Elektrochemie, Biologie und Mikrofluidik. Im Labor bedeutet das oft, Schritt für Schritt Verbindungen zwischen diesen Bereichen zu finden. Dieser Weg ist nicht immer einfach, aber genau darin liegt für mich die größte Motivation: Herausforderungen zu verstehen und kreative Lösungen zu entwickeln. Mein Rat: Fortschritt entsteht nicht immer durch Schnelligkeit, sondern oft durch geduldiges und tiefes Nachdenken. Wissenschaft lebt von unterschiedlichen Perspektiven – und Frauen können hier eine entscheidende Rolle spielen.

Nicole Kalamarski, Fachgebiet Biotechnische Mikro- und Nanosysteme für die Lebenswissenschaften/Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik e.V.

In meiner Doktorarbeit forsche ich an der infektiösen Endokarditis, einer lebensbedrohlichen Entzündung der innersten Schicht des Herzens. Um neue Behandlungsansätze zu entwickeln, etabliere ich ein polymikrobielles Biofilm-Modell, das eine bakteriell infizierte Herzklappe unter Laborbedingungen nachbildet und als Testplattform für antibiotikabeladene Nanopartikel dient, die gezielt in den Biofilm eindringen und die Bakterien dort bekämpfen sollen. Was mich zur Wissenschaft gebracht hat, ist Neugier und die Leidenschaft, Antworten zu finden. Von meinen Eltern habe ich gelernt, dass man ruhig Umwege gehen darf, Dinge ausprobieren sollte und die beste Lösung oft dort wartet, wo man zuerst nicht hingeschaut hat. Mein Rat: Tu das, was dir Spaß macht. Wenn dir etwas leichtfällt und dich begeistert, ist das kein Zufall, sondern ein Wegweiser. Wissenschaft ist kein Sprint, sondern ein langer Weg. Und auf einem langen Weg trägt dich nur das, was du wirklich liebst.

Elisabeth Wagner-Olfermann, International Risk, Crisis, and Science Communication Research Group

In meiner Doktorarbeit beschäftige ich mich damit, wie transnationale politische Führung während grenzüberschreitender Krisen in der Medienberichterstattung dargestellt und legitimiert wird. Gleichzeitig arbeite ich im MOVEwell-Projekt daran, die Mobilitätswende im ländlichen Thüringen voranzutreiben. Angesichts der Debatte um die Erhöhung der Wochenarbeitszeit interessiert mich als Wissenschaftlerin und Mutter zuletzt die Frage, wie unbezahlte Arbeit öffentlich und politisch thematisiert und verhandelt wird. Die Faszination für Wissenschaft ist nach meinem Bachelorstudium gewachsen, als ich in einer Kampagnenagentur gearbeitet und festgestellt habe, dass ich meist viel mehr recherchieren wollte als notwendig – und dank einer faszinierenden Professorin, die mir in meinem Masterstudium gezeigt hat, wie spannend ein kommunikationswissenschaftlicher Blickwinkel auf viele gesellschaftliche und politische Fragen ist. Mein Rat: Man sollte sich nicht ständig vergleichen und stattdessen, gerade als Frau, gern auch mal hörbar für seine eigenen Ziele und Bedürfnisse einstehen. Dafür gibt es inzwischen eine Menge toller Initiativen wie MOM@Science.

TU Ilmenau/Mara Seupel

Dr. Lina Jaurigue, CZS Nachwuchsgruppe für Interpretierbare Modelle für effiziente analoge Zeitserienvorhersage

Ich nutze die komplexe Dynamik physikalischer Systeme für Berechnungen und interessiere mich dafür, wie verschiedene Methoden des maschinellen Lernens diese Dynamiken beeinflussen. Das ist relevant für Anwendungen in der Sensorik, für Zeitreihenprognosen oder die Klimamodellierung. Ich mochte schon immer die Gewissheit. Formeln hatten eindeutige Lösungen. Antworten auf Fragen über die physikalische Welt waren weniger von der Interpretation meiner Lehrer und davon abhängig, wie eloquent sie formuliert waren. Heute sehe ich das etwas anders: In der Forschung gibt es definitiv nicht immer Gewissheit, und eine eloquente Ausdrucksweise spielt in der wissenschaftlichen Kommunikation eine große Rolle. Mein Rat: Wenn du das Gefühl hast, dass du als Frau anders behandelt wirst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das auch stimmt. Oft sind diese Unterschiede nicht offensichtlich und kommen von Menschen, die es gut meinen. Manchmal entstehen daraus auch Chancen, die sich auf individueller Ebene unfair anfühlen können, im größeren gesellschaftlichen Zusammenhang jedoch dazu beitragen, Ungleichgewichte auszugleichen, und genutzt werden sollten.

TU Ilmenau/Mara Seupel

Clara Stolzenberg, Theoretische Elektrotechnik

Ich möchte im Reinraum Sensoren – sogenannte SQUIDs – herstellen. SQUIDs (superconducting quantum interference devices) sind hochsensible Magnetfelddetektoren. Die Sensoren sollen Ressourcen in tiefen Erdbereichen als Inhomogenitäten im Magnetfeld messen. Mein Ziel ist es, die Suche nach tief liegenden Rohstoffen umweltfreundlicher zu gestalten, indem die Anzahl notwendiger Bohrungen reduziert wird. Im Master hatte ich die Möglichkeit ein Paper zu schreiben und ein wissenschaftliches Poster zu gestalten. So habe ich alle mir aufgekommenen Unbekannten am wissenschaftlichen Arbeiten entdeckt. Die Forschung habe ich über mehrere Jahre als HiWi näher kennengelernt und konnte frühzeitig praktische Erfahrung im Reinraum sammeln. Als ich das Angebot bekam, die mich interessierenden Grundlagen im Rahmen einer Promotion weiter zu entdecken, musste ich nicht lang überlegen. Lebenswege sind nicht immer geradlinig. Die Begeisterung am Forschen, das Überwinden von eigenen und fremden Zweifeln und Resilienz sind langfristig entscheidender. Mein Rat? Geh‘ Deinen eigenen Weg!

Forscher im Gespräch: Biomedizinische Technik

In dieser Folge ist Professor Jens Haueisen, der Leiter des Instituts für Biomedizinische Technik und Informatik, zu Gast. Mit seinen innovativen Verfahren in der biomedizinischen Technik trägt Professor Haueisen dazu bei, unsere Gesundheit zu erhalten und zu verbessern. Seine Arbeit beginnt er jeden Tag mit dem Motto: „Go, create!“

Torsten Weilepp

Who's Who?

Prof. Dr.-Ing. Sascha Klee

Fachgebiet Medizinische Informatik

Neu berufen

Seit 1. Dezember 2025 leitet Professor Dr. Sascha Klee das Fachgebiet „Medizinische Informatik“ am Institut für Biomedizinische Technik und Informatik der TU Ilmenau. 

Prof. Klee absolvierte sein Studium der Elektrotechnik in Ilmenau und promovierte anschließend im Bereich der Neurowissenschaften, also der Erforschung des Nervensystems und des Gehirns. In seiner Zeit als Postdoktorand forschte er unter anderem zur opto-neurologischen Rehabilitation. Dabei werden spezielle optische Abbildungsprinzipien genutzt, um neurologische Funktionen bei Patientinnen und Patienten mit altersbedingter Makuladegeneration (AMD) zu unterstützen, einer häufigen Erkrankung der Netzhaut. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit war die Auswertung multimodaler medizinischer Daten, bei denen Informationen aus unterschiedlichen Informationsdomänen wie Bild-, Mess- und klinische Daten gemeinsam analysiert werden.

Ab 2016 baute Prof. Klee als Juniorprofessor für optoelektrophysiologische Medizintechnik neue Methoden zur Verarbeitung von Sensordaten auf. Diese Sensorsysteme erfassen elektrische und optische Signale des Körpers und werden insbesondere zur Untersuchung des menschlichen visuellen Systems, also des Sehens, eingesetzt.

Im Jahr 2021 folgte Prof. Klee dem Ruf auf eine Professur für Biostatistik und Datenwissenschaften an die Karl Landsteiner University of Health Sciences in Österreich. Dort entwickelte er Modelle zur Weiterverwendung komplexer, mehrdimensionaler klinischer Daten, um medizinische Entscheidungen stärker auf einzelne Patientinnen und Patienten zuzuschneiden – ein zentraler Ansatz der personalisierten Medizin.

Diese Forschung möchte Prof. Klee nun in Ilmenau fortsetzen und gezielt um neue Fragestellungen erweitern, bei denen medizinische Daten vorausschauend genutzt werden, beispielsweise für eine effizientere Diagnostik oder besseren Planung von Therapien: 

Die Nachnutzung bereits vorhandener klinischer Daten zur Gewinnung neuer Erkenntnisse über Krankheitsverläufe oder die Effektivität von Therapien wird bisher nur unzureichend beforscht. Oft gehen die Methoden nicht über die Berechnung einfacher Maße zur Qualitätssicherung hinaus. Ich freue mich sehr darauf, durch die Entwicklung komplexer Modelle hier einen Beitrag für eine effizientere Medizin leisten zu können.

Prof. Dr.-Ing. Bing Li

Fachgebiet Ressourceneffiziente Künstliche Intelligenz

Barbara Aichroth
Neu berufen

Seit dem 1. Dezember 2025 leitet Professor Bing Li das Fachgebiet Ressourceneffiziente Künstliche Intelligenz an der Technischen Universität Ilmenau. 

Seine akademische Laufbahn begann 2010 mit der Promotion an der Technischen Universität München (TUM). Nach seiner Habilitation an der TUM war Prof. Li von 2018 bis 2024 als Privatdozent am Lehrstuhl für Entwurfsautomatisierung der TUM tätig. Im Juli 2024 wechselte er als Juniorprofessor an die Universität Siegen, wo er bis November 2025 den Lehrstuhl Digitale Integrierte Systeme leitete. 

Seine Forschungsschwerpunkte an der TU Ilmenau liegen in hochleistungsfähigen und energieeffizienten Schaltungen und Systemen für KI-Algorithmen, Anwendungen der Künstlichen Intelligenz im Schaltungs- und Systementwurf sowie der Entwicklung neuer Architekturen für KI-Lösungen unter besonderer Berücksichtigung der Hardware.

An der TU Ilmenau ist Prof. Li bereits gut angekommen: 

Die TU Ilmenau gehört zu den besten Technischen Universitäten in Deutschland. Die Forschungsatmosphäre ist offen und kollegial. Die Fakultäten arbeiten eng zusammen, um Spitzenforschung und zukunftsweisende Technologien voranzubringen, die die nächsten technologischen und wirtschaftlichen Innovationen ermöglichen.

Besonders sei dabei die interdisziplinäre Forschung zu energieeffizienter Grüner Elektronik und KI-Systemen hervorzuheben. 

Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit international führenden Kolleginnen und Kollegen an zukünftigen energieeffizienten KI-Systemen zu forschen – ein Vorhaben, das eine enge Zusammenarbeit von Hardware über Rechnersysteme bis hin zu Anwendungen erfordert.

Prof. Dr.-Ing. Hannes Scheibe

Fachgebiet Feinwerktechnik/Precision Engineering

Neu berufen

Seit dem 1. Januar 2026 leitet Professor Hannes Scheibe das Fachgebiet Feinwerktechnik/Precision Engineering an der Technischen Universität Ilmenau. 

Nach seinem Studium der Fahrzeugtechnik und des Maschinenbaus an der TU Ilmenau promovierte Hannes Scheibe parallel zu seiner Entwicklertätigkeit in der Carl Zeiss Jena GmbH zum Thema „Aktiv-adaptive Polierwerkzeuge zur Herstellung rotationssymmetrischer Asphären“ an der TU Ilmenau. Ab 2018 war er als Leiter Entwicklung Optiktechnologie und seit 2021 als Leiter Technologieentwicklung bei der Carl Zeiss Jena GmbH beschäftigt. 

Seine Erfahrung in der Wissenschaft und der Wirtschaft bringt der Maschinenbauer seit 2019 auch international als Mitglied im Scientific Committee der European Society for Precision Engineering (EUSPEN) und seit 2021 als Mitglied im Industrial Advisory Board des Center for Freeform Optics (CeFO) ein. 

An der TU Ilmenau möchte Prof. Scheibe unter anderem in Kooperation mit dem Institut für Prozessmess- und Sensortechnik an die laufenden Forschungsthemen zur Präzisionswägetechnik sowie zur Nanopositionierung und Nanobearbeitung anknüpfen:

Weiterhin sehe ich große Potentiale in der Erforschung und Entwicklung von Technologien zur partikelarmen Montage/Justage als auch emissionsarmen Zerspanung, um die aktuellen und zukünftigen technischen Anforderungen optischer Hochleistungssysteme sicher erfüllen zu können.

Prof. Thomas Sattel, Dekan der Fakultät für Maschinenbau an der TU Ilmenau, ist überzeugt: 

Mit seiner wissenschaftlichen und industriell geprägten Expertise unter dem Motto ‚Optische Technologien treffen auf Präzisionstechnik‘ ergänzt Prof. Scheibe hervorragend unsere Fakultätsstrategie des ressourceneffizienten Präzisionsmaschinenbaus.

Seine Begeisterung für diese Themen möchte der Universitätsprofessor gerne auch in die nächste Generation angehender Ingenieurinnen und Ingenieure tragen: 

Ich brenne für Maschinen, Technologien sowie inhaltlich anspruchsvolle Fragestellungen. Eine technisch hervorragende Ausbildung mag zur Lösung technischer Probleme befähigen – in Kombination mit Herzblut entstehen aber weitaus reifere und vor allem nachhaltigere Lösungen.

Prof. Dr.-Ing. Florian Römer

Fachgebiet Signalverarbeitung für Intelligente Sensorsysteme

AnLi Fotografie
Neu berufen

Seit dem 1. Mai 2025 leitet Prof. Dr.-Ing. Florian Römer das neu geschaffene Fachgebiet Signalverarbeitung für Intelligente Sensorsysteme an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Ilmenau. 

Prof. Römer studierte Ingenieurinformatik an der TU Ilmenau sowie an der McMaster University in Kanada. Nach dem Diplomabschluss 2006 promovierte er am Fachgebiet Nachrichtentechnik der TU Ilmenau und lehrte und forschte im Anschluss als Postdoc im Fachgebiet Elektronische Messtechnik und Signalverarbeitung der Universität. Für seine Forschung erhielt er 2013 den EURASIP Best Dissertation Award und war von 2016 bis 2017 Carl-Zeiss-Postdoc-Stipendiat. Internationale wissenschaftliche Erfahrungen sammelte er u.a. am Technion in Haifa (Israel) sowie an der Bundesuniversität von Ceará (UFC) in Brasilien.

2018 wechselte Prof. Florian Römer an das Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP, wo er als Gruppenleiter die Nachwuchsforschungsgruppe „Signalverarbeitung für die Materialdatengewinnung mit intelligenter Sensorik „(SigMaSense“) aufbaute. Zusätzlich dazu verantwortet er als Chief Scientist den Bereich Angewandte KI, Signalverarbeitung und Datenanalyse. 

An der TU Ilmenau widmet sich der Wissenschaftler der Entwicklung neuartiger Architekturen zur sensornahen Datenerfassung und Verarbeitung, mit einem besonderen Fokus auf Ultraschall-Bildgebung, Prozessmonitoring in der Fertigung und KI-gestützte Signalverarbeitung. Weitere Themen sind Assistenzsysteme für manuelle Prüfverfahren, Remote Inspection, Methoden zur Signalrekonstruktion sowie der systematische Einsatz von KI zur Datenanalyse und Wissensgewinnung.

Darüber hinaus engagiert sich Prof. Florian Römer in mehreren wissenschaftliche Gremien. 
Er ist seit 2020 (Senior) Area Editor im Editorial Board der IEEE Transactions on Signal Processing, war 2019 bis 2024 gewähltes Mitglied im Technical Area Committee Signal Processing for Multisensor Systems der EURASIP und ist seit 2023 Co-Leiter des Arbeitskreises Thüringen der DGZfP (Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung).

Prof. Römer lebt mit seiner Familie in Ilmenau, ist verheiratet und Vater von drei Kindern. In seiner Freizeit engagiert er sich musikalisch und ist u.a. zweiter Vorsitzender des Ilmenauer Bachchors, zu seinen Hobbys gehören Natur, Fotografie und Musik.

Prof. Dr. Gerrit Köchling

Fachgebiet Finance

AnLi Fotografie
Neu berufen

Seit 1. Dezember 2024 leitet Prof. Dr. Gerrit Köchling das neu geschaffene Fachgebiet Finance an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften und Medien der TU Ilmenau.

Prof. Köchling absolvierte sowohl sein Bachelor- als auch sein Masterstudium in Wirtschaftsmathematik an der TU Dortmund. Als Jahrgangsbester seines Studiengangs erwarb er einen tiefgreifenden Einblick in mathematische Modelle und deren Anwendung in der Finanzwelt. An der gleichen Universität promovierte er mit Auszeichnung zum Dr. rer. pol. im Bereich Finance. Seine Dissertation, in der er sich mit Markteffizienz und Risikomanagement beschäftigte, wurde mit dem Dissertationspreis der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der TU Dortmund gewürdigt.

Internationale Erfahrung sammelte Prof. Köchling während eines Forschungsaufenthalts an der Radboud University im niederländischen Nijmegen, wo er sich intensiv mit nachhaltiger Finanzierung auseinandersetzte.

Mit der Einrichtung des neuen Fachgebiets Finance möchte Prof. Köchling an der TU Ilmenau sowohl die Forschung als auch die Lehre auf innovative Weise gestalten. Er beschäftigt sich insbesondere mit Corporate Finance, d.h. mit der finanziellen Führung und Entscheidungsfindung von Unternehmen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Finanzmärkten und ESG (Environmental, Social und Governance). Sein Ziel ist es, Studierende für aktuelle Fragestellungen der Finanzwelt zu begeistern und ihnen gleichzeitig fundierte methodische und analytische Kompetenzen zu vermitteln.

Univ.-Prof. Jana de Wiljes

Fachgebiet Mathematics of Data Science

AnLi Fotografie
Neu berufen

Prof. Dr. Jana de Wiljes leitet seit Oktober 2023 das neue Fachgebiet Mathematics of Data Science an der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften der TU Ilmenau. Ihre akademische Laufbahn begann mit der Promotion im Bereich des maschinellen Lernens am Fachbereich Mathematik an der Freien Universität Berlin. Für ihre Dissertation über datengetriebene diskrete raumzeitliche Modelle wurde sie mit dem Tiburtius-Preis für Doktorand*innen der Berliner Hochschulen für hervorragende Dissertationen ausgezeichnet. Seit Juni 2017 leitet sie als verantwortliche Wissenschaftlerin (Principal Investigator) verschiedene Projekte zum Thema Datenassimilation innerhalb eines durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sonderforschungsbereichs. Im Juni 2022 wurde Prof. de Wiljes von der Fakultät für Ingenieurwissenschaften an der Lappeenranta-Lahti University of Technology in Finnland der Titel Dosentti (Dozentin) für Mathematik im Bereich des maschinellen Lernens – vergleichbar mit einer deutschen Habilitation – verliehen.

Prof. de Wiljes‘ Forschungsarbeit konzentriert sich primär auf sequentielles Lernen – eine Methode, die es ermöglicht, auch mit wenigen Daten zuverlässige Vorhersagen zu treffen. Dies umfasst die theoretische Untersuchung und die Unsicherheitsquantifizierung bestehender Techniken, die Entwicklung neuer und fortschrittlicher Algorithmen für Bayesianische Inferenz sowie die Anwendung modernster Methoden auf reale Daten unter anderem aus Bereichen der Klima- und Weltraumwetter-Modellierung. Insbesondere entwickelt sie Methoden für hochdimensionale, nichtlineare und nichtstationäre inverse Probleme und analysiert diese auf Stabilität und Genauigkeit. Zusätzlich beschäftigt sie sich mit überwachtem sowie unüberwachtem maschinellen Lernen und dem so genannten Reinforcement Learning, insbesondere im Zusammenhang mit der Optimierung von Therapien und der Identifizierung kausaler Verbindungen in der Medizin. Neben ihrer Professur an der TU Ilmenau hat Prof. de Wiljes auch eine Gastprofessur an der Lappeenranta-Lahti University of Technology inne.

 

Dr. Katja Tonisch erneut zur Gleichstellungsbeauftragten gewählt

Stefan Riehmer
Neu im Amt

Die Gleichstellungsbeauftragte der TU Ilmenau, Dr. Katja Tonisch, wurde einstimmig vom Senat der Universität für eine weitere Amtszeit wiedergewählt. In den kommenden drei Jahren wird sie weiterhin die Belange der Chancengleichheit an der Universität vertreten.

Gemäß §6 ThürHG wirkt die Gleichstellungsbeauftragte auf die Herstellung der verfassungsrechtlich garantierten Chancengleichheit der Geschlechter hin und unterstützt die Hochschule darin, gleiche Entwicklungsmöglichkeiten für alle Personen zu schaffen und bestehende Nachteile abzubauen. „Grundsätzlich kann sich jede und jeder Angehörige der TU Ilmenau in Gleichstellungsfragen an mich wenden“, erklärt Dr. Tonisch. Dabei reicht das Spektrum der Anliegen von strategischen Themen wie der Umsetzung des Gleichstellungsplans und der Begleitung von Stellenbesetzungsverfahren über die Beratung zu Gleichstellungsaspekten in wissenschaftlichen Antragstellungen bis hin zu persönlicher Unterstützung.

Für ihre neue Amtszeit hat sich Dr. Tonisch einige Ziele gesetzt. So möchte sie die Transparenz und Fairness in Berufungsverfahren weiter stärken und den Anteil von Professorinnen an der TU Ilmenau erhöhen:

Das Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes bestätigt uns, dass die TU Ilmenau in diesen Punkten bei Berufungsverfahren schon sehr gut aufgestellt ist. Dennoch bleibt die Steigerung des Professorinnenanteils ein wichtiges Ziel für die kommenden Jahre.

Die Gleichstellungsbeauftragte hat sich vorgenommen, den steigenden Anteil internationaler Studentinnen durch zielgerichtete, englischsprachige Angebote besser zu adressieren. Ein weiteres Anliegen sei es, auch junge Männer stärker für klassische Gleichstellungsthemen wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu sensibilisieren und sie dazu zu ermutigen, ihre Rolle als Väter aktiv in ihre Lebensplanung einzubeziehen.

Die Herstellung von Chancengleichheit, ein kollegiales Miteinander und die Achtung aller Menschen unabhängig von ihrer sozialen und ethnischen Herkunft, ihrem religiösen Bekenntnis sowie ihrer sexuellen Orientierung ist ein zentrales Motiv einer weltoffenen Campusgemeinschaft, für die ich mich einsetzen werde.

Andrea Krieg erneut zur Diversitätsbeauftragten gewählt

Stefan Riehmer
Neu im Amt

Die Diversitätsbeauftragte der Technischen Universität Ilmenau, Andrea Krieg, wurde einstimmig vom Senat der Universität für eine weitere Amtszeit wiedergewählt. In den kommenden drei Jahren wird sie weiterhin die Belange der Diversität an der Hochschule vertreten.

Andrea Krieg, die seit der Einführung des Amtes im Jahr 2018 als Diversitätsbeauftragte der TU Ilmenau tätig ist, wird ihre Arbeit auch in den kommenden drei Jahren fortsetzen. Die Wahl erfolgte auf Vorschlag des Präsidiums durch den akademischen Senat und wurde einstimmig bestätigt.

Als Diversitätsbeauftragte vertritt Andrea Krieg die Interessen aller Mitglieder und Angehörigen der Universität, unabhängig von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter, geschlechtlicher Identität oder sexueller Orientierung. Sie wirkt in Abstimmung mit weiteren Beauftragten, wie der Gleichstellungsbeauftragten und der Schwerbehindertenvertretung, an der Gestaltung von Lehr-, Studien- und Arbeitsbedingungen mit. Zudem setzt sie sich für die Beseitigung bestehender Nachteile ein und berät Betroffene.

Für ihre neue Amtszeit hat sich Andrea Krieg ambitionierte Ziele gesetzt:

Ich möchte dazu beitragen, dass die TU Ilmenau ein weltoffener Ort bleibt, an dem diskriminierungsfreie Hochschulkultur gelebt wird.

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit wird darauf liegen, Barrieren sichtbar zu machen und bei ihrem Abbau zu unterstützen, um inklusive Rahmenbedingungen zu schaffen, die allen Universitätsangehörigen ein gesundes und erfolgreiches Arbeiten und Studieren ermöglichen. Besondere Herausforderungen sieht sie in der Förderung von Gemeinschaftssinn und gelebter Vielfalt:

Wie schaffen wir eine gute Integration aller Universitätsangehörigen? Und wie werden die Werte des Leitbildes unserer Universität in der täglichen Praxis erlebbar? Ich möchte, dass wir bewusst als Gemeinschaft wachsen. Das kann durch einen respektvollen, wertschätzenden Umgang, aktives wertungsfreies Zuhören, partizipative Diskussionsprozesse und Gemeinschaftssinn gelingen.

Dipl.-Ing. Thomas Helbig

Referent für Technik und Forschung am I3TC

AnLi Fotografie
Neu im Amt

Thomas Helbig ist seit dem 1. Oktober 2023 Referent für Technik und Forschung am Ilmenau Interactive Immersive Technologies Center (I3TC). Das Zentrum I3TC ist als Infrastruktureinheit der TU Ilmenau dem Institut für Intelligente und Interaktive Immersive Medien und Technologien (I4MT) zugeordnet. Den Kern des Technologiezentrums bilden die im neuen Rechenzentrum (Grace-Hopper-Bau) entstehenden Labore für Augmented-, Mixed- und Virtual-Reality sowie das Medienlabor der TU Ilmenau. Dadurch ergibt sich eine Umgebung für hochkarätige Forschung und Lehre im Bereich interaktiver immersiver Medien an der TU Ilmenau.

Nach seinem Studium der Mechatronik an der TU Ilmenau war Thomas Helbig über elf Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Biomechatronik der Fakultät Maschinenbau tätig. Die Strukturen der TU Ilmenau sind ihm daher gut bekannt und er kann auf viel Erfahrung bei der Beantragung und Durchführung wissenschaftlicher Projekte zurückgreifen. Ebenso ist der Diplom-Ingenieur mit dem Arbeiten in interdisziplinären Teams vertraut. In den Fokus seiner wissenschaftlichen Tätigkeiten rückte über die Jahre insbesondere der Mensch, seine Sinne, wie er sich bewegt und wie man ihn technisch unterstützen kann.

Im Rahmen seiner Tätigkeit als Referent für Technik und Forschung fungiert Thomas Helbig als Schnittstelle zwischen der Leitung und allen wissenschaftlichen und technischen Mitarbeitenden am I3TC. Neben der rein organisatorischen Unterstützung der Zentrumsdirektion ist er Ansprechpartner bei Fragen der technischen und inhaltlichen Ausgestaltung des Zentrums. Er unterstützt die Vernetzung der I3TC-Mitglieder, führt Veranstaltungen wie Kolloquien oder Studieninformationstage durch und entwickelt Lehrveranstaltungen am I3TC mit. Zudem verantwortet er die Außendarstellung des Zentrums und wird in dieser Funktion unter anderem mit dem Referat Marketing und Kommunikation der TU Ilmenau zusammenarbeiten sowie Führungen durch das I3TC anbieten.

Für Thomas Helbig ist es dabei von besonderem Interesse, mit dem I3TC und dem I4MT dazu beizutragen, die TU Ilmenau sowohl für zukünftige Studierende als auch Forschende attraktiv zu gestalten.

 

 

Transfer

Drei Tage lang stand Ilmenau im Zeichen des geistigen Eigentums: Vom 10. bis 12. Juni kamen auf Einladung des PATON | Landespatentzentrum Thüringen an der TU Ilmenau Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Informationsdienstleistung zur PATINFO2026 zusammen. Unter dem …

Forschung

Energieeffizient, ressourcenschonend und weitgehend klimaneutral – grüne Elektronik bietet in unserer digitalisierten Welt eine nachhaltige Alternative für energieintensive IT-Anwendungen. In der Ilmenau School of Green Electronics (ISGE), die mit 5,2 Millionen Euro von der Carl-Zeiss-Stiftung …

Forschung

Mit einem Kick-off am 17. Dezember 2024 ist die Ilmenau School of Green Electronics (ISGE) an der TU Ilmenau an den Start gegangen. Gefördert durch die Carl-Zeiss-Stiftung mit einem Volumen von mehr als 5 Millionen Euro forschen zwölf Doktorandinnen und Doktoranden an der Zukunft der …

Schlüsseltechnologien made in Ilmenau: Wegbereiter für die Welt von morgen ©LEG

Digitale Werkzeuge für die Dekarbonisierung der Industrie

Europäische Forschungsallianz SUNRISE - Kick-off an der TU Ilmenau