Technische Universität Ilmenau

Strahlenschutz in der Medizin - Modultafeln der TU Ilmenau

Die Modultafeln sind ein Informationsangebot zu unseren Studiengängen. Rechtlich verbindliche Angaben zum Verlauf des Studiums entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Studienplan (Anlage zur Studienordnung). Bitte beachten Sie diesen rechtlichen Hinweis. Angaben zum Raum und Zeitpunkt der einzelnen Lehrveranstaltungen entnehmen Sie bitte dem aktuellen Vorlesungsverzeichnis.

Fachinformationen zu Fachnummer 5611 - allgemeine Informationen
Fachnummer5611
Fakultät
Fachgebietsnummer2221 (Biomedizinische Technik)
Fachverantwortliche(r) Dr. Dunja Jannek
SpracheDeutsch
TurnusWintersemester
Vorkenntnisse

Physik, Messtechnik, Strahlenbiologie/Medizinische Strahlenphysik, Bildgebende Systeme in der Medizin 1+2, Grundlagen des Strahlenschutzes

Lernergebnisse

Die Kerninhalte orientieren sich am Zusammenhang zwischen Nutzen und Risiko medizinischer Strahlenanwendungen. Für die Spezialgebiete Röntgendiagnostik, Nuklearmedizin und Strahlentherapie werden Methoden und Beispiele zur Risikoquantifizierung beim Patienten und beim Personal vermittelt. Besonders die Rechtfertigung und die Minimierung des Strahlenrisikos für den Patienten prägen die Inhalte. Neben Kenntnissen zum speziellen normativen Rahmen werden die Studierenden befähigt, alle Möglichkeiten der Strahlenschutztechnik, der Planung der Arbeitsaufgaben, der physikalischen Strahlenschutzkontrolle u.a. Methoden zur Umsetzung von Zielen und Grundsätzen im Strahlenschutz bei der medizinischen Strahlenanwendung umzusetzen. Die Studierenden sind in der Lage, speziell die medizinische Strahlenanwendung im komplexen Zusammenhang von Aufwand, Nutzen und Risiko im medizinischen Versorgungs- und ärztlichen Betreuungsprozess zu bewerten.Das Fach ist eine der notwendigen Eingangsvoraussetzungen zur Anerkennung des Studienganges BMT zur postgradualen Qualifizierung als Medizinphysik-Experte.

Inhalt

Röntgendiagnostik: Berechnung und Messung der Dosis - Strahlenexposition des Patienten, Expositionsbedingungen, Einflussgrößen, Röntgenstrahlenerzeugung, Wechselwirkung im Patienten, Abbildungsgeometrie, Schwächende Schichten nach dem Patienten, Bildwandler; Ermittlung der Patientenexposition, Messung, Berechnung; Werte der Patientenexposition, Anteile der Untersuchungsarten, Effektive Dosis, Strahlenexposition von Kindern, Strahlenexposition in der Schwangerschaft; Diagnostische Referenzwerte, Ziel, Messgrößen für Aufnahmen und Durchleuchtung, Messgrößen für CT; Möglichkeiten der Reduktion der Patientenexposition; Berufliche Strahlenexposition, Begrenzte u. überwachbare Größen, Erfordernis zur Körperdosisberechnung, Rechenweg, Überwachungsergebnisse; Monte-Carlo-Simulationen. Richtlinien und Normen - Zusammenstellung relevanter Richtlinien; Zusammenstellung relevanter Normen. Strahlenschutztechnik – Ziele; Anteile des Strahlenfeldes; Schwächung von Röntgenstrahlung; Abschirmungen, Ziel, Berechnungsansatz, Parameter, Beispiele zur Planung einer Röntgenabteilung; Sonstiger bautechnischer Strahlenschutz; Gerätetechnischer Strahlenschutz; Strahlenschutzzubehör; Richtwerte der Ortsdosis. Überwachung und Kontrolle - Genehmigung, Anzeige; Physikalische Strahlenschutzkontrolle, Errichtung von Strahlenschutzbereichen, Personendosimetrische Überwachung; Arbeitsmedizinische Vorsorge; Qualitätssicherung, Technischer Art, Ärztlicher Art; Unterweisungen; Strahlenanwendung am Menschen. Notfallexpositionssituationen.

Nuklearmedizin: Berechnung und Messung der Dosis - Rechnerische Abschätzung äußerer Exposition, Gammastrahlung, Betastrahlung; Hautexposition nach Kontamination; Körperdosen bei innerer Exposition; Interventionsschwellen; Referenzverfahren zur Dosisberechnung; Individualverfahren zur Dosisberechnung; Direkte Ermittlung; Beispiele; Personendosimetrische Überwachung. Freigabe radioaktiver Stoffe; Richtlinien und Normen - Zusammenstellung relevanter Richtlinien; Zusammenstellung relevanter Normen. Strahlenschutztechnik. Notfallexpositionssituationen - Begriffe und Beispiele; Maßnahmen, Rangfolge, Oberflächendekontamination, Hautdekontamination, Dekorporation; Exposition bei Hilfeleistung; Berichterstattung; Vorbereitung der Brandbekämpfung.

Zugehörige Exkursion zeigt die Aufgaben des MPE in der klinischen Routine und die medizinischen und technischen Anforderungen in der nuklearmedizinischen Diagnostik und Therapie insbesondere im Hinblick auf Strahlenschutzaspekte.

Strahlentherapie: Berechnung und Messung der Dosis - Klinische Dosimetrie, Zielstellung, Möglichkeiten, Überblick, Dosimetrie gepulster Strahlung; Personendosimetrie; Ortsdosimetrie; Luftkontamination; Freigabe aktivierter Materalien. Richtlinien und Normen - Zusammenstellung relevanter Richtlinien; Zusammenstellung relevanter Normen; Behördliche Verfahren, Genehmigung, Bestellung SSB, Transport; Haftungsfragen. Strahlenschutztechnik. Bauliche Planung strahlentherapeutischer Einrichtungen. Notfallexpositionssituationen – Begriffe; Patient, Besonderheiten; Personal, Maßnahmen; Strahlenexposition bei Hilfeleistung; Berichterstattung; Vorbereitung der Brandbekämpfung.

Zugehörige Exkursion zeigt die Aufgaben des MPE in der klinischen Routine und die medizinischen und technischen Anforderungen in der Strahlentherapie insbesondere im Hinblick auf Strahlenschutzaspekte.

Medienformen

Tafel, Mitschriften, Folien, Arbeitsblätter, Powerpoint-Präsentation

Literatur
  1. Krieger, Hannes (2017): Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 5. Aufl.; Springer Spektrum.
  2. Vogt, Hans-Gerrit; Schultz, Heinrich (2011): Grundzüge des praktischen Strahlenschutzes. 6.Aufl.; Carl Hanser Verlag GmbH & CO. KG.
  3. Grupen, Claus (2014): Grundkurs Strahlenschutz. Praxiswissen für den Umgang mit radioaktiven Stoffen. 4.Aufl.; Springer Spektrum.

Aktuelle Literatur nach Inkrafttreten des neuen Strahlenschutzgesetzes.

Lehrevaluation

Pflichtevaluation:

WS 2016/17 (Fach)

Freiwillige Evaluation:

Hospitation:

WS 2016/17

Spezifik im Studiengang Master Biomedizinische Technik 2014
FachnameStrahlenschutz in der Medizin
Prüfungsnummer2200155
Leistungspunkte3
Präsenzstudium (h)22
Selbststudium (h)68
VerpflichtungWahlpflicht
Abschlussmündliche Studienleistung
Details zum Abschluss

Für BMT-MSc im Wahlmodul Radiologische Technik/Strahlenschutz:

Bestandteil der Komplexprüfung

Für BMT-MSc als Nebenfach:

Prüfungsform: mündlich

Dauer:             20 min

Abschluss:      benotete Studienleistung

 

max. Teilnehmerzahl
Spezifik im Studiengang Master Biomedizinische Technik 2009, Master Biomedizinische Technik 2014
FachnameStrahlenschutz in der Medizin
Prüfungsnummer90323
Leistungspunkte3
Präsenzstudium (h)22
Selbststudium (h)68
VerpflichtungPflicht
Abschlusskeiner
Details zum Abschluss

Für BMT-MSc im Wahlmodul Radiologische Technik/Strahlenschutz:

Bestandteil der Komplexprüfung

Für BMT-MSc als Nebenfach:

Prüfungsform: mündlich

Dauer:             20 min

Abschluss:      benotete Studienleistung

 

max. Teilnehmerzahl
Spezifik im Studiengang Master Biomedizinische Technik 2009
FachnameStrahlenschutz in der Medizin
Prüfungsnummer2200155
Leistungspunkte3
Präsenzstudium (h)22
Selbststudium (h)68
VerpflichtungPflicht
Abschlussmündliche Studienleistung
Details zum Abschluss

Für BMT-MSc im Wahlmodul Radiologische Technik/Strahlenschutz:

Bestandteil der Komplexprüfung

Für BMT-MSc als Nebenfach:

Prüfungsform: mündlich

Dauer:             20 min

Abschluss:      benotete Studienleistung

 

max. Teilnehmerzahl

Informationen und Handreichungen zur Pflege von Modul- und Fachbeschreibungen durch den Modul- oder Fachverantwortlichen finden Sie auf den Infoseiten zum Modulkatalog.