Technische Universität Ilmenau

Einführung in die feministische Philosophie - Modultafeln der TU Ilmenau

Die Modultafeln sind ein Informationsangebot zu den Studiengängen der TU Ilmenau.

Die rechtsverbindlichen Studienpläne entnehmen Sie bitte den jeweiligen Studien- und Prüfungsordnungen (Anlage Studienplan).

Alle Angaben zu geplanten Lehrveranstaltungen finden Sie im elektronischen Vorlesungsverzeichnis.

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Modulinformationen zu Modulnummer 101976 - allgemeine Informationen
Modulnummer101976
FakultätZentralinstitut für Bildung
Fachgebietsnummer672 (Studium generale)
Modulverantwortliche(r) Dr. Uwe Geishendorf
SpracheDeutsch
Turnusganzjährig
Vorkenntnisse

Keine

Lernergebnisse und erworbene Kompetenzen

Die Studierenden sind in der Lage:

  • zentrale Begriffe und Kategorien des Feminismus und der feministischen Philosophie zu definieren,
  • zentrale Schwerpunkte feministischen Philosophierens zu benennen,
  • Muster feministischer Theorien zu klassifizieren,
  • eine Vielzahl bislang für die Studierenden unbekannter Philosophinnen aufzulisten,
  • Überlegungen ausgewählter Philosophinnen zu erläutern,
  • ausgewählte Ereignisse der Geschichte zu erinnern,
  • Schwerpunkte feministischer Kritik in den verschiedenen Theoriebereichen zu benennen,
  • zentrale Gedanken ausgewählter Debatten zusammenzufassen,
  • Positionen zu vergleichen, gegenüberzustellen und zu kritisieren,
  • die Pluralität feministischer Ansätze sowohl im euroamerikanischen Theoriekontext als auch anhand ausgewählter afrikanischer, asiatischer und lateinamerikanischer Ansätze zu skizzieren und zu diskutieren,
  • Gegensätze und Widersprüche der verschiedenen Positionen zu benennen und zu beurteilen, sich argumentativ damit auseinanderzusetzen,
  • Beurteilungsmaßstäbe zu finden und Werthaltungen zu entwickeln,
  • zu philosophieren, d.h. sie sind befähigt zur bewussten methodischen Reflexion.
Inhalt

Dozent: Dr. Frithjof Reinhardt

Nachdem die Motivation und die Vorkenntnisse der Studierenden thematisiert wurden, wird es darum gehen, den Begriff Feminismus zu klären, indem Vorbehalte/Vorurteile angesprochen und dann seine historische Entwicklung beschrieben wird. Es werden verschiedene Verständnisweisen vorgestellt und der Zusammenhang mit der Frauenbewegung ausführlich erörtert. Eine interkulturelle Perspektive soll den eurozentristischen Blick problematisieren und die Bedeutung von Theorien und Denkströmungen aus anderen kulturellen, historischen und geopolitischen Kontexten thematisieren. Danach wird zu erörtern sein, was die Spezifika feministischer Philosophie sind, wobei auf andere feministische Theoriegebiete verwiesen wird.
Gleichzeitig gilt es die verschiedenen Muster feministischer Philosophie (liberal, marxistisch, radikal) herauszuarbeiten, um eine grobe Orientierung in der Pluralität der Theorieansätze zu ermöglichen.
Der zweite Komplex dient der Aufarbeitung der Philosophinnen in der Geschichte, der historisch-kritischen Auseinandersetzung mit der traditionellen Philosophiegeschichte, indem in einem „Streifzug durch die Geschichte der Philosophie” von der Antike bis in die Moderne auf ausgewählte Philosophinnen und ihre Texte eingegangen wird. Gleichzeitig wird dabei eine spezifische Betrachtung der Geschichte und der Geschichte der Philosophie unter dem Gesichtspunkt, der Kategorie des „Guten Lebens” vorgestellt.

Nach diesem anspruchsvollen Ritt durch die Geschichte werden verschiedene feministische Theorien und Debatten problematisiert (Feministische Ethik, Feministische Wissenschaftstheorie, feministische Ökonomie und Ökofeminismus mit ihren Debatten über die zwei Moralen (Gilligan), die Geschlechterdifferenz (Irigaray und andere), die Debatte über Geschlecht und Geschlechtsidentität (Benhabib/Buttler)). Des Weiteren werden feministische Theorien aus Afrika, Asien und Lateinamerika angesprochen. 
Der abschließende 4. Komplex gibt einen Blick auf die aktuellen feministischen Debatten (Care-Revolution, Pluralisierung von Geschlecht, Prostitutionsdebatte, Sexismus und Rassismus, METOO) und ihre Bedeutung für die Zukunftsdebatten der Weltgesellschaft und der Philosophie.
Medienformen und technische Anforderungen bei Lehr- und Abschlussleistungen in elektronischer Form

Powerpoint, Poster, Tafel

Literatur

Wird in der Veranstaltung bekanntgegeben

Lehrevaluation
Spezifik Referenzmodul
ModulnameEinführung in die feministische Philosophie
Prüfungsnummer6700149
Leistungspunkte2
SWS2
Präsenzstudium (h)22.5
Selbststudium (h)37.5
VerpflichtungWahlmodul
Abschlussalternative Studienleistung
Details zum Abschluss

Klausur

Alternative Abschlussform aufgrund verordneter Corona-Maßnahmen inkl. technischer Voraussetzungen
Anmeldemodalitäten für alternative PL oder SL
max. Teilnehmerzahl30
Spezifik im Studiengang Bachelor Wirtschaftsinformatik 2013, Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen 2013 (MB), Bachelor Fahrzeugtechnik 2013, Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen 2013 (ET), Bachelor Technische Kybernetik und Systemtheorie 2013, Bachelor Medienwirtschaft 2013, Bachelor Informatik 2013, Bachelor Biomedizinische Technik 2013, Bachelor Optische Systemtechnik/Optronik 2013, Bachelor Maschinenbau 2013, Bachelor Elektrotechnik und Informationstechnik 2013, Bachelor Ingenieurinformatik 2013, Bachelor Mechatronik 2013, Bachelor Mathematik 2013, Master Technische Kybernetik und Systemtheorie 2014, Bachelor Biomedizinische Technik 2014, Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen 2015 (ET), Bachelor Medienwirtschaft 2015, Bachelor Wirtschaftsinformatik 2015, Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen 2015 (MB), Master Biotechnische Chemie 2016, Diplom Maschinenbau 2017, Master Biotechnische Chemie 2020
ModulnameEinführung in die feministische Philosophie
Prüfungsnummer6700149
Leistungspunkte2
Präsenzstudium (h)22
Selbststudium (h)38
VerpflichtungWahlmodul
Abschlussalternative Studienleistung
Details zum Abschluss

Klausur

Alternative Abschlussform aufgrund verordneter Corona-Maßnahmen inkl. technischer Voraussetzungen
Anmeldemodalitäten für alternative PL oder SL
max. Teilnehmerzahl30