Technische Universität Ilmenau

Zuverlässigkeitstheorie - Interaktive Studienpläne der TU Ilmenau

Die Interaktiven Studienpläne sind ein Informationsangebot zu den Studiengängen der TU Ilmenau.

Die rechtsverbindlichen Studienpläne entnehmen Sie bitte den jeweiligen Studien- und Prüfungsordnungen (Anlage Studienplan).

Alle Angaben zu geplanten Lehrveranstaltungen finden Sie im elektronischen Vorlesungsverzeichnis.

Bitte beachten Sie, dass auf dieser Seite keine Aktualisierungen mehr vorgenommen werden. Alle Module und Studienpläne ab der PO-Version 2021 (Bachelor- und Master-Studiengänge) sind ab sofort im Campus-Portal erreichbar.

Modulinformationen zu Zuverlässigkeitstheorie im Studiengang Master Elektrotechnik und Informationstechnik 2021
Modulnummer200490
Prüfungsnummer2100818
FakultätFakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Fachgebietsnummer 2115 (Kommunikationsnetze)
Modulverantwortliche(r)Prof. Dr. Jochen Seitz
TurnusWintersemester
SpracheDeutsch
Leistungspunkte5
Präsenzstudium (h)34
Selbststudium (h)116
VerpflichtungWahlmodul
Abschlussmündliche Prüfungsleistung, 30 Minuten
Details zum Abschluss
Link zum Moodle-Kurs
LehrendeProf. Dr. Seitz, Jochen
Anmeldemodalitäten für alternative PL oder SL
max. Teilnehmerzahl
Vorkenntnisse

Mathematik: Stochastik

Lernergebnisse und erworbene Kompetenzen

Aus dem heutigen Leben sind technische Systeme nicht mehr wegzudenken. Man geht einfach davon aus, dass diese jederzeit nutzbar sind und beliebig lange funktionieren. Jeder hat aber schon einmal die Erfahrung machen müssen, dass dies nur eine Idealvorstellung ist. Daher wünscht man sich Mechanismen, um die Zuverlässigkeit von technischen Geräten abschätzen zu können. Diese sind Gegenstand dieses Teils der Vorlesung.

Studierende kennen nach der Vorlesung und dazu gehörigen Übungen die wahrscheinlichkeitstheoretischen Grundlagen zur Angabe der Zuverlässigkeit von technischen Systemen und können diese dann auch anwenden. Sie kennen die wichtigsten Charakterstika der Zuverlässigkeit und wissen, wie diese bestimmt werden. Darüber hinaus beherrschen die Studierenden nach der Vorlesung Verfahren zur Berechnung der Zuverlässigkeit von Systemen, in denen einzelne Komponenten redundant ausgelegt sind, und verstehen Aussagen zur Verfügbarkeit von reparier- beziehungsweise wartbaren Systemen.

Inhalt

1.    Einführung

1.1.    Der Begriff "Zuverlässigkeit"

1.2.    Entwicklung der Zuverlässigkeitssicherung

1.3.    Zuverlässigkeitsuntersuchungen

1.4.    Fallbeispiele

2.    Grundlegende Konzepte und Terminologie

2.1.    Wichtige Begriffe

2.2.    Attribute der Zuverlässigkeit

2.3.    Zusammenhänge

2.4.    Spezifikation als Basis für Zuverlässigkeit

3.    Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung

3.1.    Einführung in die Wahrscheinlichkeitsrechnung

3.2.    Verbundwahrscheinlichkeit

3.3.    Bedingte Wahrscheinlichkeit

3.4.    Kenngrößen der Wahrscheinlichkeitsrechnung

3.4.1.Zufallsvariable
3.4.2.Mittelwert / Erwartungswert
3.4.3.Quadratischer Mittelwert
3.4.4.Mittlere quadratische Abweichung

3.5.    Beispielhafte Verteilungsfunktionen

3.5.1.Binomialverteilung
3.5.2.Poissonverteilung
3.5.3.Normalverteilung
3.5.4.Exponentialverteilung
3.5.5.Gammaverteilung
3.5.6.Weibullverteilung

4.    Zuverlässigkeit einer Einzelkomponente

4.1.    Kenngrößen der Zuverlässigkeit

4.1.1.Überlebenswahrscheinlichkeit
4.1.2.Ausfallwahrscheinlichkeit
4.1.3.Ausfalldichte
4.1.4.Ausfallrate

4.2.    Mathematische Modellierung der Zuverlässigkeit

4.2.1.Empirische Verteilungsfunktion
4.2.2.Ermittlung von Funktionsparametern

4.2.2.1.             Graphische Schätzung
4.2.2.2.             Punktschätzung
4.2.2.3.             Intervallschätzung

5.    Zuverlässigkeit von Systemen

5.1.    Zuverlässigkeitsersatzschaltbild

5.2.    Systeme ohne Redundanz

5.3.    Systeme mit Redundanz

5.3.1.Arten der Redundanz
5.3.2.Reine Parallelstrukturen
5.3.3.Kombinierte Serien-/Parallelstrukturen

5.3.3.1.             Methode des Schlüsselelements
5.3.3.2.             Methode des Zustandsraums
5.3.3.3.             Methode der erfolgreichen Pfade

5.3.4.Systeme mit Elementen mit mehr als einer Ausfallart
5.3.5.Allgemeine Parallelstrukturen
5.3.6.Beispielhafter Vergleich

6.    Reparierbare Systeme

6.1.    Kenngrößen reparierbarer Systeme

6.2.    Instandhaltungskonzepte

6.3.    Berechnungsansätze

6.3.1.Mittlere Reparaturzeit
6.3.2.Instandhaltbarkeit
6.3.3.Ersatzteilbevorratung
6.3.4.Erneuerungsprozess
6.3.5.Asymptotischer Prozess
6.3.6.Alternierender Prozess

6.3.6.1.             Punktverfügbarkeit
6.3.6.2.             Dauerverfügbarkeit
6.3.6.3.             Intervallverfügbarkeit

7.    Software-Zuverlässigkeit

7.1.    Einführung in die Software-Zuverlässigkeit

7.2.    Lebenslaufphasen

7.3.    Aspekte der Software-Qualität

7.4.    Entdeckung und Vermeidung von Software-Fehlern

7.5.    Software Reliability Engineering

7.5.1.Recovery Block Verfahren
7.5.2.N-Version Programming
7.5.3.Gegenüberstellung

Medienformen und technische Anforderungen bei Lehr- und Abschlussleistungen in elektronischer Form

Tafelanschrieb

Overhead-Folien

Übungsaufgaben für Seminar

Liste mit Kontrollfragen zur Prüfungsvorbereitung

Literatur
A. Birolini, Zuverlässigkeit von Geräten und Systemen.
Berlin; Heidelberg; New York: Springer, 1997. 
I. Bazovsky, Reliability Theory and Practice. Mineola, New
York: Dover Publications Inc., 2004.

A. Birolini, Reliability Engineering: Theory and Practice, 8th
edition. Berlin; Heidelberg: Springer, 2017.
G. W. A. Dummer, M. H. Tooley, and R. C. Winton, En Elementary
Guide to Reliability
, 5th ed. Oxford: Butterworth Heinemann, 1997.
S. Eberlin and B. Hock, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit
technischer Systeme
. Wiesbaden: Springer Vieweg, 2014.

A. Meyna and B. Pauli, Taschenbuch der Zuverlässigkeitstechnik.
München; Wien: Hanser Fachbuchverlag, 2010.
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