Grundlagen des Strahlenschutzes - Interaktive Studienpläne der TU Ilmenau
Die Interaktiven Studienpläne sind ein Informationsangebot zu den Studiengängen der TU Ilmenau.
Die rechtsverbindlichen Studienpläne entnehmen Sie bitte den jeweiligen Studien- und Prüfungsordnungen (Anlage Studienplan).
Alle Angaben zu geplanten Lehrveranstaltungen finden Sie im elektronischen Vorlesungsverzeichnis.
Bitte beachten Sie, dass auf dieser Seite keine Aktualisierungen mehr vorgenommen werden. Alle Module und Studienpläne ab der PO-Version 2021 (Bachelor- und Master-Studiengänge) sind ab sofort im Campus-Portal erreichbar.
| Modulinformationen zu Grundlagen des Strahlenschutzes im Studiengang Master Technische Physik 2023 | |
|---|---|
| Modulnummer | 200704 |
| Prüfungsnummer | 2200837 |
| Fakultät | Fakultät für Informatik und Automatisierung |
| Fachgebietsnummer | 2221 (Biomedizinische Technik) |
| Modulverantwortliche(r) | Dr. Dunja Jannek |
| Turnus | Sommersemester |
| Sprache | Deutsch |
| Leistungspunkte | 3 |
| Präsenzstudium (h) | 22 |
| Selbststudium (h) | 68 |
| Verpflichtung | Wahlmodul |
| Abschluss | alternative Studienleistung |
| Details zum Abschluss | Die Note der Studienleistung ergibt sich aus: - mündliches Gespräch, 20 Minuten (Wichtung 75%) - schriftliche Ausarbeitung (12,5 %) - Präsentation (12,5 %) |
| Link zum Moodle-Kurs | https://moodle.tu-ilmenau.de/enrol/index.php?id=2839 |
| Lehrende | Dr.-Ing. Dunja Jannek |
| Anmeldemodalitäten für alternative PL oder SL | Dieses Modul enthält mindestens eine alternative semesterbegleitende Abschlussleistung. Bitte beachten Sie, dass diese in der Regel schon zu Beginn des Semesters, in dem diese angeboten wird, angemeldet werden muss. This module contains at least one alternative exam part. Please note that this must usually be registered at the beginning of the semester in which it is offered. |
| max. Teilnehmerzahl | |
| Vorkenntnisse | Physik, Grundlagen der elektrischen Messtechnik, Strahlenbiologie/Medizinische Strahlenphysik |
| Lernergebnisse und erworbene Kompetenzen |
Fachkompetenz: Die Studierenden verstehen den Zusammenhang zwischen Nutzen und Risiko von Strahlenanwendungen. Sie beherrschen den administrativen Rahmen zur Strahlenanwendung und sind sich der verschiedenen Einflussfaktoren auf die Dosis bewusst.
Methodenkompetenz: Die Studierenden sind in der Lage, Strahlenanwendungen im komplexen Zusammenhang von Aufwand, Nutzen und Risiko bei der Anwendung am Menschen und bei der Produktion materieller Güter bzw. in Dienstleistungsprozessen zu bewerten. Dazu können sie an einer ausgewählten realen Aufgabe die Anforderungen an den Strahlenschutz definieren, mit Rechnungen und Messungen validieren und in den rechtlichen Rahmen einordnen.
Systemkompetenz: Die Studierenden verstehen den Strahlenschutz als komplexes multidisziplinäres System zum Erkennen und Bewerten von und zum Schutz vor Strahlenwirkungen beim Menschen, anderen Lebewesen, in der Umwelt und an Sachgütern.
Sozialkompetenz: Durch die Vorlesungen sind sich die Studierenden der vielschichtigen Herangehensweise an die Aspekte des Strahlenschutzes bewusst. Mit den erworbenen Kenntnissen sind sie so in der Lage, sich der fachspezifischen Diskussion interessiert zu stellen, Fragen zu beantworten und ihre Position klar zu kommunizieren. Dabei lernen sie, unterschiedliche Meinungen und Auffassungen zum Einsatz ionisierender Strahlung zu akzeptieren und sich selbst zu hinterfragen. Speziell in einer Gruppenübung erlernen sie, die Spezifik des Strahlenschutzes an einer komplexen Fragestellung in der Gruppe zu analysieren, Lösungsansätze klar zu formulieren und nach außen zu kommunizieren und zu diskutieren. |
| Inhalt |
Strahlenexposition des Menschen: Expositionswege und -quellen; Natürliche Exposition; Zivilisatorische Erhöhung der Exposition aus natürlichen Quellen; Zivilisatorische Exposition - Überblick, Medizinische Exposition.
Strahlenwirkung, Strahlenrisiko Biologische Strahlenwirkungen, Überblick; Zielstellungen des Strahlenschutzes; Risiko; Risiko stochastischer Strahlenwirkungen; Risikofaktoren; Begründung des Basisgrenzwertes.
Strahlenschutzmesstechnik Messaufgaben; Aktivität, Nuklididentifikation; Strahlenschutzdosimetrie - Körperdosisgrößen, Energiedosis, Organenergiedosis, Organäquivalentdosis, Effektive Dosis; Dosismessgrößen - Konzept, Mess-Äquivalentdosis, Ortsdosisgrößen, Personendosisgrößen; Dosimetrie bei äußerer Exposition - Arten, Möglichkeiten, Anforderungen, Dosimeterfilm, Gleitschattendosimeter, OSL-Dosimeter, TLD-Dosimeter; Dosimetrie bei innerer Exposition - offene Strahlenquellen, Expositionswege, Problemstellung, Einflussgrößen, Inkorporierte und kumulierte Aktivität, Effektive Folgedosis, Berechnung Organäquivalent- und Effektiver Dosis. Grundsätze des Strahlenschutz Ableitung aus den Zielstellungen; Rechtfertigung; Minimierung; Begrenzung.
Grundlagen des Strahlenschutzrechtes Geschichtliches; Rechtsgrundsatz; Normenpyramide; Internationale Grundlagen; Struktur und Organisation in Deutschland; Gesetze; Verordnungen, Geltungsbereiche, Verantwortung. Gesetze - Strahlenschutzgesetz.
Strahlenschutzverordnung neu Bezug zu den bisherigen Verordnungen; Synopse.
Strahlenschutztechnik Aufgaben, Arten; Einflüsse auf Dosis und Dosisleistung; Strahlenschutztechnik bei äußerer Exposition; Strahlenschutztechnik bei innerer Exposition; Prüfung, Bewertung der Schutzwirkung.
Überwachung und Kontrolle Überblick; Notwendigkeit, Umfang.
Störfälle, Notfälle und Vorkommnisse Begriffe, Beispiele; Maßnahmen; Strahlenexposition bei Hilfeleistungen; Meldepflicht; Vorbereitung der Brandbekämpfung |
| Medienformen und technische Anforderungen bei Lehr- und Abschlussleistungen in elektronischer Form | Tafel, Mitschriften, Arbeitsblätter, Computergestützte Präsentation, Übungsaufgaben
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| Literatur |
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| Lehrevaluation | |

