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FG Blitz- und Überspannungsschutz



Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Michael Rock

Fachgebietsleiter

Telefon +49 3677 69-2866

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INHALTE

FG Blitz- und Überspannungsschutz

Das über eine Stiftungsprofessur im April 2011 neu aufgestellte Fachgebiet „Blitz- und Überspannungsschutz“ ging aus der traditionell engen Kooperation zwischen der Technischen Universität Ilmenau und dem Unternehmen „DEHN + SÖHNE GmbH + Co. KG, Neumarkt/OPf.“ hervor. Am 3. August 2011 nahm das Fachgebiet offiziell seine Tätigkeit mit der Berufung von Herrn Dr.-Ing. Michael Rock auf.

Motivation:

Das alltägliche Leben wird immer umfassender durch elektrische Systeme, Einrichtungen und Geräte bestimmt. Zugleich steigt auch der Grad der Vernetzung der einzelnen Geräte und Einrichtungen untereinander, sei es auf der Basis der elektrischen Energieversorgung oder aber für den Austausch von Daten und Informationen. Dies gilt sowohl für komplexe Prozesse in industriellen Anlagen als auch für die einzelnen Endverbraucher im gewerblichen Bereich und in den privaten Haushalten. Mit den neuen Konzepten (regenerative Energieerzeugung, E-Cars,  intelligentes Haus, Smart Grid) wird die Komplexität der Energie- und Datennetze weiter zunehmen. Daneben ist auf Grund der globalen Erderwärmung von einer steigenden Gewitterintensität auszugehen, wodurch die Wahrscheinlichkeit von Blitzschäden und der Schadensumfang ansteigen werden.

Insbesondere transiente Störgrößen gehen in ihrer massivsten Ausprägung von Blitzeinwirkungen aus, können aber mit geringerer Stärke auch von Vorgängen in benachbarten elektrischen Betriebsmitteln herrühren. Bei Blitzentladungen kommen die direkten thermischen, mechanischen und elektrischen Einwirkungen hinzu, welche unmittelbar Schäden an baulichen Anlagen, an Einrichtungen zur Energie- und Informationsübertragung und auch Gefährdungen von Menschen hervorrufen können.

Zur Reduzierung der Schäden und Gefährdungen sollen daher Schutzeinrichtungen und Schutzkonzepte gegen direkte Blitzeinwirkungen sowie gegen leitungs- und feldgebundene Störgrößen weiter entwickelt und leistungsfähiger gemacht werden.

Forschungsschwerpunkte:

Das Fachgebiet macht es sich im Rahmen der Forschungstätigkeit zur Aufgabe, die Schutzwirkung von vorhandenen Konzepten und Schutzeinrichtungen zu untersuchen und Grundlagen für neue Schutzlösungen zu entwickeln.

  • Grundlagenforschung zu und Weiterentwicklung von Überspannungsschutzgeräten (auf Basis von Funkenstrecken, nichtlinearer spannungsabhängiger Widerstände und leistungselektronischen Bauelementen)
  • Überspannungsschutzgeräte für Gleichstrom-(DC)-Systeme (Elektroenergieerzeugung, Gleichspannungsübertragung im Nieder- und Hochspannungsbereich, dezentrale DC-Netze)
  • Erzeugung reproduzierbarer Ströme mit Impulsstromanlagen für Grundlagenuntersuchungen sowie zur Überprüfung von Schutzeinrichtungen und Schutzkonzepten
  • Simulation transienter Vorgänge in elektrischen Netzwerken

Lehre:

Neben einem breiten Angebot an praxisorientierten Bachelor- und Masterarbeiten übernimmt das Fachgebiet verschiedene Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminare und Praktika) im Rahmen der Ausbildung von Studierenden der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik. Darunter zählen insbesondere Lehrangebote zu den Themen Blitz- und Überspannungsschutz sowie transiente Vorgänge in elektrischen Anlagen.