Gute Nachrichten für alle, die umweltfreundlich unterwegs sein wollen: Die studentische Fahrradwerkstatt „Wunderrad“ auf dem Campus der TU Ilmenau ist wieder geöffnet – und das mit großem Andrang direkt zum Start.
Schon am ersten Tag der Wiedereröffnung am 9. April zeigte sich, wie groß der Bedarf ist: Zahlreiche Studierende nutzten direkt im Anschluss an den offiziellen Startschuss die Gelegenheit, ihre Fahrräder zu reparieren und mit Unterstützung des „Wunderrad“-Teams fit für den Alltag zu machen.
Auch Fabian de Planque, Hauptverantwortlicher im Organisationsteam der Fahrradwerkstatt, freut sich über den gelungenen Neustart, der nur dank Förderung des Bundesumweltministeriums, des Ilm-Kreises und des Studierendenwerks Thüringen, großer Solidarität inner- und außeruniversitärer Partner, allen voran der Vereine auf dem Campus, lokaler Unternehmen und der Fahrradwerkstätten in Arnstadt und Erfurt, und vieler einzelner helfender Hände möglich war.
„Viele Studierende sind auf das Fahrrad angewiesen. Entsprechend haben wir hier fast immer ‚volles Haus‘, und viele konnten es kaum erwarten, dass wir nach anderthalb Jahren Pause unsere Türen wieder öffnen.“
Als das alte Gebäude im Februar 2025 im Zuge der Sanierung von Haus B abgerissen wurde, stellte das Studierendenwerk Thüringen der Werkstatt einen alten Fahrradschuppen und die Universität ein Zwischenlager zur Verfügung. Danach begann die Arbeit, so Fabian:
„Mehr als ein Jahr lang haben wir entrümpelt, gebastelt, gewerkelt und geschraubt.“
Das Ergebnis: Die neue „Wunderrad“-Werkstatt in Sichtweite der Mensaterrasse ist nicht nur sieben Quadratmeter größer als die alte, sondern dank zweier befreundeter Street Art-Künstler aus Ilmenau und Hamburg auch optisch ein Hingucker.
Dabei blickt die Fahrradwerkstatt an der TU Ilmenau bereits auf eine lange Geschichte zurück. Entstanden 2009 aus einer Initiative des Studierendenrats, tat sich die Werkstatt 2015 mit der Ilmenauer Regionalgruppe des Ingenieure ohne Grenzen e.V. zusammen – und öffnet seitdem immer donnerstags nachmittags ihre Türen – nunmehr unter dem neuen Namen »Wunderrad« mit eigenem Logo. Sie versteht sich als niedrigschwelliges Angebot. Egal ob platter Reifen, quietschende Bremse oder fehlende Teile: Mit Unterstützung vor Ort können kleinere Reparaturen selbst durchgeführt oder gemeinsam gelöst werden. Selbst vor komplizierteren und aufwendigeren Reparaturen schreckt das Team nicht zurück – die Werkstattausstattung ist umfangreich und wird abhängig von den Bedarfen stetig erweitert.
Das stärkt nicht nur die Selbsthilfe, sondern auch die nachhaltige Mobilität auf dem Campus – und macht den Umstieg aufs Fahrrad noch einfacher. Ein Besuch lohnt sich auch, wenn das eigene Fahrrad nach der Winterpause wieder einsatzbereit gemacht werden soll.
Die neuen Öffnungszeiten der Fahrradwerkstatt sind die alten: jeden Donnerstag von 17 bis 20 Uhr.
Einen Einblick in die Fahrradwerkstatt und ihre Wiedereröffnung gibt es auf dem Wunderrad-Instagramkanal @wunderrad und im Beitrag von Radio hsf.