Was passiert, wenn Technik, Kreativität und Teamgeist aufeinandertreffen? Die Antwort darauf gab es am 25. Januar 2025 bei der First LEGO League Challenge an der Technischen Universität Ilmenau. Unter dem Motto „Submerged – Der Ozean ist mehr als das, was du am Horizont sehen kannst“ führte der weltweit organisierte Konstruktions- und Forschungswettbewerb, ausgerichtet von Hands on Technology e.V., zum vierten Mal zahlreiche robotikbegeisterte Jugendliche an die Universität – und in die faszinierende Welt der Tiefsee.
„3-2-1 Lego!“ hieß es für acht Teams aus Kronach, Ilmenau, Neustadt an der Orla, Jena, Oberweißbach, Gemünden am Main und Haubinda, die beim Regionalwettbewerb First LEGO League Challenge an der TU Ilmenau gegeneinander antraten. Seit August 2024 hatten sich die 9- bis 16-Jährigen intensiv auf den Wettbewerb vorbereitet und autonome Lego-Roboter entwickelt, die beim Herzstück der Challenge, dem Robotgame, komplexe Aufgaben lösen mussten – und das möglichst schnell und fehlerfrei. Zweieinhalb Minuten flitzten sie über ein knapp vier Meter langes Spielfeld, um Wale zu füttern, ein Korallenriff zu restaurieren, Meeresproben zu sammeln oder einen Schatz zu bergen.
Anschließend präsentierten die Teams einer Jury aus Studierenden und Mitarbeitenden der TU Ilmenau sowie Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft die Ergebnisse einer weiteren Aufgabe, die es im Vorfeld zu lösen galt – innovative Lösungen für Herausforderungen, mit denen Meeresforschende konfrontiert sind: Von künstlicher Intelligenz (KI) im Unterwasserbereich über autonome Unterwasserfahrzeuge bis hin zu Lernspielen reichten die Ideen der kreativen Köpfe. Dabei lernten sie nicht nur viel über das Leben im Meer, sondern beschäftigten sich auch mit der Frage, wie sich das Verhalten der Menschen auf die Gesundheit der Meere auswirkt.
Spielerisch MINT-Kompetenzen fördern
„Neben dem besten Ergebnis im Robotgame, dem Preis für das innovativste Roboterdesign und der besten Forschungspräsentation steht bei der First LEGO League Challenge immer auch der Spaß im Vordergrund“, erklärt Jenny Gramsch vom Schülerforschungszentrum an der TU Ilmenau:
Es ist immer wieder toll zu sehen, wie die jungen Talente gemeinsam an ihren Robotern tüfteln, ihr Wissen teilen, voneinander lernen und sich inspirieren lassen: ie sie angespannt, neugierig und mit spielerischem Ehrgeiz ihre Roboter steuern, sich ernsthaft mit wichtigen gesellschaftlichen Fragen beschäftigen und ihre Forschungsergebnisse präsentieren.
Bewertet werden am Ende deshalb außer den MINT-Kompetenzen der Teams auch die sechs Grundwerte des Wettbewerbs: Teamwork, Inklusion, Wirkung, Entdeckung, Innovation und Spaß.
In der Gesamtwertung standen am Ende die RoboFreaks aus Kronach und das Team GGI R2D2 der Goetheschule Ilmenau auf dem Siegertreppchen. Beide Teams qualifizierten sich damit für die nächste Wettbewerbsrunde in Regensburg.
Zusätzliche Highlights waren in diesem Jahr die Lego-Ausstellung der Ilmbricks und ein Lego-Mitmachbauwettbewerb für Familien. Jenny Gramsch:
Ein besonderer Dank gilt den Firmen und Initiativen, die die Veranstaltung tatkräftig unterstützt haben. Dank der professionellen Unterstützung durch den FEM e.V. und Christian Koch von Treetop wurde die Veranstaltung per Livestream übertragen und erreichte so ein breites Publikum.
Die Gewinnerteams
- Champion-Pokal
- Platz 1: RoboFreaks aus Kronach
- Platz 2: GGI R2D2 (Goetheschule Ilmenau)
- Platz 3: Team wall-e-bots (Neustadt an der Orla)
- Qualifikation für Regensburg: RoboFreaks (Kronach) und GGI R2D2 (Goetheschule Ilmenau)
- Kategorie Forschung: Team ORCHIboter (Ilmenau)
- Kategorie Roboterdesign: Team Wall-e-bots (Neustadt an der Orla)
- Kategorie Grundwerte: Team Plastikbots (Gemünden am Main)
Lust bekommen, dabei zu sein?
Wer selbst Teil dieser spannenden Veranstaltung werden möchte, kann sich beim Schülerforschungszentrum Ilmenau unter sfz@tu-ilmenau.de melden.