Campus

Teamgeist, Tüftelkunst und Theorie: Triphysikalisches Turnier geht in die zweite Runde

Die TU Ilmenau lud Ende Oktober zum zweiten Triphysikalischen Turnier – und Physiker*innen aus Halle, Jena und Ilmenau folgten ihrem Ruf. Nach dem erfolgreichen Auftakt 2024 in Jena trafen sich Studierende und Lehrende im Faradaybau, um sich miteinander in Wissen und Geschicklichkeit zu messen. Veranstaltet wurde der Wettbewerb auch diesmal von den Regionalgruppen Halle, Jena und Ilmenau der jungen Deutschen Physikalischen Gesellschaft (jDPG).

Junge Menschen stehen um einen Tisch mit Murmelbahn Bernward Lauterbach
Eine Murmelbahn zu bauen, die möglichst genau eine vorgegebene Zeit läuft: Auch das gehörte zu den kniffligen Aufgaben des Triphysikalischen Turniers an der TU Ilmenau.

Die Kulisse für das Turnier hätte kaum passender sein können: der gemütliche Aufenthaltsraum im obersten Stockwerk des Faradaybaus, mit weitem Blick über Ilmenau und der perfekten Mischung aus Wettkampf- und Wohnzimmeratmosphäre. Für jede Universität trat ein vierköpfiges Team an. Dabei mussten die Studierenden nicht auf sich allein gestellt für den Ruhm ihrer Universität kämpfen, sondern bekamen tatkräftige Unterstützung durch ihre Profs1: Matthias Maiberger und Rouven Dreyer reisten zusammen mit den Studierenden aus Halle an, um ihr Team zu stärken. Martin Gärttner ging für Jena an den Start, und Anke Sander und Marcus Bose unterstützten das Team aus Ilmenau. Insgesamt kamen 31 Gäste zum Turnier. Wer gerade nicht für sein Team spielte, konnte von den Rängen mitfiebern und anfeuern.

Das Turnier gliederte sich in drei Disziplinen. Los ging es mit der Kategorie „Wahrsagen“, in der Quizfragen und Bilderrätsel auf die Teilnehmenden warteten. Hier mussten die Teilnehmenden sowohl physikalisches als auch allgemeines Wissen unter Beweis stellen – und manchmal auch einfach geschickt raten.

Nach einer kurzen Kaffeepause stellten sich die Teams in der nächsten Runde Herausforderungen in der augenzwinkernd “Verteidigung gegen die dunklen darstellenden Künste“ genannten Kategorie. Zunächst waren die Profs gefragt mit einem Tafeldiktat, bei dem neben Korrektheit auch die Schönheit des Schriftbildes durch eine Jury aus dem Publikum bewertet wurde. Danach traten wieder die vollständigen Teams an für eine Runde Pantomime.

Im letzten Teil des Turniers, diesmal unter dem Motto “Verwandlung”, waren handwerkliches Geschick und Kreativität entscheidend. Im ersten Spiel dieses Abschnitts mussten die Teams zwei Murmelbahnen bauen: eine, die so lange läuft wie möglich, und eine weitere, die möglichst genau eine vorgegebene Zeit läuft — ohne das vorher testen zu können. Im letzten Spiel des Abends galt es schließlich, aus nur wenigen Bastelmaterialien ein Fluggerät zu bauen, das möglichst lange Zeit in der Luft bleiben konnte.

Nach dreieinhalb spannenden Stunden stand der Sieger fest: Ilmenau hatte sich an die Spitze gekämpft und dort behauptet, somit bleibt der Triphysikalische Wanderpokal bis zum nächsten Turnier bei den Gastgebern.

Ganz im freundschaftlichen Geist des Wettkampfs, gab es im Anschluss an das Turnier noch einen Grillabend, gesponsert durch den Verein “Freunde und Förderer der Naturwissenschaften in Ilmenau”. In entspannter Atmosphäre nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und den Abend in freundschaftlicher Stimmung ausklingen zu lassen – ganz im Sinne des sportlichen und wissenschaftlichen Geists, der das Triphysikalische Turnier auszeichnet.

--

1 “Profs” steht im jDPG Sprachgebrauch für “professionals”, und ist ein inklusiver Term, der alle Mitarbeitenden in der Lehre umfasst, nicht bloß solche mit einem formalen Titel.

Kontakt

Noah Stiehm

Fachgebiet Technische Physik I