Wo die Mobilität der Zukunft vorbereitet wird, am Thüringer Innovationszentrum Mobilität (ThIMo) der TU Ilmenau, durften Vertreter der Technischen Universität Ilmenau und der Stadt Ilmenau am 4. August den Thüringer Minister für Digitales und Infrastruktur (TMDI), Steffen Schütz, und seine Staatssekretärin, Milen Starke, begrüßen. Im Rahmen ihrer Sommertour unter dem Motto „Sie bestimmen, wo’s lang geht“ informierten sie sich zu den aktuellen Überlegungen, automatisiertes und vernetztes Fahren in Thüringen in den Regelbetrieb zu überführen.
Modellregion für das autonome Fahren: Thüringer Minister Steffen Schütz zu Besuch am Thüringer Innovationszentrum Mobilität
Im Mittelpunkt der Gespräche mit dem ThIMo-Direktor Prof. Matthias Hein, Ilmenaus Oberbürgermeister Dr. Daniel Schultheiß und Sarah Höring, Geschäftsführerin der IOV Omnibusverkehr Gmbh Ilmenau: thüringenweit einzigartige innovative Technologien und Konzepte für sichere, klimaschonende, automatisierte und vernetzte Fahrzeuge sowie nachhaltige und sozial gerechte Mobilitätslösungen für ländlich geprägte Räume.
Dass Thüringer Mobilität, wie in den Leitbildern des Freistaates beschrieben, nicht nur leistungsfähig, sondern auch gut vernetzt ist, konnten Steffen Schütz und Milen Starke bei einer Erprobungsfahrt mit dem nach Level 4 hochautomatisierten Forschungsfahrzeug P:Mover in einem anspruchsvollen innerstädtischen Betriebsbereich und Demonstrationen der digitalen Straßeninfrastruktur im Reallabor Ilmenau und der Mobilitätsstation Ilmenauer Busbahnhof hautnah erleben.
Mit dem automatisierten „P:Mover“ hat das ThIMo mit seinen F&E-Partnern Thüringen optimal auf eine bundesweite Modellregion für das autonome Fahren vorbereitet. Unsere Unterstützung ist gewiss
so der Minister im Anschluss an seinen Besuch.
Das Projekt bildet den Schwerpunkt einer ganzen Projektfamilie, in der das ThIMo gemeinsam mit der Stadt, dem Ilm-Kreis sowie weiteren Thüringer Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und weiteren Kommunen innovative Mobilitätslösungen für ländlich geprägte Räume entwickelt. Prof. Hein:
Thüringen bietet das beste Startkapital, unsere Erfahrungen in Forschungs- und Reallaboren in praxisnahe Anwendungen des automatisierten und vernetzten Fahrens zu bringen. Mit einer entschlossenen Landesregierung können wir viel bewegen. Heute besser denn je.
In dem TMDI angesiedelten Thüringer Mobilitätsnetzwerk läuft derzeit ein Leitprojekt, in dem drei Thüringer Hochschulen, die Technische Universität Ilmenau, die FH Erfurt und die Bauhaus-Universität Weimar, gemeinsam Konzepte für Mobilitätsstationen an Umstiegsknoten des integralen Taktfahrplans ITF Thüringen im ländlichen Raum erarbeiten. Bei einer Vorstellung des Projekts konnten sich Minister und Staatssekretärin einen Eindruck davon verschaffen, wie auch an infrastrukturfernen Haltestellen eine praxisnahe und nutzerfreundliche Umgestaltung in Mobilitätsstationen möglich wird, die Freude daran weckt, vom Auto in den Bus umzusteigen – vielleicht bald sogar ohne Fahrer.
"Mobilität in allen Facetten spielt in Ilmenau seit jeher eine große Rolle. Zum klassischen ÖPNV-Angebot haben wir in diesem Jahr mit dem Bürgerbus und Carsharing-Stationen zwei weitere Bausteine hinzufügen können, um unseren Bürgerinnen und Bürgern den Alltag zu erleichtern", sagte Ilmenaus Oberbürgermeister Daniel Schultheiß:
Was die Region Ilmenau aber über diese unterschiedlichen praxistauglichen Anwendungen hinaus auszeichnet, ist das enorme Engagement der Technischen Universität bei der Erforschung der Mobilität der Zukunft.
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Prof. Matthias Hein
Direktor Thüringer Innovationszentrum Mobilität (ThIMo)