Maximilian Schima, Doktorand im Fachgebiet Elektrische Geräte und Anlagen der TU Ilmenau, hat den renommierten Paul & Dee-Dee Slade Young Investigators Award 2024 erhalten. Mit seiner experimentellen Forschung zur Löschung von Lichtbögen überzeugte er die Jury bei einer der wichtigsten internationalen Konferenzen auf diesem Forschungsgebiet.
Doktorand der TU Ilmenau als bester junger Wissenschaftler auf seinem Forschungsgebiet ausgezeichnet
M. Sc. Maximilian Schima, Doktorand im Fachgebiet Elektrische Geräte und Anlagen der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik an der Technischen Universität Ilmenau, wurde mit dem Paul & Dee-Dee Slade Young Investigators Award 2024 ausgezeichnet. Die Verleihung fand im Rahmen der 32nd International Conference on Electrical Contacts (ICEC) und der 69th IEEE Holm Conference am 9. Oktober 2024 in Annapolis, USA, statt.
Die Konferenz gilt als eine der bedeutendsten internationalen Veranstaltungen im Bereich elektrischer Kontakte und Schaltgeräte. Mit dem Preis wird jedes Jahr eine Wissenschaftlerin oder ein Wissenschaftler unter 35 Jahren für besondere Leistungen auf dem Forschungsgebiet ausgezeichnet. Maximilian Schima setzte sich gegen fünf weitere Finalisten durch und überzeugte mit einem Fachvortrag und einem Poster zu seiner Forschung.
Unter dem Titel „Experimental Investigation of the Influence of Different Magnetic Field Alignments on the DC Arc“ präsentierte Maximilian Schima seine Untersuchungen zum Lichtbogenlauf- und -löschverhalten in verschiedenen Magnetfeldausrichtungen. Die Besonderheit seiner Arbeit liegt in der Verwendung einer Kombination aus zwei Magnetfeldrichtungen zur Löschung des Lichtbogens. Durch den Einsatz einer Hochgeschwindigkeitskamera konnte ein eigens aufgestelltes Modell zur Lichtbogenbewegung in axialen Magnetfeldern in Luft experimentell verifiziert werden.
Unterstützt wurde die statistische Auswertung der Messdaten von M. Sc. Matthias Glock, Wissenschaftler im Fachgebiet Wahrscheinlichkeitsrechnung und mathematische Statistik an der TU Ilmenau. Die Ergebnisse der Forschung können Anwendung in der Entwicklung und Optimierung von DC-Schaltgeräten in der Niederspannung finden, die für die Energiewende von zentraler Bedeutung sind. Diese Geräte werden benötigt, um den sicheren Betrieb von DC-Systemen wie Elektrofahrzeugen, Rechenzentren oder DC-Fabriken zu gewährleisten.
Das preisgekrönte Paper ist im Rahmen des Forschungsprojekts HybSchaDC entstanden, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird. Im Rahmen seiner Dissertation führt Maximilian Schima unter Betreuung von Prof. Frank Berger die Forschung auf diesem Gebiet weiter.
Holm Conference & ICEC – International Conference on Electrical Contacts
Die jährlich in den USA stattfindende Holm-Konferenz (IEEE) sowie die im zweijährigen Rhythmus international ausgetragene International Conference on Electrical Contacts umfassen Themen rund um elektrische Kontakte. Dazu gehören auch Forschungsfragen im Bereich von verschiedenen Kontaktsystemen, Kontaktwerkstoffen, Schaltern, Relais für die Automobilindustrie, Lichtbogenmodellierung, Steckverbindern, Störlichtbogenerkennung, Smart Grids, MEM-Systemen, erneuerbarer Energieerzeugung und realen Konstruktions- und Anwendungsproblemen bei der Herstellung von Verbindungselementen.
Kontakt
M. Sc. Maximilian Schima
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Elektrische Geräte und Anlagen