Politik

Neue Brücken nach Zentralasien: Delegation der TU Ilmenau auf Kooperationsreise in Usbekistan

Drei Universitäten und eine MINT-Spezialschule in Tashkent standen auf dem Besuchsprogramm einer Gruppe von Professoren und eines Vertreters des International Office der TU Ilmenau in Usbekistan Mitte September – im Gepäck: Ideen für neue Kooperationen, Vorträge zu Forschungsthemen und das Interesse, mit Studierenden und Partnern ins Gespräch zu kommen.

Heiner Dintera

Die TU Ilmenau will künftig noch enger mit Universitäten in Zentralasien zusammenarbeiten. Dafür sind Prof. Hannes Töpfer, Dekan der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, Prof. Carsten Trunk, Prodekan der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften, Prof. Patrick Mäder, Leiter des Fachgebiets Data-intensive Systems and Visualization (dAI.SY) der Fakultät für Informatik und Automatisierung, und Heiner Dintera, Projektkoordinator für Ostpartnerschaften an der TU Ilmenau, vom 8. bis 15. September 2025 nach Usbekistan gereist. Das gemeinsame Ziel: bestehende Zusammenarbeit zu vertiefen, neue Kooperationen anzustoßen und den europäischen Forschungsraum in einer geopolitisch bedeutsamen Region zu stärken.

„Zentralasien wird für den internationalen Wissenschaftsaustausch immer bedeutender“, erklärt Prof. Hannes Töpfer: 

Mit unsere Reise haben wir die Grundlage für gemeinsame Forschung, neue Studienangebote und eine nachhaltige Vernetzung geschaffen. 

In Usbekistan erhielt die Delegation Einblick in eine dynamische Hochschullandschaft mit moderner Infrastruktur, ehrgeizigen Zukunftsplänen und Studierenden, die mit Neugier, Fachwissen und großer Offenheit beeindrucken, so Töpfer: 

Unsere Gespräche haben aber auch gezeigt: Als technische Universität mit Schwerpunkten in erneuerbaren Energien, Energiesystemen, neuen Materialien oder der Anwendung Künstlicher Intelligenz sind wir ein spannender Partner für Zentralasien und Usbekistan – und Deutschland genießt dort im Hochschulbereich einen hervorragenden Ruf, wie unter anderem die enge Zusammenarbeit der TU München mit der New Uzbekistan University (NewUU) zeigt.

Auf Einladung der erst 2021 gegründeten Universität nahm Prof. Töpfer gemeinsam mit Vertretern der Ruhr Allianz am 15. September 2025 an der Konferenz für Deutsch-Usbekische Wirtschaftskooperation teil. Im Zentrum stand die Frage, wie sich Forschung, Lehre und Industrie noch stärker verzahnen lassen. Diskutiert wurden außerdem Trends in den Bereichen KI und Data Science, Automatisierung und Industrie 4.0.

Ein lebhafter Austausch in Forschungsprojekten der Mathematik und Physik und ein Kooperationsvertrag besteht bereits jetzt mit der Turin Polytechnic University in Tashkent (TTPU). Nun soll die Zusammenarbeit weiterwachsen: „Besonders beim Studierendenaustausch sehen wir große Chancen, da an der TTPU alle Studiengänge auf Englisch unterrichtet werden. Damit eröffnen sich spannende Perspektiven für die englischsprachigen Masterprogramme in Ilmenau“, so Prof. Carsten Trunk. 

Auch mit der University of Management and Future Technologies (UMFT), die als junge Hochschule mit ehrgeizigen Plänen gezielt nach Partnern für integrierte Studiengänge und Double-Degree-Programme in englischer Sprache sucht, gibt es bereits ein Memorandum of Understanding. Während ihrer Reise sondierten die Ilmenauer Professoren passende Studiengänge, stellten ihre eigenen Forschungsbereiche vor und erhielten Einblick in das Studierendenleben vor Ort.  

„Es war beeindruckend, den Wissensdrang und die Agilität der usbekischen Studierenden zu erleben, welche sehr klare Vorstellungen über ihre berufliche Zukunft haben und diese aktiv gestalten", berichtet Prof. Patrick Mäder von seinen Eindrücken. 

„Was wir in Usbekistan erlebt haben, ist Aufbruchsstimmung“, beschreibt Heiner Dintera seine Erfahrungen: „Moderne Infrastruktur, ambitionierte Reformuniversitäten und die Herzlichkeit der Menschen in Usbekistan, die die Reise zu etwas ganz Besonderem gemacht haben.“

Impressionen der Delegationsreise