Mit den besten Wünschen für "eine wundervolle Reise mit neuen Erfahrungen, neuem Wissen und neuen Menschen” verabschiedete die Technische Universität Ilmenau am 6. Juni ihre Absolventinnen und Absolventen sowie Promovendinnen und Promovenden. Insgesamt erhielten 244 Absolventinnen und Absolventen, die zwischen dem 1. Januar und 30. April 2026 ihr Studium erfolgreich abgeschlossen hatten, ihre Abschlusszeugnisse. Zudem überreichten die Dekane der Fakultäten sechs Promotionsurkunden und eine Habilitationsurkunde.
Absolventenfeier 2026: „Selbst im stärksten Rauschen erkennt man irgendwann die wichtigen Signalanteile“
In ihrer Festrede würdigte Vizepräsidentin für Studium und Lehre Prof. Anja Geigenmüller die Leistungen von 99 Bachelor-, 138 Master- und sieben Diplomabsolventinnen und -absolventen. Stellvertretend für sie alle blickte Lena Ittner, Masterabsolventin der Biomedizinischen Technik an der Fakultät für Informatik und Automatisierung, auf die gemeinsame Studienzeit an der TU Ilmenau und den erfolgreichen Abschluss eines wichtigen Lebensabschnitts zurück. Dabei zog sie eine Verbindung zwischen dem Messen eines Biosignals und ihren Erfahrungen im Studium:
Ein nutzbares Signal wird es erst, nachdem Störungen reduziert und Rauschen und unwichtige Informationen gefiltert wurden. Doch selbst im stärksten Rauschen erkennt man irgendwann die wichtigen Signalanteile.
Diese wichtigen Signalanteile seien für sie vor allem die Menschen gewesen, denen sie während ihres Studiums begegnet sei.
Aus einer Lerngruppe wurde schnell ein Freundeskreis. Aus einer Vorlesungsnachbereitung wurde ein Spieleabend. Und aus langen Wochenenden in der Bibliothek wurden gemeinsame Erinnerungen. Und gerade das ist es doch woran wir uns erinnern, wenn wir an die Studienzeit zurückdenken.
Am 6. Juni durfte Lena Ittner ebenso wie ihre Mitstudierenden ihr Abschlusszeugnis entgegennehmen. Auch sechs Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler erhielten ihre Promotionsurkunden.
Über einen ganz besonderen Meilenstein in ihrer wissenschaftlichen Karriere durfte sich Dr. Jialan Cao-Riehmer freuen: ihre Habilitationsurkunde.
In ihrer Habilitationsschrift erforschte Dr. Cao-Riehmer, wie tropfenbasierte Mikrofluidik zur Analyse komplexer biologischer Systeme eingesetzt werden kann. Mithilfe kleinster Flüssigkeitstropfen im Nanoliter-Bereich lassen sich Mikroorganismen, Mikroalgen und pflanzliche Zellen gezielt kultivieren und untersuchen. Dabei kombiniert sie diese Technologie mit sensorischen, bildbasierten und molekularbiologischen Verfahren, um biologische Funktionen sichtbar und technologisch nutzbar zu machen. Ziel ist es, solche Mikroanalysesysteme für gesellschaftlich relevante Anwendungen weiterzuentwickeln – etwa für die moderne Züchtungsindustrie, die Sanierung belasteter Umweltbereiche sowie für umweltfreundliche biotechnologische Produktionsprozesse. Seit 2026 ist Dr. Cao-Riehmer Inhaberin einer Tandem-Professur für Bioverfahrenstechnik an der Hochschule Osnabrück.
Zum Programm der Absolventenfeier gehörten außerdem die Verleihung des Förderpreises der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik sowie die Auszeichnung für besonderes ehrenamtliches Engagement durch den Studierendenrat.
Mit Musik, persönlichen Worten und viel Applaus verabschiedete die TU Ilmenau ihre Absolventinnen und Absolventen in einen neuen Lebensabschnitt – verbunden mit den besten Wünschen für ihren weiteren beruflichen und persönlichen Weg.