So viele Stipendiaten wie noch nie werden in diesem Jahr an der TU Ilmenau durch das Deutschlandstipendium gefördert. Von der Unterstützung profitieren nicht nur die Studierenden, die wertvolle Einblicke in die Berufspraxis bekommen, sondern auch Unternehmen. Sie kommen frühzeitig mit talentierten Nachwuchskräften in Kontakt.
Gute akademische Leistungen und gesellschaftliches Engagement im Studium – diese Kriterien qualifizieren Studierende an der TU Ilmenau und bundesweit für das Deutschlandstipendium. Als Student mit einem sehr guten Notenschnitt und als engagiertes Vereinsmitglied des VDE weist Felix Hußlein beides auf und wird bereits im vierten Jahr in Folge durch das Deutschlandstipendium gefördert.
Für den Informatikstudenten bedeutet die Förderung nicht nur eine finanzielle Entlastung. Sie eröffnet ihm auch Chancen für seinen späteren Berufseinstieg. Felix‘ Förderer SAP, ein weltweit agierender Anbieter von Softwarelösungen, hat ihm Arne Schwarz, Leiter des Datenbankforschungscampus bei SAP, zur Seite gestellt. In ihm hat der Student einen Mentor gewonnen, der oftmals nur eine E-Mail entfernt ist und an den er sich mit Fragen wenden kann:
Durch den Kontakt mit meinem Förderer und die Einblicke in die Praxis bei SAP habe ich nicht nur eine klarere Vorstellung über die für mich passenden Karrierewege in der Informatik bekommen, sondern auch Kontakte zu Wissenschaftler*innen aufgebaut, deren Werdegang mir als Inspiration dienen.
Hervorragender Ruf und Studienprofil der TU Ilmenau überzeugen Unternehmen
Mit 48 Deutschlandstipendien werden dieses Jahr so viele Studierende wie nie zuvor an der TU Ilmenau gefördert. SAP unterstützt seit 2016 Studierende der TU Ilmenau im Rahmen des Programms. Die erfolgreiche Zusammenarbeit auf Forschungsebene mit dem Fachgebiet Datenbanken und Informationssysteme, geleitet von Prof. Kai-Uwe Sattler, bewegte das Unternehmen, auf die TU Ilmenau zuzugehen, wie Arne Schwarz erklärt:
Die TU Ilmenau genießt einen hervorragenden Ruf. Die Qualität der Lehre und die starke fachliche Ausrichtung, vor allem auf den Gebieten der Informatik und Wirtschaftsinformatik, machen die Universität zu einem idealen Partner für unser Unternehmen.
Für Unternehmen ist das Deutschlandstipendium eine Chance, begabte Studierende frühzeitig zu gewinnen: „Wir wollen Talente fördern, sie kennenlernen und gemeinsam wachsen“, betont Schwarz. „Es ist ein Geben und Nehmen. Die Studierenden profitieren von unserer Erfahrung, und wir lernen die klügsten Köpfe kennen.“
Zukunftsperspektiven bei den fördernden Unternehmen
Ob Praktika, Werkstudententätigkeit, Abschlussarbeit oder Direkteinstieg – durch die Teilnahme am Deutschlandstipendium haben bereits viele geförderte Studierende den Weg in Unternehmen gefunden. Gerade regionale Firmen suchen gezielt nach qualifizierten Studierenden und Absolvent*innen der TU Ilmenau, darunter die Softwarefirma Actian Germany GmbH, die in Ilmenau eine Niederlassung hat. In diesem Jahr fördert das Unternehmen zum ersten Mal Studierende der TU Ilmenau im Rahmen des Deutschlandstipendiums. Katrin Wüst, Office Managerin beim Unternehmen, erklärt die Motivation ihres Unternehmens:
Es ist uns ein Anliegen, frühzeitig talentierte Studierende zu unterstützen und ihnen Perspektiven in der IT-Branche und speziell in unserem Unternehmen aufzuzeigen. Gleichzeitig möchten wir unsere Präsenz als Arbeitgeber in der Region stärken. Das Deutschlandstipendium bietet dafür eine sehr gute Plattform.
Prof. Anja Geigenmüller, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der TU Ilmenau, moderierte durch die Verleihung der Deutschlandstipendien im Audimax, dem größten Hörsaal der Universität. Sie bedankte sich bei den Förderern des Deutschlandstipendiums, darunter Unternehmen, Stiftungen, Vereine oder Privatleute, und ging insbesondere auf die Rolle des Deutschlandstipendiums als Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ein.
Das Deutschlandstipendium ist ein wichtiger Baustein, um leistungsstarke und engagierte Studierende zu fördern, die unsere Gesellschaft aktiv mitgestalten. Ohne die Unterstützung unserer Förderer könnten wir viele Talente verlieren, die aufgrund finanzieller Hürden ihr Potenzial nicht entfalten könnten – ein Verlust, den sich unser Land nicht leisten kann.
Für Felix Hußlein und viele andere Studierende bedeutet die Förderung nicht zuletzt eine Anerkennung ihrer Leistungen und eine Motivation auf ihrem weiteren Lebensweg:
Es ist ein tolles Gefühl, Teil dieses Programms zu sein. Das Deutschlandstipendium gibt mir nicht nur die Freiheit, mich auf mein Studium und meine Interessen zu konzentrieren, sondern zeigt mir auch, welche Möglichkeiten vor mir liegen.
Impressionen der Verleihung des Deutschlandstipendiums an der TU Ilmenau
Informationen zum Deutschlandstipendium
In dem Bundesprogramm werden Studierende, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt, für ein Jahr mit einem Deutschlandstipendium in Höhe von 300 Euro pro Monat gefördert. Die Hälfte der Förderung kommt von freiwilligen Förderern, die andere Hälfte vom Bund. Um ein Deutschlandstipendium zu erhalten, bewerben sich die Studierenden mit einem Leistungsnachweis, aber bei der Vergabe werden auch etwaige ehrenamtliches Engagements oder besondere Leistungen und Auszeichnungen berücksichtigt. Das Deutschlandstipendium berücksichtigt zudem Bewerberinnen und Bewerber, die aus einem nichtakademischen Haushalt stammen oder neben dem Studium einer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen. Die Auswahl aus den eingegangenen Bewerbungen trifft eine eigene Vergabekommission, der sowohl Hochschullehrende und wissenschaftliche Mitarbeitende als auch Studierende der TU Ilmenau angehören.
Kontakt
Prof. Anja Geigenmüller
Vizepräsidentin für Studium und Lehre