Studium

Die Zukunft der Promotion an der TU Ilmenau: PhD Day diskutiert Werte, Verantwortung und Zukunftsperspektiven

Am 21. Oktober 2025 stand an der Technischen Universität Ilmenau alles im Zeichen des wissenschaftlichen Nachwuchses. Unter dem Motto „Build the Future“ lud das Graduate Center gemeinsam mit der Promovierendenvertretung, dem MNI e.V. und weiteren universitären Partnern zum diesjährigen PhD Day ein. Ziel der Veranstaltung war es, Promovierende und Promotionsinteressierte miteinander zu vernetzen, ihnen praxisnahe Impulse für die eigene Karriere zu geben und Raum für Austausch über Werte, Verantwortung und Zukunftsperspektiven in der Wissenschaft zu schaffen.

Studierende in einem Hörsaal Annika Mehlis
Beim PhD Day 2025 diskutierten Promovierende der TU Ilmenau im Audimax der TU Ilmenau Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Hochschule und Industrie Chancen, Herausforderungen und die Verantwortung, die mit einer Promotion einhergehen.

Machen Sie die Wissenschaft und Ihr Promotionsprojekt zu Ihrer Leidenschaft! Seien Sie auf schwierige Phasen und Gegenwind vorbereitet! Genießen Sie die Zufriedenheit, die Erfolge mit sich bringen. Erkennen und würdigen Sie auch Ihre kleinen Fortschritte, auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt, als würden Sie vorankommen. Und gehen Sie Ihren Promotionsweg im Team – das macht den Prozess leichter und angenehmer.

Mit diesen Botschaften eröffnete Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs Prof. Stefan Sinzinger den Promovierendentag 2025 der TU Ilmenau. Dabei zog er Parallelen zwischen den Herausforderungen der Promotion und seinen persönlichen Erfahrungen bei langen Radtouren, mit denen der passionierte Radfahrer und sein Team am Fachgebiet für Technische Optik jedes Jahr den Weg zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für angewandte Optik (DGaO) zurücklegen.

Ein persönlicher Entwicklungsweg

Auch in der anschließenden Podiumsdiskussion erörterten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Hochschule und Industrie, darunter auch Alumni der TU Ilmenau, Chancen, Herausforderungen und die Verantwortung, die mit einer Promotion einhergehen. Mit dabei: Prof. Reinhold Pabst, Senior Researcher am Fraunhofer-Institut IOF und Professor für Human Resource Management an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Dr. Jialan Cao-Riemer, Gruppenleiterin für Mikrofluidik & Bioprozesstechnik an der TU Ilmenau, Dr. Mario Bähr, wissenschaftlicher Mitarbeiter am CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik, M.Sc. Felix Aßmann, Direktor der Bosch Sensortec GmbH, Prof. Uta Breuer, Studiendekanin an der Hochschule Nordhausen und Dr. Steffen Leopold, Technischer Direktor bei der X-FAB. 

Dabei erzählten sie auch von ihren vielfältigen persönlichen Erfahrungen auf dem Weg zur Promotion oder in ein Unternehmen oder Forschungsinstitut – und machten ebenfalls deutlich: Eine Promotion ist weit mehr als ein reines Forschungsprojekt. Sie ist ein persönlicher Entwicklungsweg, der Begeisterung, Ausdauer und Neugier verlangt. Vor allem Teamgeist und gegenseitige Unterstützung wurden als entscheidende Faktoren genannt, um die Herausforderungen des Promotionsalltags mit Freude zu meistern.

Strategien für den Berufseinstieg

Am Nachmittag vertieften vier thematisch vielfältige Workshops die Impulse des Vormittags. Unter der Leitung von Prof. Reinhold Pabst von der Ernst-Abbe-Hochschule Jena befassten sich die Teilnehmenden im Workshop „Future & Transferable Skills“ mit zentralen Zukunftskompetenzen wie Teamführung, Projektmanagement und Expertenwissen, die gleichsam Teil einer erfolgreichen Promotionsphase sein sollten. Parallel dazu lud David Schneider von der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu zwei praxisorientierten Formaten ein: In „Personal Branding“ standen die Entwicklung eigener Werte, die Bildung einer persönlichen Marke und authentische Wertekommunikation im Mittelpunkt, während der Workshop „Von der Dissertation zum Traumjob“ Wege vom wissenschaftlichen Abschluss in unterschiedliche Karrierefelder beleuchtete und konkrete Strategien für den Berufseinstieg vermittelte. Ein vierter Workshop, geleitet von Prof. Uta Breuer von der Hochschule Nordhausen, widmete sich dem Thema „Technische Ethik & Technikfolgenabschätzung“ und bot Raum für Diskussionen über Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Verantwortung und den ethischen Umgang mit den Auswirkungen eigener Forschung.

Bei der Informations- und Stellenbörse im Foyer, unterstützt von der veonis Technologies GmbH, Endress+Hauser, dem CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik, X-FAB und Rittweger + Team sowie dem PATON | Landespatentzentrum Thüringen, dem International Office und dem Forschungsdatenmanagement der TU Ilmenau, und beim abschließenden Get-together nutzten viele Promovierende die Gelegenheit zum Austausch und zum Knüpfen neuer Kontakte. 

Moderiert wurde die Veranstaltung von Carsten Gatermann, Mitglied der Promovierendenvertretung, und Rebecca Petrich, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende im MNI e.V.. Alexandra Dalek, Mitorganisatorin des PhD Days und Referentin des Graduate Centers, das Promovierende an der TU Ilmenau mit Weiterbildungsangeboten, Netzwerktreffen und Impulsen zur Förderung einer lebendigen Forschungskultur begleitet, resümiert: 

Die offene Atmosphäre, die Freude an Diskussionen und das große Interesse an persönlichen Gesprächen machten deutlich, wie wichtig Austausch über die Fächergrenzen hinweg für Motivation, Orientierung und Zusammenhalt im Forschungsalltag sind.

Kontakt

Alexandra Dalek

Referentin Graduate Center der TU Ilmenau

Impressionen