Studium

Förderpreis für herausragende Studienleistungen in der Fakultät für Maschinenbau an Ilmenauer Studierende vergeben

Elf Studierende der TU Ilmenau sind beim Studieninfotag der Universität Ende April 2026 für ihre außerordentlichen interdisziplinären Forschungs- und Studienleistungen ausgezeichnet worden. Die Preise wurden vom „Verein zur Förderung der Fakultät für Maschinenbau und der Feinwerktechnik der Technischen Universität Ilmenau e.V.“ vergeben und würdigen Beiträge, die die Grenzen zwischen Wissenschaftsdisziplinen überwunden und innovative Impulse für Lehre und Forschung gesetzt haben.

Junge Menschen bei der Auszeichnung mit einem Förderpreis der Fakultät Maschinenbau TU Ilmenau/Daniel Bondarev
Ausgezeichnet für außerordentliche interdisziplinären Forschungs- und Studienleistungen: Ilmenauer Studierende des Maschinenbaus, der Mechatronik, der Werkstoffwissenschaft, der Fahrzeugtechnik und des Wirtschaftsingenieurwesens.

„Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen, wie vielfältig und praxisnah Studium und Forschung an der TU Ilmenau sind“, so Studiendekan Prof. Stephan Husung, der die Auszeichnungen im Audimax der Universität überreichte. Prämiert wurden Abschlussarbeiten, die das Potenzial haben, neue Technologien voranzubringen und konkrete Anwendungen zu verbessern.

So beschäftigten sich die Studierenden unter anderem mit hochmoderner Lasertechnik: Ausgezeichnet wurde die in Kooperation mit Trumpf Werkzeugmaschinen in Ditzingen erstellte Masterarbeit von Hanna Braun zu einem Verfahren, mit dem Hochleistungslaser präziser analysiert werden können.

Messtechnik als zentrales Element in allen Bereichen des Lebens

Auch besondere Studienleistungen in der Messtechnik prämierte der Förderverein: So untersuchte Christopher Tom Ries in seiner Abschlussarbeit Beschleunigungssensoren messtechnisch. Sebastian Oscar Siebenhaar entwickelte in seiner Masterarbeit ein Verfahren, mit dem sich die Luftdichte aktiv regulieren lässt und so hochpräzise Messergebnisse erzielt werden können, etwa in sensiblen technischen Anwendungen. 

Im Bereich der Werkstoffwissenschaften stachen aus Sicht des Fördervereins in diesem Jahr zwei Arbeiten besonders heraus: Ausgezeichnet wurde die Masterarbeit von Niclas Hober, der sich damit beschäftigte, wie sich Aluminium und Kupfer mithilfe von Laserstrahlfügen besonders effizient verbinden lassen. Einen Preis erhielt auch Bo Ebsen. In seiner Bachelorarbeit im Studiengang Fahrzeugtechnik entwickelt und charakterisierte er Pasten aus biologisch abbaubarem Kunststoff und Kupferpartikeln für den 3D-Druck.

Weitere Arbeiten beschäftigten sich mit digitalen Entwicklungsprozessen: So zeigt die interdisziplinäre Forschung von Sophie Leidl, Masterstudentin im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen, wie sich mithilfe von Konzepten aus der Softwareentwicklung verschiedene Varianten eines Produkts durch abstrakte, „fiktive“ Typvertreter modellieren und effizient verwalten lassen können.

Auch die Fertigungstechnik wurde weitergedacht. Dafür zeichnete der Förderverein Maschinenbau die Bachelorarbeit von Mechatronikstudent Magnus Alexander Kastius zur Entwicklung einer automatisierten Maschine zum Wickeln von Spulen aus. Maschinenbaustudent Niels Milde modellierte und optimierte in seiner prämierten Diplomarbeit richtungsselektive nachgiebige Mechanismen für die additive Fertigung aus Glas.

Schließlich spielten auch Ergonomie und Miniaturisierung in den ausgezeichneten Arbeiten der TU Ilmenau Studierenden eine Rolle: Ein von Maschinenbaustudent Felix Poppel entwickeltes passives Exoskelett, das soeben auf der Hannover Messe vorgestellt wurde, unterstützt die oberen Extremitäten bei körperlicher Belastung. Eine studentische Projektgruppe bestehend aus Sarah Leinberger, Florian Michel und Simon Schäfer entwickelte im Rahmen ihrer Projektseminararbeit ausgehend von einem bestehenden System eine glasbasierte mikroelektromechanische Wägezelle. Prof. Thomas Fröhlich, Vorsitzender des Fördervereins Maschinenbau, resümiert:

In nahezu allen Bereichen des Lebens spielt die Messtechnik eine entscheidende Rolle. Ob bei der Automatisierung in der Industrie, der Analytik und Regelung biotechnischer Prozesse oder der Erzeugung von Datensätzen für die individualisierte Medizin – die Messtechnik ist ein zentrales Element.

Der „Verein zur Förderung der Fakultät für Maschinenbau und der Feinwerktechnik der Technischen Universität Ilmenau e.V.“ hat das Ziel, Forschung und akademische Ausbildung im Maschinenbau zu unterstützen, die Zusammenarbeit mit Industrie und Wissenschaft zu stärken sowie den Austausch zwischen aktuellen Mitgliedern, Alumni, Emeriti und ehemaligen Mitarbeitenden der Fakultät zu pflegen.

Zur Umsetzung unterstützt der Verein Fachveranstaltungen und Veröffentlichungen, wirbt finanzielle Mittel ein und verwaltet diese zur Förderung von Projekten und Infrastruktur, und vergibt Preise für besondere Leistungen und Verdienste im Bereich Maschinenbau.

Mehr Infos zum Verein und den prämierten Arbeiten

Kontakt

Prof. Thomas Fröhlich

Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Fakultät für Maschinenbau und der Feinwerktechnik der Technischen Universität Ilmenau e.V.