Die Frage!

Was bedeutet es für Sie, Teil der SUNRISE-Allianz zu sein?

Die Europäische Hochschulallianz SUNRISE vereint unter Federführung der TU Ilmenau Universitäten aus neun europäischen Hochschulen. Durch eine enge Zusammenarbeit in Lehre, Forschung und Wissenstransfer wollen die Partner die nachhaltige Entwicklung ihrer Regionen fördern. Mit gemeinsamen Studienprogrammen und interdisziplinären Projekten entsteht ein europäischer Campus mit vielfältigen Möglichkeiten für Studierende und Forschende. Zum Auftakt der Allianz an der TU Ilmenau haben wir Hochschulvertretende der Allianz-Partner gefragt, welche Chancen SUNRISE bietet.

Portraitfoto von Ana Vale TU Ilmenau/Eleonora Hamburg

Ana Vale Vize-Präsidentin der Polytechnic University of Viana do Castelo, Portugal

SUNRISE ist eine großartige Gelegenheit für Studierende, Lehrende und Forschende, Wissen auszutauschen, Zusammenarbeit zu fördern und die nachhaltige Entwicklung unserer Regionen voranzutreiben. Dadurch stärken wir lokale Gemeinschaften durch Innovation und Forschung. Ich bin überzeugt: Gemeinsam sind wir stärker.
Als Universitäten in nicht-metropolitanen Regionen stehen wir vor ähnlichen Herausforderungen. Durch unsere Zusammenarbeit können wir mehr erreichen und gemeinsam etwas Einzigartiges aufbauen. Wir arbeiten bereits in verschiedenen Bereichen zusammen, beispielsweise in den Pflegewissenschaften mit der Universität Zypern sowie in den Bereichen Design, Tourismus und Ingenieurwissenschaften mit den Universitäten in Bozen, De La March und Ilmenau. Unser Fokus liegt auch auf der Entwicklung von Doppelabschluss- und gemeinsamen Promotionsprogrammen. Gerade für kleinere Universitäten bietet SUNRISE eine wertvolle Möglichkeit, sich zu vernetzen, zusammenzuarbeiten und gemeinsam zu wachsen.

Portraitfoto von Vincenzo Bisconti TU Ilmenau/Eleonora Hamburg

Vincenzo Bisconti Student an der Università Politecnica delle Marche, Italien

Als jemand, der bereits dreimal am Erasmus-Programm teilgenommen hat, weiß ich, wie bereichernd solche Erfahrungen sein können. Es geht nicht nur um den fachlichen Aspekt, sondern vor allem darum, sich persönlich weiterzuentwickeln. Wenn man in ein anderes Land geht, begegnet man einer anderen Kultur, neuen Gewohnheiten und einem anderen Bildungssystem. Diese Unterschiede helfen einem, über sich selbst hinauszuwachsen. Internationale Erfahrungen im Studium sind eine großartige Chance. Ich finde, dass jede*r sie nutzen sollte, wenn sich die Möglichkeit ergibt.

Portrait Joanna Daaboul TU Ilmenau/Eleonora Hamburg

Joanna Daaboul Director of International Relations & Assistant Professor an der Université de Technologie de Compiègne, Frankreich

Teil dieser Allianz zu sein bedeutet für mich mehr als nur an einem Projekt mitzuwirken. Wir sind Teil einer Vision, etwas Größerem, das über uns alle hinausgeht. Es geht darum, wie eine Universität sein und arbeiten sollte. Mitglied dieser Allianz zu sein heißt auch zu sagen, dass wir nicht die Größten sind, nicht alles wissen und nicht in allem die Besten sind. Durch diese Allianz können wir voneinander lernen, unsere Stärken miteinander verbinden und unsere Schwächen überwinden. Außerdem ist es eine Chance, unsere Denkweise und unsere Vorstellung davon, wie Universitäten gesellschaftliche Veränderungen bewirken können, grundlegend zu überdenken.

Portrait Denis Music TU Ilmenau/Eleonora Hamburg

Denis Mušić Professor an der „Džemal Bijedić“ University of Mostar, Bosnien und Herzegowina

Meine Aufgabe innerhalb der Allianz ist, die Zusammenarbeit mit Unternehmen, dem öffentlichen Sektor und anderen Interessensgruppen zu stärken. Ich glaube, dass jede Zusammenarbeit, die auf einer guten Grundlage basiert, immer positive Ergebnisse bringt. Wir hoffen, dass diese Allianz jede teilnehmende Universität und jede Region beeinflussen wird, indem sie Innovationen fördert, neue Kooperationen schafft und Verbindungen stärkt. Durch den Austausch von Wissen und Erfahrungen zwischen den Universitäten erwarten wir mehr Transfer in Form von Studentenaustausch, Wissensvermittlung und gemeinsamen Projekten.