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Thüringen stärkt Hochschulgründungen: 4,2 Millionen Euro für Thüringer Hochschulgründungsnetzwerk StarTH

Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christian Tischner hat am 5. Juni an der Friedrich-Schiller-Universität Jena symbolisch einen Fördermittelbescheid in Höhe von 4,2 Millionen Euro für das Thüringer Hochschulgründungsnetzwerk StarTH an Prof. Dr. Andreas Marx, Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Mitglied des Beirats des Hochschulgründungsnetzwerks StarTH, übergeben. Gemeinsam setzen das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (TMBWK) sowie die acht beteiligten Hochschulen damit ein Zeichen für Innovation, Unternehmergeist und Zukunftsperspektiven in Thüringen.

Nicole Nerger/Universität Jena

Mit der Förderung wird die Rolle der Thüringer Hochschulen als Innovationsmotoren weiter gestärkt. Hochschulen sind die zentralen Orte für wissensbasierte Gründungen, an denen Forschung, Kreativität und Unternehmergeist zusammenkommen. Dadurch entstehen neue Perspektiven für junge Talente und innovative Unternehmen in Thüringen. Prof. Dr. Andreas Marx:

Wer in Thüringen studiert, forscht und gründet, schafft Innovationen dort, wo sie unmittelbar Wirkung entfalten können. Hochschulausgründungen stärken nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Attraktivität Thüringens als Zukunfts- und Lebensstandort.

Hochschulen als Orte von Innovation und Zukunftskompetenzen

Mit dem StarTH-Netzwerk arbeiten die Thüringer Hochschulen gemeinsam daran, unternehmerische Lehre, Transfer und Gründungsförderung nachhaltig in der Hochschullandschaft zu verankern. Ziel ist es, Studierende, Forschende, Absolventinnen und Absolventen frühzeitig dabei zu unterstützen, Ideen weiterzuentwickeln und innovative Projekte in gesellschaftliche oder wirtschaftliche Anwendungen zu überführen.

„Hochschulen verbinden Forschung und Lehre heute stärker denn je mit Transfer, Innovation und gesellschaftlicher Verantwortung. Gründungsförderung ist dabei kein Add-on, sondern Teil eines modernen Hochschulverständnisses, das wissenschaftliche Erkenntnisse aktiv in Gesellschaft und Wirtschaft hineinträgt.“, so Prof. Marx weiter.

Besonders Hochschulinkubatoren und Gründungszentren entwickeln sich dabei zu praxisnahen Lern- und Experimentierräumen, in denen innovative Ideen erprobt, Prototypen entwickelt und interdisziplinäre Kooperationen aufgebaut werden können.

Gründungsförderung als Zukunftsaufgabe für Thüringen

Mit Blick auf die Fachkräftesicherung, den demografischen Wandel und den internationalen Wettbewerb um Talente gewinnt die Förderung akademischer Ausgründungen zunehmend an strategischer Bedeutung. Hochschulgründungen schaffen qualifizierte Arbeitsplätze, stärken die regionale Wertschöpfung und erhöhen die Bindung junger Fachkräfte an den Standort Thüringen.

Die Thüringer Hochschulen sehen deshalb die langfristige Absicherung bestehender Gründungs- und Transferstrukturen als entscheidende Zukunftsaufgabe. In den vergangenen Jahren wurden hochschulnahe Unterstützungsangebote aufgebaut, die heute vielen Gründungsinteressierten den Zugang zu Beratung, Netzwerken und Förderprogrammen ermöglichen.

Programme wie EXIST-Women oder Formate im Bereich Creative Entrepreneurship zeigen zudem, dass Gründungsförderung auch einen wichtigen Beitrag zu Chancengleichheit, Diversität und gesellschaftlicher Teilhabe leisten kann.

StarTH verbindet Thüringer Hochschulen

Das Thüringer Hochschulgründungsnetzwerk StarTH verbindet die Gründungsberatungsstellen der Thüringer Hochschulen und schafft eine gemeinsame Plattform für gründungsinteressierte Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Absolventinnen und Absolventen. Die beteiligten Hochschulen bündeln ihre Kompetenzen um Gründungsinteressierte von der ersten Idee bis zur Umsetzung umfassend zu begleiten.

Im StarTH-Netzwerk vertreten sind:

  • Fachhochschule Erfurt
  • Universität Erfurt
  • Technische Universität Ilmenau
  • Ernst-Abbe-Hochschule Jena
  • Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • Hochschule Nordhausen
  • Hochschule Schmalkalden
  • Bauhaus-Universität Weimar 

Durch die enge Zusammenarbeit der Hochschulen erhalten Gründerinnen und Gründer Zugang zu fachübergreifendem Expertenwissen, innovativen Forschungseinrichtungen sowie einem starken Netzwerk aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft.

Das Hochschulgründungsnetzwerk StarTH ist Teil der Thüringer Gründer-Initiative (ThGI) und wird durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur gefördert.


Rolle der TU Ilmenau in StarTH

Die TU Ilmenau wird dank der Förderung im Thüringer Hochschulgründungsnetzwerk eine zentrale Rolle in den Bereichen Technology & Deep Tech sowie Generative KI, Digitalisierung und digitale Geschäftsmodelle übernehmen und das Teammatching koordinieren. Dr. Dörte Gerhardt, Leiterin des Referats Forschungsservice und Transfer, erklärt:

Der Erfolg technologieorientierter Ausgründungen hängt nicht nur von einer guten Idee ab, sondern auch von den richtigen Kompetenzen im Team. Deshalb bringen wir im Rahmen von StarTH+ Menschen, Technologien und unternehmerisches Know-how zusammen und stärken so gemeinsam gezielt die Gründungskultur in Thüringen.

Kontakt an der TU Ilmenau

Dr. Dörte Gerhardt

Leiterin Forschungsservice und Transfer