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Unser nächster Vortrag

Freitag, 1. September 2017, 15:00 Uhr

Die Krankheit(en) Martin Luthers

Privatdozent Dr.med.habil. Friedrich Meier, Thüringen-Kliniken Rudolstadt

Da „mein Gewissen in den Worten Gottes gefangen ist, ich kann und will nichts widerrufen, weil es gefährlich und unmöglich ist, etwas gegen das Gewissen zu tun. Gott helfe mir. Amen.“ Mit diesen Worten zeigt Luther 1521 bei der Verteidigung seiner 95 Thesen vor dem Reichstag zu Worms Mut und große Charakterstärke.

Demgegenüber stehen bei ihm im Privatleben die uns allen sehr wohl bekannten menschlichen Schwächen in Bezug auf Essverhalten und Lebensführung.

Nach seinem Arzt Matthäus Ratzenberger lebte Luther nach dem Grundsatz "Ich esse, was mir schmeckt und leide darnach, was ich muss. Ich frage auch nach den Ärzten nichts; will mir mein Leben, so mir von ihnen auf ein Jahr gestellt ist, nicht sauer machen, sondern in Gottes Namen essen und trinken, was mir schmeckt."

Luther war alles andere als ein urwüchsiger, kraftstrotzender und kerngesunder Mann. Verursacher für alle Widrigkeiten war für ihn meist der Teufel: „Der Satan hängt an mir mit gewaltigen Seilen und zieht mich mit Schiffstauen in die Tiefe".

Um weniger zu leiden, hätte der Reformator auch sein Leben reformieren müssen! Der scheinbar so Kraftvolle übernimmt sich aber bis zuletzt.

Der Vortrag schildert nach einer Darstellung wichtiger Eckdaten seines Lebens die von Luther selbst und seinen Ärzten beschriebenen Krankheits-Symptome sowie die aus heutiger Sicht sehr wahrscheinlichen Diagnosen und schließt mit einigen, durchaus deftigen Zitaten aus Luthers Feder.