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Seniorenakademie



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Dr.-Ing. Frank Bernhard

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INHALTE

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Unser nächster Vortrag

Freitag, 28. April 2017, 15:00 Uhr, Curie-Hörsaal

Suche nach außerirdischer Intelligenz

Prof. Dr. Lothar Teschke, Universität Hamburg

Ein Kontakt mit einer außerirdischen Zivilisation wäre vielleicht der größte Augenblick in der Geschichte der Menschheit. Diese Zivilisation wäre wahrscheinlich viel weiter entwickelt als wir, sie könnte uns vielleicht dabei helfen, unsere Probleme zu lösen, ob Krankheiten, Energieknappheit oder Umweltverschmutzung.
Es wurden bereits viele Hundert Planeten außerhalb des Sonnensystems gefunden, auch der Erde ähnliche Himmelskörper waren darunter. Die Drake-Gleichung, benannt nach dem US-Astrophysiker, dient zur Abschätzung der Anzahl der technischen intelligenten Zivilisationen in unserer Galaxie. Aber wie sollen wir Kontakt aufnehmen, in welcher Richtung und mit welchen Hilfsmitteln sollen wir suchen, was können / müssen wir noch tun? Diesen und weiteren Fragen wird der Vortrag nachgehen.


Freitag, 5. Mai 2017, 15:00 Uhr, Faraday-Hörsaal

Rheuma und Krebs - zwei verschiedene Kinder gemeinsamer Eltern

PD Dr. med. habil. Josef Teuber, Ärztlicher Direktor der Capio Klinik an der Weißenburg, Uhlstädt-Kirchhasel

Die Aufgabe des Immunsystems (IS) ist es, die Integrität unseres Körpers zu sichern. Voraussetzung dafür ist seine Fähigkeit, zwischen körpereigenen und körper-fremden Proteinen und Zellstrukturen zu unterscheiden und damit auf exogene Erreger (Bakterien, Viren) ebenso wie auf bösartige Zellentartungen im Inneren zu reagieren.
Der Vortrag geht auf folgende Fragen ein:
Wie kann es geschehen, dass sich plötzlich diese bösartigen Tumorzellen der Erkennung durch das Immunsystems entziehen?
Welche Entgleisungen der Immunregulation führen zu einer nicht beherrschbaren Vernichtung gesunder Organe, etwa bei Autoimmunerkrankungen, mit ihren verheerenden Folgen? Eine endgültige Entschlüsselung der Genese dieser Erkrankungen könnte den Krebs besiegbar machen.


Freitag, 12. Mai 2017, 15.00 Uhr

Die Kelten in Thüringen

Dr. Mathias Seidel, Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Erfurt

Veranstaltungsort: Curiebau-Hörsaal, Weimarer Str. 25

Schwerpunkt des Vortrages ist das südthüringische Gleichberggebiet als Kontaktraum zwischen Franken und Thüringen in der Latènezeit, einer Epoche der jüngeren vorrömischen Eisenzeit von etwa 450 v. Chr. bis zur Zeit um Christi Geburt. Die Latènekultur umfasst die archäologischen Hinterlassenschaften der Kelten aus dieser Epoche. Die Bezeichnung leitet sich ab vom Fundplatz La Tène in der Schweiz. Aktuelle Grabungen und Prospektionen haben die Kenntnisse über die Besiedlung in keltischer Zeit erweitert: Neue Siedlungsplätze u.a. der Früh- und Mittellatènezeit, das erste Brandgräberfeld der jüngeren Latènezeit im Gleichberggebiet, ein Opferplatz im Weichbild der Steinsburg bei Römhild und neue Funde, darunter auch Münzen, werden vorgestellt.


Freitag, 19. Mai 2017, 15.00 Uhr

Unter dem Salz – Ein alternatives Konzept zur Endlagerung radioaktiver Abfälle

Prof. Dr. Ulrich Schreiber, Universität Duisburg-Essen

Veranstaltungsort: Faradaybau-Hörsaal, Weimarer Str. 32

Die Nutzung der Atomkraft wird begleitet von einem bislang ungelösten Problem, der sicheren Lagerung der Abfälle über einen langen Zeitraum. Weltweit werden verschiedene Konzepte diskutiert, wobei Salzstöcke, Granit und Tonschichten als mögliche Wirtsgesteine untersucht werden. In Deutschland steht das Salzstockmodell generell in der Kritik. Der Vortrag geht auf die geologischen Probleme der Endlagerung ein und skizziert ein alternatives Konzept, das ein standfestes granitisches Gestein unter einem dichten Deckel aus Salz mit einem Alter von 250 Millionen Jahren voraussetzt. Diese Bedingungen liegen im Thüringer Becken vor. Eine Risikoabschätzung zeigt, dass eine mögliche Gefährdung durch dieses Konzept im Vergleich zur jetzigen Situation der Zwischenlagerung äußerst gering ist.


Freitag, 26. Mai 2017, 15.00 Uhr

Wie wird man 100 Jahre alt? Aktuelle Erkenntnisse und Zukunftsvisionen

Dr. med. Stefan Mohr, Ilmenau

Veranstaltungsort: Curiebau-Hörsaal, Weimarer Str. 25

Seit Menschengedenken streben wir als einzige vernunftbegabte Spezies nach einem langen erfüllten Leben. Schon die alten Griechen forschten und philosophierten über die Gründe, warum einige Menschen so alt werden, dagegen andere frühzeitig in das Reich des Hades gerufen wurden. Erst in den letzten 150 Jahren, mit der Entdeckung der Zellularbiologie durch Virchow, konnte grundlegendes Wissen darüber geschaffen werden. Heute forschen eine Vielzahl von verschiedenen Fachdisziplinen zu diesem Thema und bringen immer neue Erkenntnisse in die Medien. Welche davon sind wirklich richtig und bedeutsam bei einem so multifaktoriellen Geschehen wie dem Altern? Dabei sind einige wenige grundlegende Parameter maßgeblich für unser heutiges Lebensalter von 80 Jahren oder mehr verantwortlich. Lassen Sie uns gemeinsam diesen Weg der Erkenntnis in dem Vortrag gehen und auch über mögliche zukünftige Entwicklungen diskutieren.


Freitag, 02. Juni 2017, 15.00 Uhr

Krank durch Mobilfunkstrahlung? Exposition, Grenzwerte und aktueller Forschungsstand

Dr. Christian Bornkessel, TU Ilmenau

Veranstaltungsort: Faradaybau-Hörsaal, Weimarer Str. 32

Seit der flächendeckenden Einführung des Mobilfunks wird in Teilen der Bevöl-kerung besorgt über mögliche gesundheitsschädliche Wirkungen der Mobilfunk-technologie diskutiert. Hierzu wurde in den letzten Jahren national und interna-tional intensiv geforscht, ein Beispiel ist das Deutsche Mobilfunkforschungs-programm. Der Vortrag erklärt, wo im Mobilfunknetz elektromagnetische Strah-lung auftritt und wie groß die Strahlung von Mobiltelefonen und Basisstationen in typischen Szenarien ist. Die deutschen Grenzwerte zum Schutz der Bevölkerung vor Mobilfunkfeldern werden erläutert und der derzeitige Stand der biologischen Forschung auf diesem Gebiet zusammenfassend dargelegt.


Freitag, 09. Juni 2017, 15.00 Uhr

Erdbeben in Thüringen und das Geodynamische Observatorium Moxa

PD Dr. rer.nat. habil. Thomas Jahr, FSU Jena

Veranstaltungsort: Curiebau-Hörsaal, Weimarer Str. 25

Im Vortrag wird zunächst geklärt, was genau ein Erdbeben ist, wie es entsteht und wie Erdbebenwellen gemessen und interpretiert werden können. Anschließend wird die Erdbebengefährdung in Thüringen diskutiert: Müssen wir mit größeren Erdbeben rechnen? Bei der Antwort aus Sicht des Geodynamischen Observatoriums Moxa spielen größere Ereignisse im Raum Gera (z.B. das "Mitteldeutsche Erdbeben von 1872") ebenso eine Rolle wie die Schwarmerdbeben im Vogtland/NW-Böhmen. Das zusammenfassende Fazit lautet: Ja, Thüringen ist erdbebengefährdet, allerdings muss nicht mit großen Intensitäten und Magnituden gerechnet werden.


Freitag, 16. Juni 2017, 15.00 Uhr

Nietzsche – ein guter Europäer?

Dr. Frithjof Reinhardt, Institut für Philosophie und Kulturgeschichte Bad Berka

Veranstaltungsort: Faradaybau-Hörsaal, Weimarer Str. 32

Der europäische Einigungsprozess ist aktuell in einer tiefen Krise und die Zukunft Europas steht angesichts des erneuten Nationalismus zur Diskussion. Friedrich Nietzsche wendete sich gegen Nationalismus und Antisemitismus und jegliche Form von Deutschtümelei, gleichzeitig aber betonte er, kein „Humanitarier“ zu sein und sprach von sich und den Heimatlosen als guten Europäern. Im Vortrag soll ein Blick auf die Philosophie Nietzsches und insbesondere sein Verständnis von Europa geworfen werden. Wir wollen, ausgehend von Nietzsche, nach Kennzeichen eines guten Europäers und nach der Rolle seiner Überlegungen für die aktuelle Europadebatte fragen.

 


Freitag, 23. Juni 2017, 15.00 Uhr

Unser Islam, euer Islam: Zur Geschichte der Islamdebatte

Prof. Dr. Birgit Schäbler, Universität Erfurt

Veranstaltungsort: Curiebau-Hörsaal, Weimarer Str. 25

Die heute geführte Islamdebatte hat eine Geschichte, die etwa 130 Jahre alt ist, inklusive der ins Feld geführten Argumente. Damals wie heute krankt die Debatte an mangelnder Information und wechselseitigen Fehldeutungen. Der Vortrag zeigt, wie Muslime ihre Religion verteidigt und dabei den modernen Islam geschaffen haben.