Wie begeistert man Kulturinteressierte für neue Wege durch Weimar? Dieser Frage widmen sich im Sommersemester Studierende der Angewandten Medien- und Kommunikationswissenschaft an der TU Ilmenau. In Kooperation mit der Klassik Stiftung Weimar entwickeln sie im Rahmen eines praxisnahen Seminars kreative Kampagnen für einen geplanten „Goethe-Parcours Weimar“.
Die Klassik Stiftung Weimar betreut mehr als 30 Museen und Kulturdenkmäler, darunter zwölf UNESCO-Welterbestätten. Eine davon – Goethes Wohnhaus am Weimarer Frauenplan – wird ab November 2026 für drei Jahre saniert und bleibt in dieser Zeit geschlossen. Während der Instandsetzung bleibt das Goethe-Nationalmuseum mit seiner Dauerausstellung „Lebensfluten – Tatensturm“ jedoch weiterhin für den Publikumsbesuch geöffnet. Zahlreiche digitale Erlebniswelten wie VR-Anwendungen des digitalen Goethe-Hauses und der Goethe-Apparat, das virtuelle Arbeitszimmer Goethes, machen den Besuch des Wohnhauses weiterhin möglich.
Auf die Besucherinnen und Besucher warten während der Schließzeit umfangreiche Angebote weiterer Goethe-Orte in Weimar: zum Beispiel im Schiller-Museum, im Wittumspalais und im Weimarer Stadtschloss mit der neuen Dauerausstellung zur Weimarer Klassik (ab Oktober). Diese und weitere Orte sowie wachsende digitale Angebote will die zweitgrößte Kulturstiftung Deutschlands jetzt im „Goethe-Parcours Weimar“ zu einem kuratierten Gesamterlebnis bündeln.
Sieben Studierende entwickeln hierfür in den kommenden drei Monaten eigenständige Kampagnenkonzepte. In zwei konkurrierenden Nachwuchsagenturen erarbeiten sie zentrale Botschaften, zielgruppengerechtes Wording und geeignete Kommunikationsmaßnahmen, um den Parcours ab der Wintersaison wirkungsvoll zu positionieren.
Begleitet werden die Studierenden von Seminarleiterin Elisabeth Wagner-Olfermann vom Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft, die die Kooperation initiiert hat, sowie von Elke Siedhoff-Müller, Leiterin des Stabsreferats Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, Antje Puschke, Teamleiterin Stiftungsmarketing und Alumna der TU Ilmenau, und Stephanie Hock, Redakteurin für Kulturkommunikation. Elke Siedhoff-Müller betont:
Wir freuen uns sehr auf diese erste Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Ilmenau und auf die kreativen Anregungen, die die Studierenden in unsere Kommunikation einbringen werden. Dafür ermöglichen wir gern vertiefte Einblicke in die vielfältige Arbeit der Kommunikationsabteilung einer Kulturstiftung.
Die Ergebnisse präsentieren die Studierenden am 17. Juli in einem realitätsnahen Pitch. Auftraggeberin und Studierende blicken gespannt auf die entwickelten Konzepte.
Über die Berufsfeldorientierung
Die Berufsfeldorientierung PR ist ein zweisemestriges Seminarangebot für Studierende des dritten Fachsemesters im Bachelorstudiengang Angewandte Medien- und Kommunikationswissenschaft. Im Wintersemester erwerben die Teilnehmenden grundlegende Kenntnisse und Methoden der PR-Arbeit, die sie im Sommersemester in praxisorientierten Projekten anwenden. In den vergangenen Jahren kooperierte das Seminar unter anderem mit der Thüringer Klimaagentur, dem Regionalmanagement Kreis Gotha & Ilm-Kreis, Schmitz Cargobull, Maxx Solar & Energie GmbH, dem Thüringer Landtag sowie der Kreativagentur Samt & Seidel KG.
Kontakt
Elisabeth Wagner-Olfermann
Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft (IfMK)