In unserer modernen Informationsgesellschaft wird es immer wichtiger, Fakten zu sichern. Doch wie sehr können wir einer Aussage, einer Zahl oder einer Informationsquelle vertrauen? Wie präzise wurden Daten analysiert oder Umfragen ausgewertet? Mit welcher Unsicherheit lassen sich Messwerte erfassen und Statistiken interpretieren? Wie präzise können medizinische Diagnosen gestellt und wirtschaftliche Trends abgeschätzt werden? Und wie lassen sich Produktionsprozesse für höchste Präzision gestalten, um hochwertige und langlebige Produkte zu entwickeln und Energie und Ressourcen einzusparen?

An der TU Ilmenau setzen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler täglich mit diesen und vielen weiteren Fragen auseinander. Sie arbeiten kontinuierlich daran, wissenschaftliche Methoden, technische Lösungen und Informationsquellen zu verbessern, um höchste Präzision zu erreichen und Unsicherheiten auf ein Minimum zu reduzieren. Auf diese Weise schaffen sie ein solides Fundament für verlässliche Fakten.

Im Themenjahr 2026 richten wir unseren Blick deshalb gezielt auf diese Details, die den Weg in eine nachhaltige Zukunft ebnen und die Grundlage für das wissenschaftliche Arbeiten sind – und bringen für Sie die Forschung an der TU Ilmenau auf den Punkt: Nur wenn Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen gründlich recherchieren und exakt analysieren, entstehen Ergebnisse, auf die man vertrauen kann.

Ihr Stefan Sinzinger | Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs

News zum Themenjahr "Präzision"

Impulse aus der Wissenschaft

TU Ilmenau/Michael Reichel

Hochpräzise Messwerkzeuge für die Mobilität von Morgen

Die TU Ilmenau forscht am Thüringer Innovationszentrum Mobilität (ThIMo) an hochpräzisen Messwerkzeugen für automatisierte und vernetzte Fahrzeuge. In der neuen Forschungsgruppe „BiRaUM“ werden Reflexionsverhalten und Kommunikations- bzw. Radarsignaturen von Verkehrsobjekten untersucht, um Zuverlässigkeit, Sicherheit und Effizienz künftiger Mobilitätssysteme zu erhöhen – von 6G-Sensorik bis zur realitätsnahen Testsituation.

Zum Interview mit Forschungsgruppenleiter Prof. Thomas Dallmann

Neue Wege zu noch präziseren Längenmessungen

Wie lassen sich mit Hilfe von Licht kleinste Abstände, Längen oder Wegänderungen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, noch präziser und stabiler messen? Mit dieser Frage beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Fachgebiet Nanofabrikations- und Nanomesstechnik im Projekt „MELI – Forschung an Methoden zur externen Referenzierung für die Diodenlaser-lnterferometrie“. Wir haben mit Prof. Thomas Kissinger und Doktorandin Jasmin Ruprecht über ihre Forschungen gesprochen. 

Zum Interview mit Forschungsgruppenleiter Prof. Thomas Kissinger und Doktorandin Jasmin Ruprech

TU Ilmenau/Susanne Ecke

Vergangene Themenjahre