Vom 7. bis 11. September reisten fünf Mitglieder der CCS-Gruppe nach Brünn, Tschechien, um an der 11th European Communication Conference (ECC11) teilzunehmen, die von der European Communication Research and Education Association (ECREA) organisiert wurde.
Die Konferenz brachte Kommunikationswissenschaftler*innen aus Europa und darüber hinaus zusammen, um Forschungsergebnisse auszutauschen, aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und neue Perspektiven auf gegenwärtige Kommunikations- und Medienprozesse zu entwickeln. Die CCS-Gruppe war mit Forschungsbeiträgen zu politischer Informationsnutzung, digitalen Verhaltensdaten, rechtsextremen Kommunikationsnetzwerken sowie populistischen Narrativen in alternativen und etablierten Medien vertreten.
Milin Zhang präsentierte gemeinsam mit Emese Domahidi ihre Forschung im Panel Cross-Platform News Exposure and Digital Trace Methods. In ihrem Vortrag „Comparing Subjective and Objective Measures of Online Political Exposure: A Validation Study from Survey and Web Browsing Data“ untersuchten sie die Messung der Nutzung politischer Informationen und deren Bedeutung für die empirische Forschung. Die Studie leistet einen Beitrag zur aktuellen Diskussion darüber, wie die Exposition gegenüber politischen Informationen gemessen werden kann und wie sich subjektive, auf Befragungsdaten basierende Messungen zu Verhaltensdaten aus dem Webbrowser verhalten.
Maximilian Zehring stellte seine Forschung zu rechtsextremen Akteur*innen und Kommunikationsnetzwerken auf Telegram vor.Sein Vortrag „Far-right settlers on Telegram: Connections, locations, and communication“beschäftigte sich damit, wie rechtsextreme Akteur*innen auf der Plattform miteinander in Verbindung stehen und kommunizieren. Dabei lag ein besonderer Fokus auf den Strukturen und der räumlichen Dimension dieser Netzwerke.
Jingyuan Yu präsentierte gemeinsam mit Christine Wendo King'ang'i und Emese Domahidi ihre Forschung im Panel Populism, Nostalgia, and Political Memory. Ihr Vortrag „Virtue and villainy: A comparative study of populist narratives in alternative and legacy media during the federal election period in Germany“ untersuchte, wie populistische Informationen in alternativen und etabliert en Medien kommuniziert werden. Dabei wurden Narrative und Muster der Informationsverbreitung in den unterschiedlichen Medienumgebungen miteinander verglichen.
Neben den eigenen Präsentationen bot die ECREA der CCS-Gruppe zahlreiche Möglichkeiten zum wissenschaftlichen Austausch mit Kolleg*innen aus verschiedenen Ländern und Forschungsbereichen. Die Konferenz schuf einen wertvollen Raum für konstruktive Diskussionen über unsere Forschungsprojekte, den Austausch von Ideen sowie die Pflege bestehender und den Aufbau neuer wissenschaftlicher Kontakte.
Wir freuen uns über die Gelegenheit, unsere Forschung vorzustellen, alte und neue Kolleg*innen zu treffen und an den anregenden Diskussionen teilzunehmen.
Wir freuen uns schon auf die nächste ECREA!