Das Fachgebiet CCS ist in diesem Jahr mit mehreren Beiträgen und Beteiligten auf den PreConferences der ECREA vertreten. Bereits am 7. September, dem ersten Tagungstag, standen dabei aktuelle Forschungsarbeiten zu digitaler Kommunikation und politischen Kommunikationsinfrastrukturen im Mittelpunkt.
Im Rahmen der PreConference „Instant Messaging as Political Communication Infrastructure“ stellte Max Schindler gemeinsam mit Emilija Gagrčin (Universität Bremen) die Arbeit „Three Decades of Instant Messaging Research: An Integrative Literature Review“ vor. Die gemeinsame Literaturübersicht gibt einen systematischen Überblick über drei Jahrzehnte der Forschung zu Instant Messaging und ordnet zentrale Entwicklungen und Forschungsperspektiven des Feldes ein.
Ebenfalls im Rahmen der PreConference wurde der Beitrag „Transnational or Nationally Bounded? Far-Right Communication Networks on Telegram in Thirteen European Countries“ von Pablo Jost vorgestellt. An der Arbeit sind zudem Emese Domahidi und Maximilian Zehring beteiligt. Die Studie untersucht die Kommunikationsnetzwerke der extremen Rechten auf Telegram und nimmt dabei vergleichend europäische Länder in den Blick. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit diese Netzwerke über nationale Grenzen hinweg miteinander verbunden sind oder sich vorwiegend innerhalb nationaler Kommunikationsräume bewegen.
Am Abend bot das Get-Together der PreConference „Data Donation for Communication Research“ Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung. Milin Zhang und Emese Domahidi nutzten die Gelegenheit, mit anderen Forschenden ins Gespräch zu kommen – und dabei auch eine Runde Tischtennis zu spielen. Das Get-Together fand in einer Tischtennisbar statt und verband damit wissenschaftlichen Austausch mit einer lockeren und geselligen Atmosphäre.
Am 8. September folgte die Hauptveranstaltung der PreConference „Data Donation for Communication Research“, an der Emese Domahidi und Milin Zhang ebenfalls teilnahmen. Im Mittelpunkt stand der Austausch über Data Donation als Ansatz für die Kommunikationswissenschaft und über aktuelle Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Nutzung von Daten, die von Nutzer für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt werden.
Damit zeigt sich das FG CCS bereits vor Beginn der eigentlichen ECREA-Konferenz mit vielfältigen Forschungsbeiträgen und Aktivitäten präsent. Die Beteiligung an den verschiedenen PreConferences bietet dabei nicht nur die Möglichkeit, aktuelle Forschungsergebnisse vorzustellen, sondern auch neue Kontakte zu knüpfen und den wissenschaftlichen Austausch über zentrale Fragen der digitalen und politischen Kommunikation zu vertiefen.