Personen beim Einpflanzen der StaudenAG Nachhaltigkeit

Kann eine stark verdichtete und nährstoffarme Fläche trotzdem ökologisch und gestalterisch aufgewertet werden? Dieser Frage geht ein neues Projekt der AG Nachhaltigkeit des StuRa auf dem Campus der TU Ilmenau nach.

Die Fläche gegenüber vom Staudingerbau stellt besondere Anforderungen an eine Bepflanzung: Der Boden ist stark verdichtet und nährstoffarm. Gleichzeitig kann die Fläche nicht grundlegend umgestaltet werden, da schwere Fahrzeuge weiterhin jederzeit an die angrenzenden Gebäude heranfahren können müssen. Eine dauerhafte Begrünung ist daher eine besondere Herausforderung.

Im Rahmen einer Pflanzaktion hat die AG Nachhaltigkeit 15 verschiedene Staudenarten auf der Fläche angepflanzt. Stauden sind mehrjährige Pflanzen, deren oberirdische Teile in der Regel nach der Vegetationsperiode absterben. Im Frühjahr treiben sie aus ihren Wurzeln erneut aus. Die auf der Versuchsfläche gepflanzten Arten erreichen Wuchshöhen von etwa 5 bis 80 Zentimetern und bringen unterschiedliche Blüten und Wuchsformen mit.

In den ersten Sommermonaten wurden die Pflanzen von Mitgliedern der AG Nachhaltigkeit regelmäßig gegossen. Nun soll beobachtet werden, ob sich die Stauden auf dem schwierigen Untergrund dauerhaft etablieren können und welche der 15 Arten mit den Bedingungen besonders gut zurechtkommen.

Damit ist die Fläche zugleich ein kleines Freilandexperiment: Die Ergebnisse können zeigen, ob sich auch Standorte mit schwierigen Bodenverhältnissen mit vergleichsweise einfachen Mitteln vielfältiger und attraktiver gestalten lassen.

Denn neben einer attraktiveren Gestaltung kann die Staudenfläche auch ökologischen Nutzen bieten: Die unterschiedlichen Blüten schaffen ein zusätzliches Nahrungsangebot für Insekten und die mehrjährige Bepflanzung sorgt für dauerhafte Begrünung und neue Strukturen und Rückzugsräume für kleinere Tiere auf dem Campus.

 

Das Projekt wurde vollständig durch Privatspenden finanziert.