01.06.2026

1. bis 12. Juni Unibibliothek Ilmenau: Ausstellung „Haltestellen des Lebens“ – Aus dem Bushäuschen wird die Mobilitätsstation

Entwurf einer von Studierenden designten BushaltestelleThomas Schrickel

Die Bibliothek der Technischen Universität Ilmenau zeigt ab dem 1. Juni die Ausstellung „Haltestellen des Lebens“ zur Bushaltestelle der Zukunft. Auf elf Ausstellungstafeln werden die Ergebnisse von Projektarbeiten von Studierenden dreier Thüringer Hochschulen präsentiert, deren Aufgabe es war, Haltestellen der Zukunft für den öffentlichen Personennahverkehr zu entwerfen. Das Ergebnis: Mobilitätsstationen, an denen nachhaltige Verkehrsmittel möglichst effizient befahren werden können und die für die Menschen soziale Knotenpunkte sind. Die Ausstellung ist vom 1. bis zum 12. Juni während der Öffnungszeiten der Bibliothek zu sehen, der Eintritt ist frei.

Bushäuschen waren gestern – in Zukunft soll es Mobilitätsstationen geben. In einem Projekt des Thüringer Mobilitätsnetzwerks zur Verkehrsraumgestaltung sollten Studierende der TU Ilmenau, der Bauhaus-Universität Weimar und der Fachhochschule Erfurt das Bushäuschen neu denken und in die Zukunft projizieren.

An der TU Ilmenau entwickelten die Studentinnen und Studenten in Projektarbeiten möglichst nutzungsfreundliche Bushaltestellen. Sie empfehlen, schon sehr frühzeitig die Perspektive der Reisenden zu berücksichtigen. Dies erhöhe nicht nur die Gebrauchstauglichkeit der Haltestellen, sondern auch deren Akzeptanz. Die Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar beschäftigten sich mit dem Design künftiger Bushaltestellen und entwickelten Entwürfe in unterschiedlichen Größen. Und an der Fachhochschule Erfurt erarbeiteten die Studierenden Konzepte zu Mobilitätsstationen in Thüringen und Kriterien zu deren Bedarf und Ausstattung.

Die Ideen und Entwürfe der Thüringer Studentinnen und Studenten zeigen, wie Mobilitätsstationen morgen aussehen können: digitale nahtlose Fahrgastinfos, Designs, die praktisch und behaglich sind, barrierefreie Einstiege. Sie erinnern daran, dass Haltestellen mehr sind als Übergangspunkte: Es sind soziale Räume, Orte, an denen Menschen zusammenkommen, gemeinsam warten und miteinander interagieren. Bushäuschen werden zu mobilen sozialen Knotenpunkten, zu „Haltestellen des Lebens“.

Nachdem die Wanderausstellung zum Auftakt im Regierungsviertel in Erfurt zu sehen war, kommt sie nun vom 1. bis zum 12. Juni an die Universitätsbibliothek der TU Ilmenau, bevor sie am 20. Juni bei der Ilmenauer Wissenschaftsnacht im Kirchhoffbau der TU Ilmenau auch virtuell erlebbar sein wird. Anschließend zieht die Ausstellung weiter nach Weimar.