
Marco Frezzella
Pressesprecher
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iENAAuf der internationalen Fachmesse „Ideen – Erfindungen – Neuheiten“ iENA 2024 in Nürnberg haben Wissenschaftler der Technischen Universität Ilmenau bei der Prämierung der besten Erfindungen hervorragend abgeschnitten: Sie erhielten drei Gold-, vier Silber- und eine Bronzemedaille. Auf der Erfindermesse wurden in diesem Jahr über 500 Erfindungen aus 30 Ländern präsentiert. Den zwölf siegreichen Forscherteams der Thüringer Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden die Medaillen bei einer feierlichen Veranstaltung des Landespatentzentrums Thüringen PATON am 12. Dezember an der TU Ilmenau überreicht. Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.
Mit jährlich mehr als 20 Patenteinreichungen im Jahr gehört die TU Ilmenau zu den erfindungsstärksten Universitäten in Deutschland. Nach der neusten Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft belegt die TU Ilmenau bei der Patentaktivität nach der Bergakademie Freiberg und der Medizinischen Hochschule Hannover den dritten Platz aller Hochschulen in Deutschland.
Präsentiert werden diese Erfindungen und Innovationen vom Patentmanagement Thüringer Hochschulen auf der jährlich stattfindenden internationalen Fachmesse „Ideen – Erfindungen – Neuheiten“ iENA in Nürnberg. Das Patentmanagement Thüringer Hochschulen, das Teil des an der TU Ilmenau angesiedelten Landespatentzentrums Thüringen PATON ist, unterstützt alle Thüringer Hochschulen im Bereich der gewerblichen Schutzrechte. In diesem Jahr wurden insgesamt über 500 Erfindungen von 260 Ausstellern aus 30 Ländern, von Algerien bis zu den Vereinigten Staaten von Amerika, von einer internationalen Expertenjury begutachtet. Ausgezeichnet wurden zwölf Erfindungen Thüringer Hochschulen, alleine sieben von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der TU Ilmenau.
Eine Goldmedaille erhielt ein Forscherteam vom Institut für Prozessmess- und Sensortechnik der TU Ilmenau um Prof. Thomas Fröhlich für eine Erfindung, die die Temperatur misst und das Messgerät gleichzeitig vor direkter Sonneneinstrahlung schützt. Durch eine bewegliche Blende wird der Einfluss der Sonnenstrahlen bei Messungen der Lufttemperatur bestimmt und korrigiert, sodass die Temperatur viel exakter gemessen werden kann.
Ebenfalls eine Goldmedaille erhielten Dr. Nesrine Jaziri und Prof. Jens Müller, Leiter des Fachgebiets Elektroniktechnologie, für die Entwicklung eines präzisen Verfahrens zur Herstellung mikroelektronischer Schaltungsträger auf Keramikbasis. Mithilfe der sogenannten Dickschichttechnologie gelang es dem Forscherteam, die Strukturauflösung von Leiterbahnen von bisher 100 Mikrometern auf unter 20 Mikrometer, also unter 20 Tausendstel Millimeter, zu reduzieren. Auch werden bislang übliche Fehlausrichtungen der Leiterbahnen zu den Kontakten vollständig vermieden. Gegenüber bisherigen Herstellungsverfahren spart die revolutionäre neue Methode der TU Ilmenau zudem Material, Zeit und Energie ein.
Eine dritte Goldmedaille erhielten die zwei Wissenschaftler der TU Ilmenau Prof. Jörg Robert, Leiter des Fachgebiets Zuverlässige Maschine-zu-Maschine-Kommunikation, und Tim Hemmecke, die zusammen mit der KOMPASS GmbH im Forschungsprojekt COMSENS+, das von der Thüringer Aufbaubank über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird, ein Monitoringsystem zur Überwachung der Emission von Treibhausgasen von Mooren mit neuartiger drahtloser Sensorik aufbauen. Da Moore hervorragende Klimaschützer sind – in ihrem natürlichen Zustand speichern sie mehr Kohlenstoff als alle Wälder der Welt zusammen –, sollen Moorflächen, die für die Landwirtschaft trockengelegt wurden, wiedervernässt werden.
Sascha Erfurt
Landespatentzentrum Thüringen PATON
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