FG Medienwissenschaft auf zweitem BBK-Fachkongress „Forschung für den Bevölkerungsschutz“

TU Ilmenau/Johanna Radechovsky
v.l.n.r.: Hans-Jürgen Bucher, Johanna Radechovsky, Johanne Meyer Bildnachweis: TU Ilmenau/Johanna Radechovsky

Johanna Radechovsky vom Fachgebiet Medienwissenschaft sprach auf dem Fachkongress „Forschung für den Bevölkerungsschutz“, der vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) vom 05. bis 07. Februar 2025 in Bonn ausgerichtet wurde, über die Herausforderungen und Optimierungsansätze der staatlichen Risiko- und Krisenkommunikation.

 

In dem Vortrag ging sie insbesondere auf die Hürden und Verbesserungspotenziale deutscher Kommunen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie ein. So litten die Kommunen vor allem an Zeitmangel und der inkonsequenten Informationsweitergabe durch die Landesregierungen. Während zentrale Verbesserungen wie Krisenübungen und Schulungen nach der Pandemie weitgehend umgesetzt wurden, werden innovativere Optimierungsmaßnahmen wie der stärkere Einsatz sozialer Medien oft vernachlässigt. Zudem fehlt es weiterhin an formativen Evaluationen während langanhaltenden Krisen.

 

Die Studie ist Teil eines von Prof. Martin Löffelholz geleiteten Forschungsprojekts zur staatlichen Risiko- und Krisenkommunikation in Deutschland, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des MIRKKOMM-Konsortiums für drei Jahre gefördert und 2024 abgeschlossen wurde. Ein weiteres Teilvorhaben des Konsortiums stellten Prof. Hans-Jürgen Bucher und Johanne Mayer vom KIT Karlsruhe auf der Tagung vor.