
Marco Frezzella
Pressesprecher
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Thema: Johann Wolfgang von Goethe, der (chronisch) leidende Patient
Referent: Dr. med. habil. Friedrich Meier
Zeit: Freitag, 7. März 2025, 15:00 Uhr
Ort: TU Ilmenau, Faradaybau, Weimarer Straße 32
Eintritt: 5 Euro
Johann Wolfgang von Goethe wird vor allem als genialer Dichter und Schriftsteller verehrt. Weniger kennt man seine Leistungen als Wissenschaftler: als Botaniker, Biologe, Mineraloge, Meteorologe oder Anatom. Goethe war aber noch viel mehr: Maler und Zeichner, Philosoph, Politiker und Diplomat, Verwalter, Direktor von Theater und Museen. Mit seinem gewaltigen Lebenswerk ist Goethe für viele ein Sinnbild für physische und psychische Gesundheit – erst recht mit Blick auf sein für die damalige Zeit langes Leben: Goethe starb mit 82.
Doch in Wirklichkeit war Goethes Leben überschattet von verschiedensten schweren Krankheiten. Zu Johann Peter Eckermann, dem Vertrauten der letzten Lebensjahre, äußerte er sich wenige Jahre vor seinem Tod so: „Man hat mich immer als einen vom Glück besonders Begünstigten gepriesen, auch will ich mich nicht beklagen und den Gang meines Lebens nicht schelten. Allein im Grunde ist es nichts als Mühe und Arbeit gewesen, und ich kann wohl sagen, dass ich in meinen fünfundsiebzig Jahren keine vier Wochen eigentliches Behagen gehabt. Es war das ewige Wälzen eines Steines, der immer von neuem gehoben sein wollte.“
In seinem Vortrag im Rahmen des TU Ilmenau Bürgercampus‘ zeichnet Dr. Friedrich Meier das lange, ereignisreiche Leben Goethes nach, dessen Worte von einem leidenden Menschen zeugen. Friedrich Meier, früherer leitender Chefarzt der Thüringen-Kliniken am Standort Rudolstadt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lebensgewohnheiten und medizinische Besonderheiten von historischen Persönlichkeiten nachzuspüren.