22.09.2025

Neue Studie zeigt langfristige Geschlechterunterschiede im politischen Journalismus

Neue Studie zeigt langfristige Geschlechterunterschiede im politischen Journalismus

Die Studie von Aliya Andrich, Marko Bachl und Emese Domahidi wurde in der Sonderausgabe zum Thema „Diversität und Geschlecht im Journalismus” der Zeitschrift „Medien & Kommunikationswissenschaft” veröffentlicht.

Der Artikel „Do Women Write More About Women? The Impact of Journalist Gender on the Media Visibility of Female and Male Politicians” untersucht, wie das Geschlecht von Journalist:innen die politische Berichterstattung beeinflusst. Dafür wurden mehr als 500.000 in den letzten zehn Jahren in nationalen US-Medien veröffentlichte Nachrichtenartikel analysiert und die Berichterstattung von 2.315 Journalist:innen sowie die Sichtbarkeit von über 1.000 Politiker:innen erfasst.

Die Ergebnisse zeigen, dass das Geschlecht der Journalisten einen kleinen, aber konsistenten Einfluss hat: Artikel, die von Frauen geschrieben wurden, erwähnen und heben eher Politikerinnen hervor. Gleichzeitig hängt das Ausmaß dieser Unterschiede vom jeweiligen Medienunternehmen ab, was die Bedeutung des organisatorischen Kontexts unterstreicht. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass die geschlechtsspezifischen Berichterstattungsmuster in den letzten Jahrzehnten stabil geblieben sind.

Die Studie macht deutlich, wie Ungleichheiten in Redaktionen Medieninhalte prägen und trägt somit zu einem besseren Verständnis anhaltender Geschlechterunterschiede im Journalismus und in der Politik bei.

Weitere Details zur Studie: https://doi.org/10.5771/1615-634x-2025-3-386