Diesen Monat wurde ein Artikel von Aliya Andrich im International Journal of Press/Politics veröffentlicht. Die Studie bietet eine Längsschnittanalyse der Medienstimmung gegenüber US-PolitikerInnen in den 2010er Jahren.
Unter Verwendung transformerbasierter Klassifikatoren für die Stimmungserkennung und mit einer Zeitreihenanalyse liefert die Studie neue Längsschnittdaten darüber, wie fast 900.000 Nachrichtenartikel 1.095 US-PolitikerInnen darstellten. Die wichtigsten Ergebnisse zeigen, dass einige Politikerinnen zwar eine negativere Berichterstattung erhielten als ihre männlichen Kollegen, dass dieses Muster jedoch je nach Parteizugehörigkeit und Medienpräsenz variierte. So wurden beispielsweise weibliche Demokraten, die in den Medien nur mäßig beachtet wurden, sowohl während der Wahlen als auch im Alltag weniger negativ dargestellt als männliche Republikaner, jedoch kritischer als weibliche Republikaner und männliche Demokraten. Darüber hinaus zeigt die Studie, dass in den meisten Wahljahren sowohl demokratische als auch republikanische Frauen eine etwas positivere Berichterstattung erhielten, obwohl gut sichtbare Politiker, insbesondere Frauen, insgesamt mehr negative Aufmerksamkeit auf sich zogen.
Diese Studie trägt zu einem tieferen Verständnis bei, wie sich die Stimmung in Nachrichten im Laufe der Zeit in Abhängigkeit von Geschlecht und politischem Kontext entwickelt.
Weitere Einzelheiten zu dieser Arbeit finden Sie unter https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/19401612251318187