Prof. Löffelholz im Interview zum Tod von Peter Arnett

Berlin, 18.12.2025 – Im Deutschlandradio Kultur sprach Professor (i.R.) Martin Löffelholz, Medienwissenschaftler an der Technischen Universität Ilmenau, über die Bedeutung des kürzlich verstorbenen, international bekannten Kriegsreporters Peter Arnett.

In dem Live-Interview ordnete Löffelholz Arnetts journalistische Leistungen historisch ein und diskutierte dessen Rolle bei der Berichterstattung über den Zweiten Golfkrieg 1991, der einen Wendepunkt in der medialen Darstellung von Kriegen markierte. Er hob hervor, dass mit den Live-Berichten aus Bagdad erstmals eine rund-um-die-Uhr-Kriegsberichterstattung entstand, die den Aufstieg von CNN und den Beginn des 24/7-Nachrichtenzyklus entscheidend mitprägte.

Darüber hinaus sprach Löffelholz über die strukturellen Herausforderungen moderner Kriegsberichterstattung sowie den Einfluss von Social Media und künstlicher Intelligenz. Das Interview macht deutlich, dass Peter Arnett weniger als Einzelperson, sondern als Schlüsselfigur eines grundlegenden Wandels von Kriegs- und Krisenberichterstattung zu verstehen ist – ein Wandel, dessen Folgen den Journalismus bis heute prägen.

Zum Interview: https://www.deutschlandfunkkultur.de/zum-tod-des-kriegsreporters-peter-arnett-der-mann-der-live-aus-bagdad-sendete-100.html