Das Thüringer Zentrum für Maschinenbau hat am 1. Januar ein großangelegtes Forschungsprojekt gestartet, das Herstellungsprozesse von Kunststoffbauteilen umweltfreundlicher machen soll.

In der Forschungsgruppe EMProBio arbeitet das Thüringer Zentrum für Maschinenbau mit seinen fünf Partnereinrichtungen an Technologien und Prozessen, um den Ausstoß von Kohlendioxid in allen Lebensphasen der Kunststoffbauteile zu verringern und insbesondere deren Produktion umweltfreundlicher zu gestalten. Zentraler Ansatz: die Energie- und Ressourceneffizienz in der Produktion zu steigern. Zwei Jahre lang entwickeln Wissenschaftler und Ingenieure nachhaltige Produktionsstrategien zur Verringerung des Energieverbrauchs, der Emissionen und der Rohstoffe.

Die Arbeitsziele des Forschungsprojektes umfassen:

  • Entwicklung und Charakterisierung von Urformprozessen für biogene Kunststoffe sowie deren Optimierung hinsichtlich Energie- und Materialeffizienz
  • Entwicklung und Charakterisierung von recyclingfähigen Fügeprozessen für biogene Kunststoffe sowie deren Optimierung hinsichtlich Energie- und Materialeffizienz
  • Entwicklung von effizienten Prüfabläufen zur Qualitätskontrolle biogener Kunststoffbauteile mittels bildbasierter Messverfahren
  • Entwicklung einer Systematik zur transparenten Bewertung und Optimierung der Material- und Energieeffizienz in Produktionsprozessen von biogenen Kunststoffen
 

Seitens der TU Ilmenau sind die Fachgebiete Produkt- und Systementwicklung (Prof. Husung, Koordinator der Forschungsgruppe) und Qualitätssicherung und Industrielle Bildverarbeitung (Prof. Notni) am Projekt beteiligt.

Weitere Partner sind die Ernst-Abbe-Hochschule Jena, die GFE – Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung Schmalkalden e. V., das Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung GmbH (ifw Jena) und die Hochschule Schmalkalden

Das auf zwei Jahre angelegte Projekt wird gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus