17.09.2026

TU Ilmenau eröffnet CAVE: High-End-Großlabor zur Erforschung virtueller Welten

Drei Personen mit VR Brille stehen in der Virtuellen WaldumgebungTU Ilmenau/ari

Das Ilmenau Interactive Immersive Technologies Center (I3TC) der TU Ilmenau hat heute (17. September) die CAVE eröffnet, eine Fünf-Seiten-Großprojektion, bei der die Nutzer im Mittelpunkt stehen. Die CAVE ist das Herzstück des Visualization Labs, eines der vier Großlabore des I3TC zur ganzheitlichen Erforschung sogenannter immersiver Medien und Technologien – digitaler 3D-Anwendungen, die Nutzer so tief in eine virtuelle oder erweiterte Umgebung einbinden, dass die reale Welt zeitweise in den Hintergrund tritt. Der Aufbau der CAVE kostete 1,65 Millionen Euro und wurde vom Freistaat Thüringen mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung mit knapp einer Million Euro kofinanziert.

Das Ilmenau Interactive Immersive Technologies Center (I3TC) bietet eine hochmoderne Infrastruktur immersiver Audio- und Videotechnologien. Aufwändige Technik schafft absolut realitätsnahe, begehbare virtuelle Umgebungen – Räume, die Nutzer so tief in eine virtuelle oder erweiterte Umgebung einbinden, dass die reale Welt in den Hintergrund tritt.

Drei Personen mit VR Brille stehen in der Virtuellen WaldumgebungTU Ilmenau/ari

In neun Jahren, von den ersten Konzepten 2017 bis zu ihrer Fertigstellung, entstand die CAVE, das Herzstück des Visualization Labs, eines der vier Großlabore des I3TC zur ganzheitlichen Erforschung immersiver Medien und Technologien. Das High-End-Labor, eine Fünf-Seiten-Installation – Boden von fünf mal fünf Metern und gut drei Meter hohe Wände –, bietet in Kombination mit in den Boden integrierten Kraftmessplatten deutschlandweit bislang einzigartige technische Möglichkeiten zur Wiedergabe dreidimensionaler virtueller Umgebungen für zwei unabhängige Betrachter. Hierdurch können das Nutzerverhalten und die Interaktionsmöglichkeiten der Nutzer mit ihrer virtuellen Umgebung erforscht werden.

Mit der technischen Infrastruktur am I3TC können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun ambitionierte Forschungsprojekte, auch mit der Industrie, in den verschiedensten Bereichen durchführen: Mensch-Technik-Interaktion, Virtuelle Produktion, Industrial Metaverse, Visualisierung, Telepräsenz, Digitale Zwillinge, Gaming und viele mehr. Zur Eröffnung der CAVE zeigte sich der Präsident der TU Ilmenau, Prof. Kai-Uwe Sattler, erfreut über die neuen Möglichkeiten, die die Universität nun hat: „Die neuartige CAVE erlaubt nicht nur die Visualisierung immersiver virtueller Umgebungen, sondern ermöglicht es auch, die Interaktion von Personen in solchen Umgebungen zu erforschen. Gleichzeitig bietet es unseren Studierenden verschiedenster Fachrichtungen die Möglichkeit, schon heute mit Technologien von morgen zu arbeiten.“

Das Visualization Lab kommt unmittelbar einer Vielzahl von Studiengängen zugute, darunter Informatik, Medieningenieurswissenschaften, Research in Computer and Systems Engineering, Angewandte Medien- und Kommunikationswissenschaft, Ingenieur-Informatik und Media and Communication Science. In den Lehrveranstaltungen aus Forschung und Praxis bietet das hochmoderne Equipment im I3TC allerbeste Möglichkeiten für eine qualitativ hochwertige zeitgemäße Ausbildung.

 

Kontakt

Prof. Dr. Wolfgang Broll
Direktor Ilmenau Interactive Immersive Technologies Center (I3TC)
+49 3677 69-4735
wolfgang.broll@tu-ilmenau.de 

 
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