06.11.2026

TU Ilmenau steigert Studierendenzahlen deutlich: 13 Prozent mehr Immatrikulationen

Hajo Dietz

In der Technischen Universität Ilmenau haben sich zum Wintersemester 2026/27 618 Männer und Frauen gegenüber 548 im Vorjahr immatrikuliert, das ist eine Steigerung von 12,8 Prozent. Angesichts des bundesweiten Trends rückläufiger Erstsemesterzahlen in den ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen behauptet sich die thüringische Campusuniversität damit sehr erfolgreich. Maßgeblich für das Wachstum ist die strategische Transformation hin zu innovativen Studienmodellen, eine enge Verknüpfung von Fachwissenschaften mit Zukunftstechnologien und interdisziplinäre Angebote, zum Beispiel im Bereich der Nachhaltigkeit. Flankiert wird die akademische Qualität von einem exzellenten Betreuungsverhältnis und einer herzlichen Willkommenskultur auf dem Universitätscampus.

Die positive Entwicklung wird durch die hohe Attraktivität der forschungsorientierten Masterstudiengänge getragen. Besonders starke Zuwächse verzeichnete der englischsprachige Studiengang Research in Computer and Systems Engineering, bei dem die Zahlen von 182 Studienanfängern im vergangenen auf 231 in diesem Wintersemester stiegen, ein deutlicher Zuwachs von 26,9 Prozent. Auch International Business Economics legte von 55 auf 67 Immatrikulationen sichtbar zu, eine Steigerung von 21,8 Prozent. Eine hohe Resonanz verzeichnet zudem der neue Studiengang Data Science: Nach dem Start des Masterstudiengangs im Sommersemester 2026 haben sich zum angelaufenen Wintersemester bereits 39 Studierende eingeschrieben.

Strategische Weiterentwicklung der Lehre und Orientierung

TU Ilmenau/ari

Um den hohen Standard in der Lehre zukunftssicher auszubauen, hatte die renommierte Hochschulberatungsagentur CHE Consult der TU Ilmenau im Sommer ihre Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Studiengänge vorgelegt. Auf dieser Basis schlug das Präsidium im Juli dem Senat den strategischen „Aktionsplan Lehre“ vor – zielgerichtete Maßnahmen wie die Entwicklung innovativer Studienmodelle und die nachhaltige Steigerung der Studierendenzufriedenheit. 

Als wesentlicher Baustein des Erfolgs in der Lehre hat sich das ingenieurwissenschaftliche Orientierungsstudium bewährt. Vor drei Jahren eingeführt, hilft das Programm den Studierenden mit intensiven, praxisnahen Einblicken in verschiedene Ingenieurtätigkeiten in den ersten Semestern dabei, ihr Studium individuell und passgenau auszurichten. 

Ergänzt wird die Sichtbarkeit der TU Ilmenau seit Dezember 2025 durch ein gezieltes Beratungsangebot in den Serviceräumen der Universität direkt gegenüber dem Erfurter Hauptbahnhof – eine zentral gelegene, niederschwellige Anlaufstelle für Studieninteressierte.

 

Moderne Lehrprogramme am Puls der Zeit

Die Qualität der Lehre wird an der TU Ilmenau kontinuierlich gefördert, die Lehrprogramme gehen mit der Zeit: Im März startete mit dem KI-Zertifikat das erste fächerübergreifende Zertifikatsangebot der Universität, das den Studierenden zusätzlich zu ihrem Fachstudium fundierte Kompetenzen zur Planung, Durchführung und Bewertung von Projekten im Bereich der Künstlichen Intelligenz vermittelt. 

Alle zwei Jahre vergibt die Universität den akademischen Lehrpreis, mit dem sie Lehrende für ihr herausragendes Engagement und beispielhafte innovative Lehrkonzepte würdigt. Dazu beteiligte sich die TU Ilmenau bereits mehrfach sehr erfolgreich am eTeach-Netzwerk Thüringen, das Lehrende an den staatlichen Hochschulen dabei unterstützt, digitale und digital gestützte Lehrangebote praxisnah weiterzuentwickeln und erfolgreich umzusetzen. 

 

Fokus Nachhaltigkeit in der Lehre

Die TU Ilmenau verankert den hochaktuellen Nachhaltigkeitsgedanken fest nicht nur in Forschung und Verwaltung, sondern auch in der Lehre, vorangetrieben durch die Taskgroup Nachhaltigkeit, der auch Studierende angehören. So befasste sich der Studienausschuss der Universität in diesem Jahr mit dem Projekt „Thüringen Lehrt und Lernt Nachhaltig“, das Nachhaltigkeit als zentrales Element in den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen etablieren soll. Im Mai startete der neue, interdisziplinäre Bachelorstudiengang „Nachhaltige Energiesysteme“, der Kernkompetenzen von erneuerbaren Energien bis zur Kreislaufwirtschaft vermittelt.

 

Sympathische Universität mit gelebter Willkommenskultur

Neben der akademischen Qualität ist die TU Ilmenau für junge Frauen und Männer durch ihre persönliche Atmosphäre attraktiv. Zur Feierlichen Immatrikulation im soeben begonnenen Wintersemester hieß Präsident Professor Kai-Uwe Sattler die Erstsemester persönlich willkommen. In seiner Eröffnungsrede stellte er die Universität als Ort für forschungsnahes Studieren und gelebte Gemeinschaft vor: „Wer bei uns studiert, wird nicht verwaltet, sondern betreut.“ 

Diese Philosophie spiegelt sich auch im „BaseCamp“ wider, das in diesem Jahr bereits zum vierten Mal eine aktive Willkommenskultur anbot. Von Ende September bis Ende Oktober wurden dort mehr als 460 neue Studierende persönlich an ihrer Universität begrüßt und beim Start in den neuen Lebensabschnitt begleitet.

 

Starke studentische Mitbestimmung auf dem Campus

Getragen werden die universitären Veränderungen in der Lehre von einer gelebten demokratischen Kultur, der auch die Studierenden angehören. Über den Studierendenrat im Senat, dem höchsten Beschlussorgan der Universität, sind die Studierenden aktiv an allen wichtigen Entscheidungen beteiligt. Die Studentische Konsulin hält den kontinuierlichen Austausch mit der Universitätsleitung aufrecht. Zudem findet einmal im Semester das Dialoggespräch mit der Universitätsleitung statt, bei dem Studierende und das Präsidium Themen des Campuslebens direkt beraten.

 

Kontakt

Prof. Anja Geigenmüller
Vizepräsidentin für Studium und Lehre
+49 3677 69-5010
vpsl@tu-ilmenau.de