
Marco Frezzella
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istockphoto.com/metamorworksZum hundertjährigen Jubiläum der Quantenmechanik lädt die Technische Universität Ilmenau im Rahmen der Vortragsreihe „Quanten in Ilmenau“ alle Interessierten am Dienstag, dem 24. Juni, um 17:15 Uhr zum Vortrag „Zwischen Quanten-Echos und gepflegter Relaxation: Kernspins in unserem Alltag“ ein. Professor Siegfried Stapf von der TU Ilmenau beantwortet in seinem Vortrag die Frage: Was ist ein Spin? so: Etwas sehr Abstraktes, das scheinbar nur die Quantenmechanik braucht. Der allgemeinverständliche Vortrag findet im Hörsaal des Faradaybaus der TU Ilmenau, Weimarer Straße 32, statt, der Eintritt ist frei.
Die Welt besteht aus Quanten, kleinsten Licht- und Energiebausteinen, die eigenen physikalischen Gesetzen und Prinzipien unterliegen. Moderne Technologien wie Solarzellen oder Computerchips wären ohne die Quantenmechanik, 1925 erstmals vom deutschen Physik-Nobelpreisträger Werner Heisenberg formuliert, nicht möglich.
In seinem Vortrag am 24. Juni erklärt Professor Siegfried Stapf, Leiter des Fachgebiets Polymerphysik der TU Ilmenau, dass sich die Frage: Was ist ein Spin? leider nicht mit einem Bild, einem Foto, beantworten lässt – obwohl dies schon viele versucht haben. Der Spin ist nämlich eine Zahl, ein Operator, eine Eigenschaft – also etwas sehr Abstraktes, das scheinbar nur die Quantenmechanik braucht und das auch nur sie zu erklären vermag. Betrachtet man aber das magnetische Moment eines real existierenden Teilchens, eines Elektrons, Protons oder Neutrons, so wird doch eine winzige Kompassnadel sichtbar, die man sehr wohl messen und für vielfältige Zwecke nutzen kann. Als sogenannter Kernspin dient er in der chemischen Spektroskopie oder der medizinischen Diagnostik und Wissenschaftlern vor allem zur Bestimmung der Bewegungen von Molekülen von der atomaren bis zur sichtbaren Skala.
In sechs Vorträgen präsentieren Wissenschaftler der TU Ilmenau noch bis Juli aktuelle Forschung und faszinierende Anwendungen aus der Welt der Quantenphysik. Die Vortragsreihe „Quanten in Ilmenau“ der TU Ilmenau und des Vereins der Freunde und Förderer der Naturwissenschaften in Ilmenau ist eine der zahlreichen weltweiten Aktivitäten im „Internationalen Jahr der Quantenwissenschaft und Quantentechnologien“ der Vereinten Nationen. Ziel desQuanten-Jahrs ist es, die Erkenntnisse der Quantenphysik und ihre tiefgreifenden Auswirkungen auf unser Leben sichtbarer zu machen – nicht nur in der Fachwelt, sondern gerade auch für die breite Öffentlichkeit. Denn was vor 100 Jahren als abstrakte Theorie begann, ist heute das Fundament zahlreicher Technologien und Anwendungen, die unsere Wirtschaft und unseren gesamten Alltag nachhaltig prägen.
Dr. Wichard Beenken
Vorsitzender Freunde und Förderer der Naturwissenschaften in Ilmenau e. V.
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