Dr. Dörte Gerhardt
Leiterin Referat Forschungsservice und Technologietransfer
03677 69-2512
doerte.gerhardt@tu-ilmenau.de


Hier finden Sie eine Übersicht über die Thüringer Innovationszentren an der TU Ilmenau und weitere Projekte der TU Ilmenau, die durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des EFRE und ESF Plus gefördert werden.
Eine komplette Übersicht zu weiteren Projekten der TU Ilmenau finden Sie im FIS-Portal.


Projekttitel: 6GCI - 6G Campus Ilmenau - Nachhaltige, hochleistungsfähige Mobilkommunikationsinfrastruktur
Förderung: Januar 2024 - Dezember 2026
Förderkennzeichen: 2023 FGI 0024
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Andreas Mitschele-Thiel
Fachgebiet: Integrierte Kommunikationssysteme
Gesamtziel von 6GCI ist die Bereitstellung einer Mobilkommunikationsinfrastruktur als Testbed als Basis für die Erforschung und den Test zukünftiger Mobilfunktechnologien der 6. Generation (6G) und deren vielfältigen Anwendungen. Die Möglichkeiten zur praktischen Evaluierung innovativer Anwendungen und der dafür im Netz bereitgestellten Dienste, sowie von Optimierungen des Netzes selbst verspricht eine Steigerung der Attraktivität der TU für Projektpartner aus dem In- und Ausland, aus der Industrie und dem akademischen Umfeld, sowie für die eigenen Wissenschaftler und Studierende.Gesamtziel von 6GCI ist die Bereitstellung einer Mobilkommunikationsinfrastruktur als Testbed als Basis für die Erforschung und den Test zukünftiger Mobilfunktechnologien der 6. Generation (6G) und deren vielfältigen Anwendungen. Die Möglichkeiten zur praktischen Evaluierung innovativer Anwendungen und der dafür im Netz bereitgestellten Dienste, sowie von Optimierungen des Netzes selbst verspricht eine Steigerung der Attraktivität der TU für Projektpartner aus dem In- und Ausland, aus der Industrie und dem akademischen Umfeld, sowie für die eigenen Wissenschaftler und Studierende.


Projekttitel: AddGlas - Additive Fertigungsprozesse auf Basis anorganischer wasserglasbasierter Materialsysteme
Förderung: Januar 2025 - Dezember 2027
Förderkennzeichen: 2024 FGR 0058
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Edda Rädlein
Fachgebiet: Anorganisch-nichtmetallische Werkstoffe
Förderprogramm: FTI-Thüringen PERSONEN: Forschungsgruppen
"Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus."
In AddGlas wird eine additive Technologie entwickelt, die auf der selektiven Verfestigung wasserglasbasierter Materialien durch gezielte Dehydratation mittels infraroter Laserstrahlung basiert. Hierdurch werden rein anorganische 3D-Bauteile mit gegenüber Kunststoffen besseren Beständigkeiten generiert, wodurch Letztere in vielen Anwendungen substituiert werden könnten. Die adressierten Materialsysteme haben zudem enormes Potenzial nach ihrer Nutzungsdauer über eine stoffkreislaufinterne Wiederaufbereitung zu einer nachhaltigen, umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Fertigung beizutragen.


Projekttitel: BIRAUM - Bistatische Radarsignaturen von Verkehrsobjekten als Bindeglied zwischen Umfelderfassung und Mobilkommunikation
Förderung: Januar 2026 - Dezember 2028
Förderkennzeichen: 2025 FGR 0020
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Ing. Thomas Dallmann
Fachgebiet: Funktechnologien für automatisierte und vernetzte Fahrzeuge
Förderprogramm: FTI-Thüringen PERSONEN: Forschungsgruppen
"Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus."
Drahtlose Übertragungsverfahren sind ein Schwerpunkt der ThlMo-Forschungsoffensive Digitale Mobilität (FoDiMo). Die Sicherheit automatisierter Fahrzeuge und die Effizienzsteigerung logistischer Prozesse benötigen die Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation sowie lückenlose Umfelderfassung, insbesondere im Hinblick auf die künftige 6G-Mobilkommunikation. Die Nutzung der beiden Technologien erfordert jedoch die präzise und umfassende Messung und Modellierung des elektromagnetischen Reflexionsverhaltens der beteiligten Objekte. In BiRaUM werden Verfahren zur Charakterisierung dieser Objekte erforscht.


Projekttitel: BRECHZAHL - Neuartiges Verfahren zur Modifikation der Brechzahl / Dichte der Luft in einer Messkammer
Förderung: Januar 2024 - Dezember 2026
Förderkennzeichen: 2023 VFE 0004
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Thomas Kissinger
Fachgebiet: Nanofabrikations- und Nanomesstechnik
Förderprogramm: FTI-Thüringen TECHNOLOGIE: Thüringen MOTIVation - move to innovation
Das neuartige Konzept der aktiven Regelung von atmosphärischen Einflüssen, dass in diesem Projekt verfolgt wird, eröffnet neue Möglichkeiten zur Lösung des Luftbrechzahlproblems bei interferometrischen Messungen.
Im Ergebnis des Vorhabens entstehen die wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen für eine aktive Modifikation der Brechzahl respektive Dichte der Luft innerhalb einer geschlossenen Messkammer.
Dabei stellen sich die Ergebnisse einerseits als Know-How (Simulations- und Berechnungsmodelle, pneumatische Konzepte, Reglerstrukturen usw.) als auch als Demonstrationsaufbau zur Weiterentwicklung des Verfahrens und als Werkzeug für praktische Untersuchungen von brechzahl- respektive dichtesensitiven Experimenten dar.
Projektziel ist die Möglichkeit, Präzisionsmessungen in verschiedensten Bereichen losgelöst von äußeren atmosphärischen Einflüssen durchzuführen, da diese mit dem neuen Verfahren zielgerichtet und hochpräzise eliminiert werden können.


Projekttitel: CAVE@l3TC
Förderung: November 2022 - Oktober 2025
Förderkennzeichen: 2022 FGI 0001
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang Broll
Fachgebiet: Virtuelle Welten/Digitale Spiele
Ziel des Vorhabens ist die Beschaffung und Installation einer CAVE (Cave Automatie Virtual Environment) im Neubau des Universitätsrechenzentrums der TU Ilmenau.
Diese CAVE ermöglicht den 15 Fachgebieten des im Mai 2022 an der TU llmeanu gegründeten Technologiezentrums I3TC (Ilmenau lnteractive lmmersive Technologies Center) Forschungsvorhaben aus den Themenbereichen Telepräsenz, Simulation von realen Situationen, AR-in-VR-Simulationen, sensomotorische Integration, holistische Quality-of-Experience und Spatial Audio zu erforschen.


Projekttitel: COMSENS+ - Communication Sensors for Sustainable Environments
Förderung: Juni 2024 - Mai 2027
Förderkennzeichen: 2023 VFE 0055
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Robert
Fachgebiet: Zuverlässige Maschine-zu-Maschine Kommunikation
Ziel ist die Erforschung eines innovativen Ansatzes für die drahtlose Datenübertragung zur Überwachung der C02-Emission von Mooren und der Nitratbelastung von Schichtwasser in landwirtschaftlich genutzten Böden. Das Netzwerk soll auch im Erdboden verg raben eine zuverlässige Kommunikation erreichen. Für die gezielte Datenerhebung im Feld müssen die notwendigen Sensorelemente für die Bestimmung der Zusammensetzung von Fluiden (atmosphärische Gase und wässrige Lösungen) für einen möglichst energieeffizienten Betriebe ausgelegt werden und einen äußerst kompakten Aufbau aufweisen.


Projekttitel: Digitalisiertes Ultraschallschweißsystem
Förderung: November 2025 - Mai 2027
Förderkennzeichen: 2025 FGI 0014
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jean Pierre Bergmann
Fachgebiet: Fertigungstechnik
Das Vorhaben zielt auf die Beschaffung und Inbetriebnahme eines digitalisierten Ultraschallschweißsystems mit Datenaufnahmemöglichkeiten innerhalb der Projektlaufzeit-vom 01.11.2025 bis zum 31.05.2027. Das System dient der Erforschung und Entwicklung von Fügeverfahren insbesondere für neuartige elektrische Systemarchitekturen sowie für alternative Antriebssysteme und stellt die Basis für eine systematische datenbasierte Prozessanalyse insbesondere für größere leitende Querschnitte. Somit unterstützt das System die Entwicklung innovativer Lösungen für Batterietechnologien und Bordnetzanwendungen und bildet die Grundlage für zukünftigen datenbasierten Ansätze in der Fügetechnik. Zudem wird damit die wissenschaftliche Vernetzung sowie den Technologietransfer zwischen Forschung und Industrie.


Projekttitel: DEXTA - Doppelschneckenextrusionsanlage
Förderung: November 2022 - Mai 2024
Förderkennzeichen: 2022 FGI 0014
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Florian Puch
Fachgebiet: Kunststofftechnik
Ziel des Vorhabens ist die Beschaffung, der Aufbau und die Inbetriebnahme einer flexiblen Doppelschneckenextrusionsanlage für die Aufbereitung und Funktionalisierung sowie das Recycling und Upcycling von Kunststoffen und die Reaktive Extrusion insbesondere für die Erforschung nachhaltiger Kunststofferzeugnisse. Die geplante Anlage dient dem Ausbau von Forschung und Lehre des Fachgebiets Kunststofftechnik und eignet sich hervorragend für Kooperationsprojekte innerhalb Thüringens (z.B. ThlMo, ThZM, TITK), Deutschlands (BMWK TTP-LB. BMBF KMU-innovativ. DFG, etc.) und Europa (Horizon. CORNET).


Projekttitel: D-TRaCe: Digital Twin Representation of Radio Channels
Förderung: Januar 2026 - Dezember 2028
Förderkennzeichen: 2025 FGR 0086
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Giovanni Del Galdo
Fachgebiet: Elektronische Messtechnik und Signalverarbeitung
Förderprogramm: FTI-Thüringen PERSONEN: Forschungsgruppen
"Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus."
Ultrakurzfassung: D-TRaCe minimiert den Messaufwand zur Charakterisierung der Mehrwegeausbreitung in verschiedenen Szenarien. Durch eine innovative Kombination aus Simulationen, KI und Messhardware wird eine optimierte Messstrategie entwickelt. Statt direkter Nutzung von Messdaten werden diese zur Kalibrierung einer Simulationsumgebung verwendet, die elektromagnetische Ausbreitung realistisch abbildet. Der hybride Ansatz ermöglicht eine flexible Simulation mit minimalem Aufwand. Dies wird im ICAS-Kontext demonstriert, um Lokalisierung, Kommunikation und Ressourcenallokation zu verbessern.


Projekttitel: EMI-V - Emissionsminimierung im Verkehr
Förderung: Januar 2023 - Dezember 2025
Förderkennzeichen: 2022 FGR 0027
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Thomas Bachmann
Fachgebiet: Kraftfahrzeugtechnik
"Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus."
Emissionen im Verkehr aus nicht-motorischen Quellen gewinnen aufgrund alternativer und teilweise lokal emissionsfreier Antriebskonzepte immer mehr an Bedeutung. Diese Emissionen sind im Wesentlichen durch Abrieb von Bremse und Reifen bedingt und tragen wesentlich zur Gesamtbelastung der Umwelt im Bereich Partikelemissionen und Mikroplastik bei.
Brems- und Reifenabrieb treten dabei vorrangig als Umweltbelastungen in verkehrsreichen, innerstädtischen Bereichen mit häufigen Brems- und Beschleunigungsmanövern auf und tragen so überproportional zum hohen Anteil des Verkehrs an den Gesamtemissionen bei. Die Forschungsgruppe EMI-V beschäftigt sich mit der Identifikation und Analyse dieser Faktoren. Auf der Basis einer Modellbildung werden Maßnahmen zur Minimierung der Emissionen erarbeitet und bewertet.
Basierend auf Vorarbeiten wurde als wesentliche Maßnahme eine intelligente Steuerung des Verkehrs abgeleitet. Eine entsprechende Analyse der Verkehrsdichte bzw. des Verkehrsflusses im Zusammenhang mit der Umweltbelastung durch Partikelemissionen bildet die Basis zur Identifikation kritischer Szenarien und zeigt Möglichkeiten für Optimierungsansätze auf. Die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung und Vernetzung verschiedener Emissionsmodelle mit Verkehrsmodellen, welche durch reale Fahrzeugtrajektorien gestützt werden, stellt ein komplexes und interdisziplinäres Aufgabenfeld für die Forschungsgruppe dar. Da nicht nur die Partikelemissionen im Fokus stehen, sondern auch die Emissionen und Immissionen hoch vernetzter Fahrzeuge mit der Infrastruktur eine Umweltbelastung darstellen, ist eine Gesamtbetrachtung und –bilanzierung notwendig.
Zielsetzung der Forschungsgruppe EMI-V ist die Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Minimierung von Emissionen im Verkehr.


Projekttitel: EMProBio - Energie- und materialeffiziente Produktionsprozesse für biogene Kunststoffe
Förderung: Januar 2025 - Dezember 2026
Förderkennzeichen: 2024 FGR 0076
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Stephan Husung
Fachgebiet: Produkt- und Systementwicklung
"Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus."
Ziel der Forschungsgruppe ist die Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz bei der Herstellung von Kunststoffbauteilen durch gezielte Materialsubstitution. Dabei setzt sie auf den Einsatz von Verbundwerkstoffen mit Füllstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen (biogene Kunststoffe), um nachhaltige Produktionsprozesse zu realisieren und den Energiebedarf, die Emissionen und den Rohstoffeinsatz zu reduzieren. Der Schwerpunkt im Vorhaben liegt auf der Entwicklung und Charakterisierung energie- und materialeffizienter Urformprozesse sowie deren nachgelagerter Fügeprozesse.

Projekttitel: Entwicklung einer Vorgehensweise für die additive Fertigung von komplexen Glasstrukturen
Förderung: Februar 2026 - Mai 2026
Förderkennzeichen: 2025 IIP 0038
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Jean Pierre Bergmann
Fachgebiet: Fertigungstechnik
Förderprogramm: FTI-Thüringen TECHNOLOGIE: Innovationsgutscheine
"Kofinanziert von der Europäischen Union"
Im Rahmen des Vorhabens werden Vorstudien, Recherchen und Marktanalysen zu den nachfolgenden Punkten durchgeführt:
1. Durchführung einer Vorstudie für die Konkretisierung von Bedarfen des anvisierterten Wirtschaftsbereichs, Ableitung von Potentialen der
additiven Fertigung für Unternehmen im Bereich der Produktion von Glaswerkstoffen
2. Herausarbeiten der konkreten wissenschaftlichen Aufgabenstellung für das Forschungsvorhaben
3. Suche und Akquise von Partnern für die Arbeit an den definierten Teilthemen

Projekttitel: Entwicklung eines Softwaretools zur Minimierung des Energieumsatzes an Spritzgießmaschinen und deren Periphreiegeräten mittels Gegenüberstellung von Energiemessdaten mit materialspezifischen Energieumsätzen unter der Prämisse fehlerfreier Urformung
Förderung: Mai 2025 - April 2027
Förderkennzeichen: 2024 VFE 0088
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Florian Puch
Fachgebiet: Kunststofftechnik
Das Vorhaben ermöglicht es durch Materialinnovation und Prozessoptimierung den Energieumsatz und den Ressourceneinsatz zu minimieren. Diese beiden Ansätze steigern die wettbewerbsfähige Produktion und deren -technologie. Die gezielte Materialclusterbildung zur Wiederverwendung von Anfahrabfällen und Ausschuss mindert zudem den Ressourceneinsatz nachhaltig. Dank der im Vorhaben zu entwickelnden Software zur Erfassung des C02-Fußabdrucks für den Urformprozess von Kunststoffen inkl. der notwendigen Peripherie sollen zielgerichtet effiziente und qualitätssichernde Prozesse ermittelt werden.

Projekttitel: Entwicklung recyclingfähiger thermoplastfaserverstärkter Thermoplast-Composites
Förderung: Dezember 2025 - Mai 2026
Förderkennzeichen: 2025 IIP 0030
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Florian Puch
Fachgebiet: Kunststofftechnik
Förderprogramm: FTI-Thüringen TECHNOLOGIE: Innovationsgutscheine
In Leichtbauanwendungen werden häufig faserverstärkte Kunststoffe eingesetzt, die aufgrund ihres Aufbaus aus Fasern und Matrix nur eingeschränkt recyclingfähig sind. Einen Lösungsansatz bieten thermoplastfaserverstärkte Thermoplast-Composite, in denen Faser und Matrix aus dem gleichen Material bestehen.


Projekttitel: fastPIC - Flexibel anpassbare und skalierbare Technologien für Photonisch Integrierte Schaltkreise (PIC)
Projektlaufzeit: Januar 2026 - August 2028
Förderkennzeichen: 2025 FGR 0044
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jens Müller
Fachgebiet: Elektroniktechnologie
Förderprogramm: FTI-Thüringen PERSONEN: Forschungsgruppen
"Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus."
Die Forschungsgruppe FastPIC entwickelt skalierbare photonische integrierte Schaltkreise (PIC) mit ultraschnellen elektro-optischen Modulatoren. Mithilfe neuartiger LTCC-Technologien, Micro-Vias und Cu-Pillars werden dichte, energieeffiziente Systeme zur Datenverarbeitung realisiert. Das interdisziplinäre Projekt stärkt regionale Innovationskraft und fördert den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Industrie in Thüringen und darüber hinaus.

Projekttitel:FESustain - Neue nachhaltige Basistechnologie für die Funktionelle Elektrostimulation
Förderung: Juni 2025 - Mai 2028
Förderkennzeichen: 2024 VFE 0094
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jens Haueisen
Fachgebiet: Biomedizinische Technik
Die Funktionelle Elektrostimulation ist ein medizinisches Diagnose- und Therapieverfahren zur Wiederherstellung beschädigter oder verlorener Nervenfunktionen. Typische Anwendungen sind nach einem Schlaganfall, in der Rehabilitation nach Unfällen und Operationen oder bei Erkrankungen des Nervensystems. Dabei können sensorische, motorische oder autonome Körperfunktionen durch die invasive oder nicht-invasive Stromapplikation wiederhergestellt werden. Bei der nicht-invasiven Anwendung werden Oberflächenelektroden auf der Haut angebracht. Derzeit werden hauptsächlich selbstklebende Hydrogelelektroden oder Gummielektroden verwendet. Nachteilig ist die _ zeitaufwendige, einzelne Platzierung der Elektroden und mögliche Hautreizungen durch das Hydrogel.
Ziel des Forschungsvorhabens FESustain ist die Entwicklung einer neuen nachhaltigen Basistechnologie für die Funktionelle Elektrostimulation. Durch den Einsatz von textilen Elektroden in Verbindung mit einem Applikator ist eine schnelle und reproduzierbare Platzierung der Elektroden möglich. Dies führt zu einer deutlichen Entlastung des medizinischen Personals und zu einem besseren Behandlungserfolg. Im Gegensatz zu den bisher verwendeten Einmalelektroden zeichnet sich die neue nachhaltige Basistechnologie durch die Möglichkeit der Wiederverwendung aus. Die erheblichen Abfallmengen, die während einer Therapie anfallen, werden damit deutlich reduziert. Neben den neuen innovativen Elektroden wird auch ein neuer, energieeffizienter und batteriebetriebener Stromstimulator unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit erforscht und entwickelt.


Projekttitel: FGR H2-FlexiDekarb - Flexibilisierung der Elektrizitätsversorgung in Thüringen zur Ermöglichung der Dekarbonisierung
Förderung: Januar 2026 - Dezember 2028
Förderkennzeichen: 2025 FGR 0052
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dirk Westermann
Fachgebiet: Elektrische Energieversorgung
Förderprogramm: FTI-Thüringen PERSONEN: Forschungsgruppen
"Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus."
Das Vorhaben hat das Ziel, ein dynamisches Modell für eine kombinierte Strom-/H2-lnfrastruktur in Thüringen zu entwickeln und anhand von verschiedenen Netzbetriebsszenarien zu validieren, wie die erforderliche Flexibilisierung vor dem Hintergrund der nationalen Vorgaben zur Dekarbonisierung
technisch, organisatorisch und energierechtlich realisiert werden kann. Im Ergebnis steht neben Aussagen zu erforderlichen regulativen Anpassungen die Entwicklung eines kombinierten Betriebsführungskonzepts zum Verbund- und Inselbetrieb sowie zum Netzwiederaufbau inklusive Empfehlungen für die Umsetzung.

Projekttitel: Fräsamo - Erkennung des Verschleißes von Fräswerkzeugen durch akustisches Monitoring
Förderung: Januar 2025 - Dezember 2027
Förderkennzeichen: 2024 VFE 0027
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jean Pierre Bergmann
Fachgebiet: Fertigungstechnik
Wiederkehrende Maschinen-Stillstands-Zeiten, mangelndes Fachpersonal und geringe Automatisierungsquoten sind häufige Probleme im industriellen Umfeld. Eine hohe Nachfrage nach zuverlässigen, automatisierten Verfahren zur Maschinenüberwachung in Form einer effizienten und zuverlässigen Fehlererkennung von Bauteil- und Werkzeugzustand kommt sowohl von Anwendern als auch von Maschinen-und Steuerungsherstellern. Eine solches Verfahren ermöglicht eine Reduktion von Produktionsfehlern, Ausschuss und Maschinen-Stillstands-Zeiten und letztlich somit eine Reduktion von Fehlerfolgekosten, Lieferverzug, Regressansprüchen sowie Ressourcen- und Energieverbrauch. Dies betrifft im Bereich B2B von der Automobilindustrie bis hin zu kleinen Lohnfertigungsbetrieben die gesamte Bandbreite der mechanischen Bearbeitung am Markt. Insbesondere im Bereich der Zerspanung nutzt das Fachpersonal bei der Prozessanalyse häufig akustische Signale, um auf mögliche Prozessveränderungen und damit auf Störgrößen zu schließen. Durch die wahrgenommenen akustischen Reize können laut Experten auf die Qualität des Bauteils, die Aufspannung des Werkstücks, die Qualität des Werkzeugs wie auch des Bauteils, als auch auf Maschinenfehler geschlossen werden. Aufgrund dessen scheint die akustische Überwachung von Zerspanungsprozessen ein vielversprechender Lösungsansatz für die dargestellten Problembereiche zu sein. Ziel des beantragten Forschungsvorhabens Fräsamo ist demzufolge das akustische Monitoring von Fräswerkzeugen hinsichtlich ihres Verschleißzustandes, um die Maschine ressourceneffizient steuern zu können und die Bearbeitungsqualität des Bauteils auf hohem Niveau zu gewährleisten. Durch die zukünftig ressourcenschonende sowie -effiziente Steuerung der Fertigungsprozesse werden die Unternehmen nachhaltiger produzieren und ihre CO2-Bilanzierung durch reduzierte Nachbearbeitungsprozesse verbessern.


Projekttitel: FraudDetect - Detektion von Betrug in Energie- und Wassernetzen mittels Smart Metering
Förderung: Juli 2023 - Juni 2026
Förderkennzeichen: 2023 VFE 0009
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Andreas Mitschele-Thiel
Fachgebiet: Integrierte Kommunikationssysteme
Ziel des Verbundvorhabens ist es, die Datenanalysesoftware FraudDetect zu entwickeln, mit deren Hilfe kritische Infrastrukturen für dieEnergie- und Wasserversorgung vor Betruges geschützt werden können. Für die Analyse greift FraudDetect auf Smart Meter Datenzurück. Im Projekt werden drei verschiedene Analysemethoden untersucht, wobei der Fokus der TU auf der Erforschung der Kombinationvon KI-basierten Methoden mit Methoden der kausalen Analyse liegt.


Projekttitel: FunkiBioVerbund - Funktionsintegrierte biogene Verbundwerkstoffe
Förderung: Januar 2026 - Dezember 2028
Förderkennzeichen: 2025 FGR 0054
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Florian Puch
Fachgebiet: Kunststofftechnik
Förderprogramm: FTI-Thüringen PERSONEN: Forschungsgruppen
"Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus."
Um die europäische Wirtschaft bis 2050 nachhaltig und wettbewerbsfähig aufzustellen sind Defossilisierung und Ressourceneffizienz wichtige Eckpfeiler. Hierzu tragen biogene Werkstoffe aus biogenen Kunststoffen, Naturfasern und Holz maßgeblich bei. Um biogene Verbundwerkstoffe in technischen Anwendungen zu nutzen, müssen Funktionselemente in Bauteile integriert werden. Die Funktionsintegration erfolgt z.B. durch Spritzguss oder Additive Fertigung. Ziel ist es funktionsintegrierte. biogene Verbundbauteile für Mobilitätsanwendungen zu entwickeln, die zu Leichtbau und Defossilisierung beitragen.


Projekttitel: FUZUBI - Flexibles Multikanal Ultrabreitband Georadar für die Zustandserfassung von Bahn-Infrastruktur
Förderung: Juli 2024 - Juni 2027
Förderkennzeichen: 2024 VFE 0043
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Giovanni Del Galdo
Fachgebiet: Elektronische Messtechnik und Signalverarbeitung
Die Zustandserfassung/der Neubau von Bahninfrastruktur sind Beispiele in denen geophys. Prospektion mit Radartechnik unverzichtbar ist. Um Verzögerungen im Bauvorhaben zu vermeiden, werden durch Voruntersuchungen vorhandene Störkörper lokalisiert. Konventionell sind ein großer Messaufwand und eine zeitintensive Datenauswertung notwendig. Im Vorhaben entstünde ein neues UWB-Mehrkanal
Radarsystem, welches durch intelligente und automatisierte Algorithmik zur Datenauswertung Störkörper direkt erfasst. Dies ermöglicht eine erhebliche Reduzierung des Zeitaufwands bei der Datenerfassung/-auswertung.


Projekttitel: GKS-6G: Gemeinsame Kommunikation und Sensorik für Funksysteme der 6. Generation
Förderung: Januar 2025 - Dezember 2027
Förderkennzeichen: 2024 FGR 0062
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Giovanni Del Galdo
Fachgebiet: Elektronische Messtechnik und Signalverarbeitung
Förderprogramm: FTI-Thüringen PERSONEN: Forschungsgruppen
Die Forschergruppe GKS-6G beschäftigt sich mit der Integration einer Radar-Sensorik-Funktionalität in Funksysteme der 6. Generation mit dem Fokus auf den Mobilfunkstandard. Die Arbeiten umfassen die Entwicklung von neuen Mechanismen zum Channel State Information (CSI) Reporting, welches bisher im 5G-Mobilfunkstandard über keine Sensorik-Funktionalität verfügt. Darauf aufbauend werden verschiedene Konzepte und Lösungen zur verteilten und kooperativen Sensorik und einer Datenfusion des CSI basierend auf Methoden der künstlichen Intelligenz zur Umgebungserkennung und Optimierung der Funkressourcen.


Projekttitel: Grhethe - Geräteausstattung zur Bestimmung rheologischer und thermischer Eigenschaften von Polymerwerkstoffen
Förderung: November 2024 - Mai 2026
Förderkennzeichen: 2024 FGI 0008
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Florian Puch
Fachgebiet: Kunststofftechnik
Ziel des Vorhabens ist die Beschaffung, der Aufbau und die Inbetriebnahme von Geräteausstattung zur Bestimmung rheologischer und thermischer Eigenschaften von Polymerwerkstoffen wie beispielsweise biobasierte Kunststoffe, Kunststoffrezyklate oder leitfähige Tinten und dehnbaren Materialien für flexible Elektronik innerhalb der Projektlaufzeit vom 01.11.2024 bis zum 30.06.2026. Die geplante Geräteausstattung dient dem Ausbau von Forschung und Lehre der Fachgebiete Kunststofftechnik und Funktionswerkstoffe und eignet sich hervorragend für weitere Forschungsprojekte innerhalb Thüringens (z.B. ThlMo, ThZM, TITK), Deutschlands (DFG, BMWK IGF, BMBF KMUinnovativ, etc.) und Europa (Horizon, CORNET).

Projekttitel: HERMES - Hochpräzise Erfassung und RFID-Tag-Lokalisierung durch Mehrkanalempfang auf mobiler Roboterplattform mit paralleler Signalverarbeitung
Förderung: Januar 2026 - Dezember 2028
Förderkennzeichen: 2025 VFE 0057
Projektleiter: Dr.-Ing. Sebastian Semper
Fachgebiet: BG Elektronische Messtechnik und Signalverarbeitung
Förderprogramm: FTI-Thüringen TECHNOLOGIE: Thüringen Verbund
Ziel im Projekt HERMES (Hochpräzise Erfassung und RFID-Tag-Lokalisierung durch Mehrkanalempfang auf mobiler Roboterplattform mit paralleler Signalverarbeitung) ist die Entwicklung eines modularen Systems, bestehend aus autonomer Roboterplattform, Sensorik, Mehrkanal-RFID-lnterrogator und Antennen, zur präzisen 3D-Lokalisierung passiver RFID-Transponder und automatisierter 3DUmgebungserfassung in Industrie und Einzelhandel. Hierfür werden Algorithmen zur Signalverarbeitung und Datenfusion und ein multistatischer RFID-Reader entwickelt und ein innovatives ln-situ-Kalibrierverfahren zur automatisierten Selbstkalibrierung erforscht. Die Systemfunktionen werden in einer Testumgebung verifiziert.


Projekttitel: HighSenseAFM - Hochsensitives industriegerechtes Rasterkraftmikroskop mit Doppel-Messsonden
Förderung: Juli 2024 - Juni 2026
Förderkennzeichen: 2024 VFE 0016
Projektleiter: Prof. Dr.-Ing. Thomas Sattel
Fachgebiet: Mechatronik
Förderprogramm: FTI-Thüringen TECHNOLOGIE: Thüringen VERBUND (Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft)
Oberflächen-3D-Messungen mit Einzelnanometer-Genauigkeit in allen Dimensionsachsen gehören zu den wichtigsten messtechnischen Herausforderungen für die moderne Hochpräzisionsoberflächenbearbeitung. Nicht nur die modernste Chip-Industrie braucht die routiniemäßige Messung von Oberflächendefekten mit 1 - 10 Nanometergenauigkeit, sondern auch die Automobilindustrie muss die Oberflächenrauigkeit auf der Lack-Oberfläche bis in diesen Bereich hinein messen. Dies betrifft auch die Batterieindustrie. Membranen im Separator einer Li-Ionen-Batterie müssen nanometergenau charakterisiert werden. Alle Anwendungen zeigen ein riesiges Weltmarktpotential in Mrd. Euro. Das dafür geeignete typische Messgerät ist das Rasterkraftmikroskop (in Englisch: Atomic Force Microscope, AFM). Allerdings ist die Anwendung solcher Mikroskope in der Industrie sehr eingeschränkt. Der Grund liegt daran, dass die Messung unausweichlich immer von der kleinsten Vibration aus der Umgebung gestört wird, so dass es nicht in der Lage ist, Messungen unter rauhen Umgebungsbedingungen durchzuführen. Dieser Nachteil beeinträchtigt den Einsatz dieser Messtechnik in vielen industriellen Anwendungen, wo sich ein gigantisches Marktpotential entwickelt. Parcan GmbH hat ein innovatives Messprinzip erfunden und den bisherigen Stand der Technik damit aufgebrochen, indem mit einem neuartigen Messprinzip ein vibrationsunempfindliches AFM entwickelt werden soll. Zusammen mit der TU Ilmenau wird hier ein TAB-Projekt im Land Thüringen geschnürt. Statt einem AFM mit einer Messsonde, welches momentan weltweit ausnahmslos praktiziert wird, benutzt die Technologie von Parcan zwei Messsonden und filtert das Vibrationsrauschen effizient aus. Das zu entwickelnde AFM hat damit ein riesiges Marktpotential zum Ersatz bisheriger AFM und macht insbesondere die Erweiterung neuer industrieller Anwendungen möglich.


Projekttitel: HypLIPS - Fusionierung von optischer und laser-spektroskopischer Sensorik in Kombination mit Kl-basierten Lernverfahren für die Optimierung von Prozessen und Analvseverfahren in der Baustoffindustrie
Förderung: Januar 2024 - Dezember 2026
Förderkennzeichen: 2023 FGR 0088
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Gunther Notni
Fachgebiet: Qualitätssicherung und industrielle Bildverarbeitung
"Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus."
Über eine Materialdatenbank mit laserinduzierten Spektraldaten (LIPS) wird eine intelligente Erkennungsroutine auf Basis von Deep Learning, unter Verwendung von fusionierten RGB- und Hyperspektralbildern, vollautomatisch angelernt. Die finale KI soll mithilfe von realen und synthetischen Daten vortrainiert werden und auf neue Einsatzgebiete schnell adaptierbar sein. Zukünftig soll auf die zeitaufwändigen LIPS-Daten verzichtet werden und nur noch die RGB- und Hyperspektraldaten zur mineralogischen Materialerkennung verwendet werden.



Projekttitel: HIWA - Hochgenaue interferometrische Winkelmessung mit Absolutfähigkeit für Industrie und Forschung
Förderung: Juli 2024 - Juni 2027
Förderkennzeichen: 2024 VFE 0026
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Thomas Kissinger
Fachgebiet: Nanofabrikations- und Nanomesstechnik
Förderprogramm: FTI-Thüringen TECHNOLOGIE: Thüringen MOTIVation - move to innovation
Die Anforderungen an Genauigkeiten und an Zeitoptimierung bei der Herstellung, Abnahme oder Kalibrierung speziell von Koordinatenmessgeräten und Präzisionswerkzeugmaschinen sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Sowohl beim Aufbau dieser Maschinen und Anlagen als auch bei abschließenden Abnahmen und Prüfungen werden Messsysteme eingesetzt, die geometrische Abweichungen beim Positionieren eines Messschlittens, eines Messkopfes oder eines Werkzeuges erfassen. Das Ziel dieses Projektvorhabens ist deshalb, die Mehrstrahlinterferometrie, die für die Abnahmemessungen an Koordinatenmessgeräten und Werkzeugmaschinen etabliert ist, durch eine Fähigkeit zur absoluten Messung soweit zu entwickeln, dass der komplette Herstellungsprozess eines hochgenauen Koordinatenmessgerätes oder einer Präzisionswerkzeugmaschine mit einem Gerät abgedeckt werden kann.
Damit wäre es möglich, die Qualitätssicherung des Gesamtherstellungsprozesses hochgenauer Anlagen durch ein schnelles und konsistentes Messinstrument zu gewährleisten und in der Herstellung Kosten und Zeit zu sparen.


Projekttitel: InflamoDetect - Schnelle Detektion und Charakterisierung von entzündlichen Prozessen mittels optisch-spektroskopischer Verfahren
Förderung: Januar 2026 - Dezember 2028
Förderkennzeichen: 2025 FGR 0068
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jens Haueisen
Fachgebiet: Biomedizinische Technik
Förderprogramm: FTI-Thüringen PERSONEN: Forschungsgruppen
"Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus."
Viele Mechanismen auf molekularem Niveau in von Entzündungsreaktionen betroffenen Zellen sind nur
unvollständig aufgeklärt. Im Projekt sollen, basierend auf Zell- und Organoidmodellen, molekulare
Details als frühe Prozesse einer Entzündung erforscht und technische Methoden erarbeitet und
evaluiert werden, um Entzündungsreaktionen besser diagnostizieren, klassifizieren und analysieren
zu können. Die gewonnenen Daten können genutzt werden, um potentiell gezielter und frühzeitiger in
Schädigungsmechanismen protektiv einzugreifen und so bedrohlicheren Reaktionen wie einer Sepsis
entgegenzuwirken.


Projekttitel: INNOPREPARE - Schwarmbasierte Robotik- und Automatisierungstechnologien für den Waldumbau
Förderung: Oktober 2024 - Januar 2025
Förderkennzeichen: 2024 IIP 0008
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Gunther Notni
Fachgebiet: Qualitätssicherung und Industrielle Bildverarbeitung
Förderprogramm: FTI-Thüringen TECHNOLOGIE: Innovationsgutscheine
Für die Vorbereitung des Förderprojekts "Schwarmbasierte Robotik- und Automatisierungstechnologien für den Waldumbau" liegen erste Ideenkonzepte vor die den Waldumbau zum Teil automatisieren sollen. Im Rahmen des beantragten Innovationsgutscheins soll dieser Verbundantrag weiterentwickelt werden. Hierbei soll eine Verbundvorhabenbeschreibung ausgearbeitet, geeignete Partner evaluiert und integriert werden. Die zu entwickelnde Verbundvorhabenbeschreibung soll sich inhaltlich an den Vorgaben des Förderträgers orientieren.
Der Arbeitsplan umfasst vier übergeordnete Aufgabenpakete. Zuerst soll in Abstimmung mit den Projektpartnern der Pflanzvorgang aus verschiedenen technischen Gesichtspunkten analysiert werden und Ansätze zur autonomen Auffindung von Positionen untersucht werden.
Anschließend wird in Arbeitspaket 2 eine theoretische Betrachtung hinsichtlich Navigation und Sensorkonzept durchgeführt, die durch praktische Tests in Arbeitspaket drei abgerundet werden. Im letzten Arbeitspaket werden die gewonnenen Erkenntnisse in ein zukunftsfähiges
Navigations- und Sensorkonzept transformiert.


Projekttitel: Einrichtung und Aufbau des Thüringer Innovationszentrums für Quantenoptik und Sensorik
Förderung seit: November 2017
Förderkennzeichen: 2017 IZN 0013, 2024 IZN 0002
Projektleiter: Prof. Dr.-Ing. Jens Müller
Projektpartner: Friedrich-Schiller-Universität Jena
Mehr: InQuoSens
InQuoSens bündelt exzellente und international sichtbare Forschungsaktivitäten der Standorte Jena (ACP) und Ilmenau (IMN) in den Schlüsseltechnologien Quantenoptik und Sensorik. Es entwickelt diese durch strategische Investitionsmaßnahmen und einen gemeinsamen Strategieprozess synergetisch weiter. InQuoSens stimmt seine wissenschaftliche Entwicklung mit Innovationsbedarfen der Thüringer produzierenden Industrie ab. Durch diese Aktivitäten entsteht ein international alleinstehendes Zentrum wissenschaftlicher Exzellenz mit einer kritischen Masse an Kompetenzen, welche die Innovationskraft der Thüringer Wirtschaft erhöht.

Projekttitel: Innovationszentrum für Thüringer Medizintechnik-Lösungen (Diagnose, Therapie – Optimierung durch optische Technologien ) - Jena & Ilmenau
Förderung seit: September 2018
Förderkennzeichen: 2018 IZN 0004
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jens Haueisen
Fachgebiet: Biomedizinische Technik
Projektpartner: Leibniz-Institut für Photonische Technologien e.V., Universitätsklinikum Jena
Eine Hauptidee des Innovationszentrums ThIMEDOP ist die Schaffung einer tragenden Struktur mit Inkubatorfunktion für die Thüringer Medizintechnik-Industrie, bei der die Möglichkeit der Identifikation von unerfüllten Bedürfnissen („unmet needs“) aus der medizinisch klinischen Praxis besteht. Eine wichtige Annahme ist, dass die im Zentrum geplante Vernetzung von Ärzten, Ingenieuren und Grundlagenforschern untereinander und mit Partnern der Medizintechnik-Industrie aus Thüringen potentiell translationsfördernd wirkt.


Projekttitel: Thüringer Innovationszentrum Mobilität
Förderung seit: April 2011
Förderkennzeichen: 2011 IZ 0001 / 2016 IZN 0010 / 2023 IZN 0005
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Klaus Augsburg
beteiligte Fachgebiete: Kraftfahrzeugtechnik, Kunststofftechnik
Mehr: Projektwebseite
Das ThIMo gehört zu den Hauptakteuren in Thüringen für Forschung, Technologie und Innovation in mobilitätsrelevanten Wissenschafts- und Technologiegebieten. Durch die wissenschaftliche Exzellenz bildet es eine Ideenschmiede, die international hohe Reputation besitzt, die Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fördert und hohes Potential für die Stärkung der Innovationsfreudigkeit Thüringer Unternehmen aufweist. Die inhaltlichen und strukturellen Leitziele für die beantragte Förderperiode sind durch einen extern begleiteten Strategieprozess vorgegeben.


Projekttitel: Thüringer Zentrum für Maschinenbau
Förderung seit: Mai 2013
Förderkennzeichen: 2013 IZ 0082 / 2016 IZN 0011 / 2017 IZN 0016 / 2023 IZN 0004
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Gunther Notni
Projektpartner: Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Hochschule Schmalkalden, GFE - Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung Schmalkalden e.V., ifw Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung GmbH
Mehr: Projektwebseite
Das Thüringer Zentrum für Maschinenbau (ThZM) hat sich als Schlüsselakteur im produzierenden Gewerbe Thüringens etabliert, indem es Wissenschaft und Wirtschaft in den Bereichen Maschinenbau und Produktionstechnologien eng miteinander vernetzt. Mit seinen vier zentralen Kompetenzfeldern:
Be- und Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe,
Kreislauffähige Produktion,
Energie- und materialschonende Produktionstechnologien sowie
Digitale Produktionswirtschaft
bietet das ThZM eine Plattform für innovative und nachhaltige Lösungen.
Die beeindruckenden Ergebnisse der beiden bisherigen Förderperioden, darunter 825 erfolgreich abgeschlossene Innovationsprojekte mit einem Gesamtvolumen von ca. 78,3 Millionen Euro, verdeutlichen die hohe Effektivität dieser Vernetzung. Besonders hervorzuheben ist die Einwerbung von 53,6 Millionen Euro aus Bundesprogrammen.
Die Zusammenarbeit mit über 190 Forschungspartnern, von denen der überwiegende Teil in Thüringen ansässig ist, zeigt die Stärke des regionalen Innovationszentrums. Durch diese enge Partnerschaft positioniert sich das ThZM als zentrale Drehscheibe für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer im produzierenden Gewerbe der Region.

Projekttitel: Integrierte Planung und Modellierung von Liefer- und Wertschöpfungsketten für die geschlossene Kreislaufwirtschaft in der Kunststoffindustrie
Förderung: Januar 2026 - Dezember 2027
Förderkennzeichen: 2025 VFE 0052
Projektleiter: Univ.-Prof. Jean Pierre Bergmann
Fachgebiet: Fertigungstechnik
Förderprogramm: FTI-Thüringen TECHNOLOGIE: Thüringen Verbund
"Kofinanziert von der Europäischen Union"
AgiEcoPlast — Entwicklung nachhaltiger Wertschöpfungsketten und Unternehmensnetzwerke für die Polymerindustrie mittels digitalen Prozesszwilling" zielt darauf ab, die Kunststoffindustrie nachhaltiger und effizienter zu gestalten. Der Fokus hegt auf der Entwicklung eines Digitalen Prozesszwillings, der Umweltauswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette erfasst, analysiert und optimiert und verschiedenen Szenerien für alternative Produkte und Materialien simulierbar und nachvollziehbar aufzeigt. Die Kunststoffindustrie steht vor der Herausforderung, CO2-Emissionen zu senken, fossile Rohstoffe zu ersetzen und regulatorische Vorgaben wie die EU-Taxonomie zu erfüllen (digitaler Produktpass). AgiEcoPlast adressiert diese Anforderungen, indem es Unternehmen der Wertschöpfungskette ermöglicht, nachhaltige Materialien wie Biopolymere effizient zu integrieren und Produktionsprozesse ressourcenschonend zu gestalten sowie ein Werkzeug zur Erfassung und Weitergabe von Umweltauswirkungen zwischen verschiedenen Akteuren ermöglicht. Der Digitale Zwilling dient somit als Werkzeug zur Rückverfolgbarkeit von Umweltdaten wie Energieverbrauch und CO2-Bilanz über die gesamte Verarbeitungskette und orientiert sich an speziell zugeschnittenen Standards für KMU. Zudem ermöglicht er durch Simulation und Optimierung die Verbesserung von Liefer- und Verfahrensketten sowie die Förderung der Kreislaufwirtschaft. Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) profitieren von praxisnahen, skalierbaren Lösungen, da aktuelle Standards wie Gaia-X und Catena-X aufgrund ihrer hohen Komplexität nicht vollständig angewendet werden können. So wird durch gezielte Anpassungen an die Barriere für KMU reduziert, sodass diese Standards auch für diese zugänglich werden. AgiEcoPlast kombiniert somit technologische Innovation mit der Stärkung regionaler Netzwerke, um eine nachhaltigere Kunststoffindustrie zu schaffen.


Projekttitel: IntelliGN - Intelligentes Orchestrierungs- und Managementsystem für private 5G-Netze
Förderung: November 2024 - Oktober 2027
Förderkennzeichen: 2024 VFE 0036
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Andreas Mitschele-Thiel
Fachgebiet: Integrierte Kommunikationssysteme
Im Projekt wird ein intelligentes Orchestrierungs- und Managementsystem für private 5G-Netze entwickelt, das Nutzern, Betreibern und Anwendungsentwicklern von privaten 5G-Netzen erlaubt, dieses zu installieren, konfigurieren, analysieren und zu optimieren. Das zu entwickelnde Orchestrierungs- und Managementsystem bildet die Basis für den kosten- und energieeffizienten Betrieb OpenRAN-basierter 5G-Campusnetze. Das System erlaubt die flexible Konfigurationen des Campusnetzes als Ganzes, das sowohl die Funksysteme, das Funkzugangssystem als auch das Kernnetz umfasst. Neben der reinen Konfiguration werden verschiedene Analysen des Systems unterstützt, die neben der Fehlersuche auch als Basis für die Optimierung von Parametern des Netzes genutzt werden können.
Das Orchestrierungs- und Managementsystem bildet außerdem die Basis für ein Komplettsystem für private 5G-Netze, hier auch als 5GÖkosystem bezeichnet, in das Open-Source-basierte als auch kommerzielle Komponenten integriert werden können. Dieses 5G-Ökosystem, das u.a. als Ganzes vermarktet werden soll, unterstützt Ende-zu-Ende-Anwendungen und kann sowohl als Produktionssystem als auch als Basis für die Entwicklung und den Test von Endanwendungen oder speziellen Endgeräten dienen. Außerdem können damit auch spezielle netzinterne Funktionen, die im OpenRAN-Kontext als rApps oder xApps bezeichnet werden, validiert werden.

Projekttitel: Intellischicht
Förderung: August 2025 - Juli 2028
Förderkennzeichen: 2024 VFE 0099
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Gunther Notni
Fachgebiet: Qualitätssicherung und industrielle Bildverarbeitung
Ziel des Vorhabens ist die zerstörungsfreie Schutzlackprüfung auf elektronischen Baugruppen. Hierfür sollen verschiedenen konfokale optische Sensorprinzipien (Punktmessung) untersucht und für den speziellen Einsatz in der Elektronikindustrie optimiert werden. Angestrebt wird bei dem Forschungsprojekt eine Unsicherheit der Schichtdickenmessung kleiner lpm. Aus dem Grund einer flächigen Charakterisierung des Prüflings werden Simulationsansätze auf Basis der Schutzlackeigenschaften entwickelt und optimiert, die schwierige Prüfsituationen bewältigen können.

Projekttitel: Investition in einer portalbasierte Rührreibschweißanlage
Förderung: November 2023 - Mai 2025
Förderkennzeichen: 2023 FGI 0006
Projektleiter: Prof. Jean Pierre Bergmann
Fachgebiet: Fertigungstechnik
Das geplante Anlagensystem erweitert die Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten am Fachgebiet Fertigungstechnik mit einer Schwerpunktsetzung auf Belastung des Werkzeuges. Durch eine derartige Anlage wird es möglich, Belastungen, die sich aus dem zyklischen Materialfluss um dem Werkzeug ergeben von übergeordneten, aber im gleichen Frequenzspektrum entstehend zyklische Belastungen, die sich aus der Steifigkeit des Systems ergeben. Letztere sind in besonderer Maße bei der Nutzung eines 6-AchsenRobotersystems beim Schweißen von höherer Blechdicke oder höherfester Werkstoffe festzustellen. Insbesondere bei forschungsrelevanten und industriell geforderten Werkstoffkombinationen sind laterale Bahnabweichungen des Werkzeuges zur programmierten Schweißbahn und ein nicht Eindringen des Werkzeuges in die Fügepartner häufig die Folgen einer geringen Steifigkeit. Mit dieser Investition wird es möglich, eine breite Palette an Blechdicken zu bearbeiten und zielgerichtet die Hauptursachen der Belastung am Werkzeug zu untersuchen und daraus die Skalierungseffekte zu verstehen, um zu einer angepassten und ressourcenschonenden Bearbeitung zu gelangen.
Das Kernelement der geplanten Anlage umfasst daher ein portalbasiertes Rührreibschweißsystem, um so den aktuellen Anforderungen an Bauteilintegrität und der Verwendung neuartiger Werkstoffe gerecht zu werden. Durch die Bauform der Anlage ist es möglich, die wirkenden Reaktionskräfte in Vorschubrichtung, quer zur Vorschubrichtung und in Axialrichtung zu kompensieren. Durch die unabhängig einstellbaren Betriebsarten wie positionsgesteuerte Prozessführung zum Schweißen von Mischverbindungen und kraftgeregelte Prozessführung von artgleichen Werkstoffen ist es möglich, ein breites Spektrum von Forschungs- und Anwendungsfällen abzudecken. Die geplante Anlage kann dabei mit einem einteiligen Rührreibschweißwerkzeug mit rotierender Schulter oder mit einem zweiteiligen Rührreibschweißwerkzeug und nicht rotierender Schulter betrieben werden.


Projekttitel: KapMemLyse - Kapillar-gestützte Anionenaustausch-Membran-Wasserelektrolyse
Förderung: Januar 2025 - Dezember 2027
Förderkennzeichen: 2024 FGR 0081
Projektleiter: Jun.-Prof. Dr. Christian Dreßler
Fachgebiet: Theoretische Festkörperphysik
Förderformat: FTI-Thüringen PERSONEN: Forschungsgruppen (Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft)
"Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus."
Ziel dieses Projekts ist die Erforschung und Entwicklung der Kapillar-AEM-Wasserelektrolyse für grünen Wasserstoff. Es werden die physikalischen Grundlagen für das Verständnis im Bereich Ionen- und Massentransport gelegt und ein skalierbares Konzept für Komponenten und Zellen entwickelt. Diese neue Technologie soll die Vorteile der Kapillar-Elektrolyse nach Wallace et al. mit der innovativen Anionen-Austausch-Membran-Wasserelektrolyse-Technologie verheiraten. In einem Nature-Paper aus dem Jahr 2022 wurden bereits Effizienzen von 98 % bei einer Stromdichte von 0.5 A/cm2 erreicht.

Projekttitel: KombiSens - Kombinatorische Hochdurchsatz-in-situ-Nano-Diagnostik für die Sensorik
Förderung: September 2021 - Juni 2023
Förderkennzeichen: 2021 FGI 0033
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Peter Schaaf
Fachgebiet: Werkstoffe der Elektrotechnik
Das Ziel dieses Projektes KombiSens ist die Etablierung einer fortschrittlichen in-situ Diagnostik von Sensorsystemen im Mikro- und Nanometerbereich durch eine Realisierung einer sensorischen in-situ Hochdurchsatzdiagnostik im Rasterelektronenmikroskop. Hochdurchsatz soll hierbei bedeuten, dass im Sinne der kombinatorischen Werkstoffforschung auch viele Proben in einer schnellen und automatisierten Form geprüft werden können, um somit eine solide und breite Datenbasis für die Weiterentwicklung der Werkstoffe und auch der Digitalisierung zu erreichen. Neben den elektrischen und elektronischen Eigenschaften können auch Werkstoff- und Systemparameter kombinatorisch und unter Gaseinfluss in-situ untersucht werden. Die technisch ermittelbaren Parameter gehen erheblich über die eines Standardgeräts hinaus und ermöglichen kombinatorische Forschung und Entwicklung insbesondere im Bereich der Sensorik, aber auch in der Nanoelektronik, der Energietechnik, der Photovoltaik, der Katalyse und der Mikrosystemtechnik. Hiermit wird ein REM durch die elektrischen, elektronischen, chemischen und sensorischen Testmöglichkeiten zu einem echten Nano-Labor erweitert. Diese Konfiguration würde mehrere geplante Forschungsprojekte und Großformate der TU Ilmenau im Bereich der Sensorik, basierend auf Nanosystemen, ermöglichen. Damit sind inhärent Innovationen mit hohem Wertschöpfungs- und Beschäftigungspotential für den Freistaat Thüringen verbunden. Die geplante Beschaffungsmaßnahme schließt eine erhebliche Lücke in den derzeitigen Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten der TU Ilmenau und in Thüringen.

Projekttitel: KREATÖR - Funk- und Fahrzeugtechnologien für automatisierten Personentransport im öffentlichen Raum
Förderung: April 2021 - Dezember 2023
Förderkennzeichen: 2021 FGI 0007
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Matthias Hein
beteiligte Fachgebiete: Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik, Elektronische Messtechnik und Signalverarbeitung, Kleinmaschinen, Kraftfahrzeugtechnik
Das Vorhaben kombiniert drei Arbeitsfelder: 1. Wiss. Begleitung des Campusbus-Projektes, 2. thematisch maßgeschneiderte Innovationsansätze in Funk- und Fahrzeugtechnologien, sowie 3. öffentlichkeitswirksame Begleitforschung zur Risikowahrnehmung sowie Erhöhung der öffentlichen Wahrnehmung und Akzeptanz. Dies dient ebenso der Unterstützung nachhaltiger Transfer- maßnahmen.Das Vorhaben umfasst Investitionen für projektspezifische technische Komponenten der Fahrzeuge und den Ausbau der Forschungsinfrastruktur für die beforschten Technologien, die Fahrzeugklasse und den Anwendungsfall.

Projekttitel: KI-Transferkoordinator Wirtschaft (Folgeprojekt)
Förderung: August 2023 - Dezember 2025
Aktenzeichen: Az: 3021/83-27-4
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Horst-Michael Groß
Fachgebiet: Neuroinformatik und Kognitive Robotik
Das TZLR soll in seiner derzeitigen Organisationsstruktur mit Geschäftsstellenleiter und zwei KI-Transferkoordinatoren für die Wirtschaft bzw. die Wissenschaft fortgesetzt und erweitert werden. Dies betrifft vor allem zwei strategische Prioritäten in den generellen Handlungsfeldern Forschung, Transfer, Monitoring und Anwendung von KI-Themen: 1) Erzielung einer noch besseren Sichtbarkeit des TZLR in der Öffentlichkeit als der Ansprechpartner zu den Themen Weiterbildung und Wissenstransfer in KI und Robotik und 2) Weitere Effektivierung der Projekt- und Transferarbeit in den Forschungs- und Transferfeldern KI und Robotik. Im Rahmen der ersten Priorität sollen breitenwirksame Veranstaltungen zu allseits interessierenden KI-Themen zur Information und Weiterbildung der allgemeinen Öffentlichkeit aber auch sehr konkrete Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote für wissenschaftliche Partner und Unternehmen zu Bewertung, Eignung und Einsatz von KI- und Robotik-Technologien geschaffen werden. Voraussetzung dafür ist die Durchführung einer Bedarfsanalyse in Thüringen durch das TZLR zum konkreten Weiterbildungsbedarf und die Schaffung eines Pools an ausgewiesenen und verfügbaren KI-Referenten. Weitere geplante Maßnahmen sind die noch stärkere Öffnung gegenüber anderen Thüringer Hochschulen, die noch bessere Koordination der Zusammenarbeit mit regionalen Wissenschafts- und Wirtschaftsclustern und vor allem auch eine verbesserte Online-Präsenz.
Im Rahmen der zweiten Priorität liegt der Fokus auf allen vier Handlungsfeldern durch solche Maßnahmen wie ein regelmäßiges Fördermittelscreening und das Initiieren von Gemeinschaftsprojekten mit Partnern aus der Wirtschaft. Im Bereich der Forschung steht die Durchführung von kleineren Entwicklungsprojekten im Bereich der Auftragsforschung oder von vorbereitenden Machbarkeitsstudien sowie die Entwicklung von KI-Demonstratoren und Show-Rooms im Fokus des TZLR.

Projekttitel: MELI - Forschung an Methoden zur externen Referenzierung für die Diodenlaser-lnterferometrie
Förderung: Oktober 2025 - September 2028
Förderkennzeichen: 2025 VFE 0048
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Thomas Kissinger
Fachgebiet: Nanofabrikations- und Nanomesstechnik
Förderprogramm: FTI-Thüringen TECHNOLOGIE: Thüringen Verbund
Interferometrischen Messverfahren kommt eine große Bedeutung in der dimensionellen Messtechnik zu. Gestiegene Genauigkeitsanforderungen, die zunehmende Komplexität der meist mehrachsigen Interferometersysteme sowie gegenwärtige mit der Redefinifion des SI-Einheitensystems und den Innovationen im Bereich der Laserstabilisierung verbundenen metrologischen Entwicklungen stellen neue Ansprüche an die Flexibilität, die Ausgangsleistung sowie die Stabilität und Rückführbarkeit der diesen Messsystemen zugrundeliegenden Laserquellen. Die Realisierung modularer Lasersysteme auf Basis der Kopplung unabhängiger Laser vergleichbarer Wellenlänge mittels einer Phasenregelschleife (PLL) stellt einen geeigneten Ansatz dar diesen Herausforderungen begegnen zu können. Das Ziel des Projektvorhabens besteht somit in der Entwicklung von PLL-gekoppelten Laserquellen auf Basis eines neuartigen, modularen, FPGA-basierten Regelkonzeptes, welches die Vorteile variabler Trägerfrequenzen mit dem Potential externer Referenziermöglichkeiten zur Absolutstabilisierung der Laserfrequenz verbindet. Mit diesem Ansatz soll zum einen der Markt für die in der Längenmesstechnik bewährte 633 nm-Technologie gestärkt sowie die vielen Vorteile der 1,5 um-Technologie weiter vorangetrieben werden, um insbesondere zukünftige Entwicklungen, wie die Anbindung interferometrischer Messysteme an über Fasernetzwerke verteilte Frequenzstandards adressieren zu können.

Projekttitel: "Mobilität mit Mehrwert“, ThIMo+
Förderung: Juni 2022 - September 2023
Förderkennzeichen: 2022 IZN 0012
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Matthias Hein
Fachgebiet: Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik
Als Innovationszentrum leistet das ThlMo wesentliche Beiträge zu den für Thüringen identifizierten Förderschwerpunkten. In der langfristig ausgerichteten Forschungs- und Entwicklungsstrategie stehen hierbei die drei wesentlichen Mobilitätsaspekte im Fokus: 1. Verkehrsträger - Beiträge zur Erzielung eines sicheren, ressourcenschonenden und effizienten Personen- und Güterverkehrsflusses im ländli-chen Raum, der sich vom Produktions- bzw. Bedarfsstandort bis zum Endanwender bzw. Nutzer er-streckt. 2. Mobilitätsdienste und -angebote - Methoden und Lösungsansätze für die Schaffung smar-ter Mobilitäts- und Verkehrsräume. 3. Netzwerke - Vernetzung relevanter Thüringer Akteure der Mo-bilitätsforschung mit überregionaler Ausstrahlung als Basis für eine konzertierte Nachwuchsförderung, Fachkräftequalifizierung und Transformation in die Mobilität der Zukunft. Ein zentrales methodisches Element zur Umsetzung der Zielstellungen bildet eine durchgängige Virtualisierung mittels Digitalisie-rung auf verschiedenen Skalen (digitale Schatten und digitale Zwillinge). Die im Projekt vorgesehenen Maßnahmen lassen sich in drei Arbeitsfelder gliedern: Die Vorbereitung des Konzepts .Smarte Mobili-tät in ländlichen Räumen - SMILE" als Standortcluster des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft (Arbeitsfeld D), unterstützende Maßnahmen im Bereich Transfonnation und Transfer (Arbeitsfeld E) sowie F&E zur Mobilität der Zukunft auf Basis der in ThlMo bereits vorhandenen Kernkompetenzen (Arbeitsfeld F).

Projekttitel: MonStaTec - Verfahrensentwicklung für die elektrochemische Herstellung von Interkonnektoren für Hochtemperaturelektrolyseure
Förderung: Januar 2026 - Dezember 2028
Förderkennzeichen: 2025 VFE 0087
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. rer. nat. habil. Dr. h.c. Andreas Bund
Fachgebiet: Elektrochemie und Galvanotechnik
Förderprogramm: FTI-Thüringen TECHNOLOGIE: Thüringen Verbund
"Kofinanziert von der Europäischen Union"
Der Fokus des Teilvorhabens der TU Ilmenau (TUIL) liegt auf der Entwicklung galvanischer Verfahren für die Fertigung von lnterkonnektoren (ICs) für Hochtemperaturelektrolyseure. Dazu werden parallel zwe'i Lösungsansätze verfolgt, die Nachbehandlung von Grünkörpern und das Galvanoformen der kompletten ICs. Aus den möglichen galvanischen Verfahren gilt es, die geeignetsten auszuwählen und hinsichtlich der Anforderungen zu optimieren. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen muss eine Prozessfolge entwickelt werden, beginnend von der Vorbehandlung über die Abscheidung verschiedener Schichten bis zur Nachbehandlung der Teile.


Projekttitel: NMR-Field-Cycling Relaxometer
Förderung: November 2024 - Juni 2026
Förderkennzeichen: 2024 FGI 0016
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Siegfried Stapf
Fachgebiet: Technische Physik II/ Polymerphysik
Das Relaxometer misst die Dynamik von Molekülen in Flüssigkeiten und weicher Materie anhand der Eigenschaften ihrer Kernspins. Die Konstruktion gestattet diese Dynamik-Messungen über einen breiten Frequenzbereich von etwa 1 kHz bis 130 Mhz, also kontinuierlich über mehr als fünf Größenordnungen. Das Gerät ist damit komplementär zu NMR-Spektrometern, die vorrangig die Struktur der Moleküle aufgrund der Spinresonanz messen. Das Relaxometer untersucht vor allem komplexe Fluide, Polymere und Proteine, in denen die Molkulardynamik sich auf einen besonders breiten Frequenzbereich erstreckt.


Projekttitel: NMR-Spektroskopie - 500 MHz Kernmagnetresonanz (NMR) Spektrometer
Förderung: Dezember 2022 - April 2025
Förderkennzeichen: 2022 FGI 0002
Projektleiter: Prof. Robert Geitner
Fachgebiet: Physikalische Chemie/Mikroreaktionstechnik
Die beantrage Investition am Standort Ilmenau wird eine qualitative und quantiative hochwertige Aufklärung von molekularen Strukturen ermöglichen, welche von größter Wichtigkeit für die Herstellung von funktionellen Materialien ist. Mit der 500 MHz Kernmagnetresonanz (NMR) Spektrometer werden in situ Analysen auf molekularer Ebene für u.a. Katalysatoren, Photoschalter, Farbstoffe, ionische Flüssigkeiten und Elektrolyte möglich.


Projekttitel: Optoelektronisch-supraleitende Netzwerke für neuromorphes Computing (neuroNODE)
Projektlaufzeit: Januar 2026 - Dezember 2028
Förderkennzeichen: 2025 FGR 0080
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Hannes Töpfer
Fachgebiet: Theoretische Elektrotechnik
Förderprogramm: FTI-Thüringen PERSONEN: Forschungsgruppen
"Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus."
Um dem wachsenden Energiebedarf von IT- und KI-Komponenten zu begegnen, sollen extrem verlustleitungsarme und dennoch sehr schnelle Mikroelektronikkomponenten, energiesparende Schaltungsarchitekturen und optische integrierte Systeme kombiniert werden. Durch die bio-inspirierte neuromorphe Verschaltung supraleitender logischer Schaltelemente und ihre optische Ansteuerung in einer hybriden integrierten Plattform werden die grundlegenden Elemente für eine neuartige neuromorphe Computingarchitektur implementiert, welche als Basis für skalierbare komplexe Systeme dienen können.

Projekttitel: PRIMED - Public Representation of Innovation and its MEDia-driven Financial and Societal Effects
Förderung: Februar 2026 - Januar 2028
Förderkennzeichen: 2025 FWF 0003
Projektleiter: Jun.-Prof. Dr. Elena Freisinger / Jun.-Prof. Dr. Gerrit Köchling
Fachgebiete: JP Innovationsmanagement / JP Finance
Förderprogramm: FTI-Thüringen FORSCHUNG: Wissenschaftliche Forschungsvorhaben
Das Forschungsprojekt PRIMED analysiert die mediale Darstellung von Innovationen und deren finanzwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wirkungen. Durch die Kombination von Natural Language Processing, Large Language Models und ökonometrischen Methoden werden Zusammenhänge zwischen medialem Framing von Innovationen, Innovationswahrnehmung sowie finanzwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Effekten systematisch untersucht.

Projekttitel: Q-PICs - Innovationszentrum für Quantenoptik und Sensorik, Innovationsfokus Q-PICs, Standort llmenau
Förderung: Januar 2026 - Dezember 2028
Förderkennzeichen: 2025 IZN 0001
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jens Müller
Fachgebiet: Elektroniktechnologie
Förderprogramm: FTI-Thüringen INVEST: Innovationszentren
"Kofinanziert von der Europäischen Union"
Ausgehend von sehr guten Erfolgen des Thüringer Innovationszentrums lnQuoSens (2017-2022) sowie des Thüringer Quantum Hub (2021-2023) wurde in einem zwischen Wissenschaft und Wirtschaft abgestimmten Strategieprozess ein Konzept zur inhaltlichen und strukturellen Weiterentwicklung von lnQuoSens für den Zeitraum 2024-2028 erarbeitet. Dabei wird mit dem aktuellen Innovationsfokus zu Quanten-Photonischen Integrierten Schaltkreisen (Q-PICs) einerseits das wissenschaftliche Profil deutlich weiterentwickelt als auch die wirtschaftliche Verwertungsrelevanz der lnQuoSens noch stärker priorisiert.

Projekttitel: Quanten-HUB Thüringen (QHUBTh): Technische Universität Ilmenau (Antragsteller 9 von 9 im Konsortialverbund)
Projektlaufzeit: Mai 2021 - Dezember 2023
Förderkennzeichen: 2021 FGI 0046
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jens Müller
beteiligte Fachgebiete:
Elektroniktechnologie, Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik, Theoretische Elektrotechnik, Werkstoffe der Elektrotechnik, Rechnerarchitektur und eingebettete Systeme
Projektpartner: CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik GmbH
Der Quantum Hub Thüringen verfolgt die Mission, grundlegende wissenschaftliche Fragestellungen in den Bereichen Quantenkommunikation, -sensorik und -bildgebung zu bearbeiten und damit den bevorstehenden technologischen Umbruch der Quantentechnologien für den Freistaat Thüringen als Zukunftsperspektive zu gestalten. Die im Vorhaben adressierte Grundlagenforschung soll die Thüringer Industrie in die Lage versetzen, zukünftig an Schlüsselstellen der quantentechnologischen Wertschöpfungsketten mit ihrer Innovationskraft gestaltend einzugreifen. Details der o.g. APs sind der Skizze zu entnehmen.

Projekttitel: Quantenkryotron - Erforschung der Fabrikationstechnologie
Projektlaufzeit: Juni 2025 - Mai 2026
Förderkennzeichen: 2024 VDY 0054
Projektleiter: Prof. Dr. Ronny Stolz
Fachgebiet: Theoretische Elektrotechnik
Moderne industrielle Entwicklungs- und Produktionsprozesse erfordern immer präzisere Messtechnik, die sich durch Nutzung von Quanteneffekten entscheidend verbessern lassen. In diesem Antrag sollen deswegen supraleitende Quantenkryotrons (QK) durch die Partner supracon AG, CiS und TU Ilmenau erforscht werden. Dies führt zur Etablierung einer vollständig neuen Basistechnologie für den Entwurf und den Aufbau komplexer digitaler Schaltkreise und Quantendetektoren für verschiedene Anwendungsbereiche. Die TU Ilmenau wird neue Prozesstechnologien für die QK-Fabrikation erforschen und optimieren.

Projekttitel: SENKA - Funkkanalcharakterisierung der nächsten Generation: Multi-Modale Umgebungswahrnehmung
Förderung: Januar 2026 - Dezember 2028
Förderkennzeichen: 2025 VFE 0058
Projektleiter: Christian Schneider
Fachgebiet: BG Elektronische Messtechnik und Signalverarbeitung
Förderprogramm: FTI-Thüringen TECHNOLOGIE: Thüringen Verbund
Ziel dieses Verbundvorhabens ist es, Methoden für die Kalibrierung und kohärente Fusionierung von multimodalen Sensordaten, wie GNSS, LiDAR, Video, klassischen Radar und/oder auch Messungen von Wellenausbreitung zu entwickeln und praxisnah zu validieren. Einerseits müssen Sensorsysteme nahtlos miteinander interagieren und Daten präzise fusionieren können, um z.B. den nächsten Entwicklungsschritt des autonomen Fahrens zu ermöglichen. Insbesondere auf großen Distanzen und bei hohen Fahrgeschwindigkeiten kommen aktuelle Systemlösungen im Automobilbereich bei der Überlagerung verschiedenster Sensordaten, wie z.B. LiDAR, Video oder klassischem RADAR an ihre Grenzen. Genauso sind diese Verfahren bei der allumfassenden Charakterisierung von hochdynamischen Mobilfunkkanälen von großem Interesse, da die Eigenschaften der Wellenausbreitung beispielsweise genau innerhalb einer kartografierten Umgebung verortet werden müssen. Damit soll die lnterpretierbarkeit der Daten erstmalig als Ganzes ermöglicht und damit deren Mehrwert gesteigert werden. Aus diesem Grund ist es gemeinsames Ziel der Verbundpartner, durch innovative Kalibrierungsmethoden hochgenaue, robuste und zuverlässige Sensorfusionstechnologien zu schaffen. Dabei sollen sowohl regelbasierte Algorithmen als auch Konzepte der künstlichen Intelligenz berücksichtigt werden. Das Verbundprojekt fokussiert daher auf die Entwicklung eines skalierbaren, hochpräzisen Kalibrierungs- und Fusionsansatzes für multimodale Sensorsysteme mit Blick auf das autonome Fahren und der Charakterisierung von Mobilfunkkanälen für hochdynamische Umgebungen. Die neuen Methoden ermöglichen die Entwicklung von Assistenzsystemen in Fahrzeugen mit deutlich höheren Geschwindigkeiten und bieten eine deutlich erhöhte Sicherheit beim Einsatz von autonome Fahrfunktionen.

Projekttitel: SMART-KI-CHECKER - Smartes Bildverarbeitungssystem für KI-basierte Qualitätschecks für kontinuierliche industrielle Produktionsprozesse
Förderung: Juni 2025 - Mai 2028
Förderkennzeichen: 2024 VFE 0076
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Gunther Notni
Fachgebiet: Qualitätssicherung und industrielle Bildverarbeitung
Im Projekt PUKI Net sollen verschiedene Methoden zur Datenaugmentierung untersucht werden und mit Hilfe einer Plausibilitätsprüfung eine applikations-spezifische Auswahl geeigneter Datenaugmentierungsmethoden teilautomatisiert werden. Dazu soll neben der algorithmischen Umsetzung von Augmentierung und Plausibilitätsprüfung auch ein Leitfaden zur Nutzung des Verfahrens entstehen. Durch den Einsatz von TPUs soll die Prozessgeschwindigkeit im Vergleich zur Verwendung von CPUs erhöht werden.

Projekttitel: SOFIE - Softwarespezifizierte autonome Energiesysteme (SOFIE)
Förderung: Januar 2023 - Dezember 2025
Förderkennzeichen: 2022 FGR 0003
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Albrecht Gensior
Fachgebiet: Leistungselektronik und Steuerungen in der Elektroenergietechnik
"Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus."
Die Forschungsgruppe ist im Bereich der elektrischen Energietechnik angesiedelt und befasst sich fachgebietsübergreifend mit dem Themenfeld autonomer lokaler Netze. Dabei werden Fragen des Energiemanagements, des Einsatzes örtlich verteilter Stelleingriffe mit Hilfe leistungselektronischer Systeme sowie der technisch sinnvollen Kombination elektrischer Maschinen und leistungselektronischer Komponenten bearbeitet.

Projekttitel: thurAI - thuringian Al - Pilotphase im Thüringer Zentrum für lernende Systeme und Robotik (TZLR)
Förderung: April 2021 - November 2023
Förderkennzeichen: 2021 FGI 0008
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Kai-Uwe Sattler
Fachgebiet: Datenbanken und Informationssysteme
Projektpartner: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme gGmbH (IMMS GmbH)
Mit dem hier beantragten Vorhaben thuringian Al sollen konkrete Projekte zu Anwendung und Transfer von KI-Methoden in der Praxis initiiert werden. Hierzu stehen die drei Leitthemen Produktion und Qualitätssicherung, Gesundheitswesen und Medizintechnik sowie Smart City im Fokus, die besondere Bedeutung für die Thüringer Wirtschaft und Wissenschaft besitzen.

Projekttitel: ThürQuant - Erforschung und Entwicklung quantenoptischer und -sensorischer Komponenten und Systeme für die ressourcenschonende und sichere Informationsverarbeitung in Thüringen am InQuoSens-Standort Ilmenau
Förderung: Juni 2022 - Oktober 2023
Förderkennzeichen: 2022 IZN 0008
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jens Müller
Fachgebiet: Elektroniktechnologie / Zentrum für Mikro- und Nanotechnologie
Die beantragte Investition am Standort Ilmenau wird eine ex-situ und in-situ ultraschnelle thermische Behandlung für die energieeffiziente und ressourcenschonende Entwicklung von neuen Werkstoffen für die Quantensensorik ermöglichen. Dies ist Grundlage für die Weiterentwicklung quantenoptischer und -sensorischer Komponenten und Systeme für das geplante Thüringer Quantennetzwerk. (siehe auch Innovationszentrum InQuoSens)

Projekttitel: TuiToF - Entwicklung eines Sensors zur Isolation von zirkulierenden Tumorzellen mittels ImpToF
Förderung: Januar 2026 - Dezember 2028
Förderkennzeichen: 2025 VFE 0070
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Doris Heinrich
Fachgebiet: Biotechnische Mikro- und Nanosysteme für die Lebenswissenschaften
Förderprogramm: FTI-Thüringen TECHNOLOGIE: Thüringen Verbund
"Kofinanziert von der Europäischen Union"
Der starke Anstieg von Krebsfällen erfordert dringend neue Screening-Verfahren zur Früherkennung. Liquid Biopsy bietet eine minimalinvasive Alternative zu herkömmlichen Biopsien, vermeidet Komplikationen und ermöglicht das Screening unbekannter Tumore. Dieses Projekt nutzt eine labelfreie impedimetrische Flugzeitmessung, um CTCs unabhängig von der Tumorart zu identifizieren. Maschinelle Lernalgorithmen optimieren die Analyse. Anschließend ist die ctcDNA für molekularbiologische Diagnostik verfügbar um die Tumorart zu ermitteln und eine präzise Diagnose und Therapieentscheidung zu ermöglichen.


Projekttitel: UV-Lithografiesystem mit UV-LED-Beleuchtung & motorisierter Stage m. Autoalignmentfunktion
Förderung: November 2023 - Oktober 2025
Förderkennzeichen: 2023 FGI 0011
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. rer. nat. habil. Stefan Sinzinger
Fachgebiet: Technische Optik
Lithografieprozesse zur Herstellung von Prozessmaskierungen aus Fotolacken (Resisten) sind qualitätsbestimmende Bestandteile von Prozessketten zur Herstellung mikro- und nanotechnischer Funktionsstrukturen, Bauelemente und Systeme. Das UV-Lithografiesystem mit UV-LED-Beleuchtung & motorisierter Stage mit Autoalignmentfunktion ermöglicht die technologische Realisierung von 2,5- und 3-dimensionalen Mikro- und Nanostrukturen schwerpunktmäßig für die Forschungsfelder Mikrooptik, (grüne) Mikroelektronik, Mikrofluidik, Mikroaktorik, Mikrosensorik und Systemintegration.


Projekttitel: Vollautomatisierte Prüfprogrammerstellung für lnspektionssysteme der Elektronikfertigung
Förderung: Januar 2024 - Dezember 2026
Förderkennzeichen: 2023 VFE 0045
Projektleiter: Dr.-Ing. Detlef Streitferdt
Fachgebiet: Softwaresysteme/Prozessinformatik
Die Elektronikindustrle In Deutschland und Europa ist vielfach auf die flexible Produktion von Leiterplatten in mittleren bis kleinsten Stückzahlen optimiert. Prüfprogramme für AOI-Systeme sollen vollautomatisch ohne das Eingreifen eines Experten generiert werden. Zleldes beantragten Vorhabens ist es daher, Geometrieinformationen und die Formgebung für Lötstellen auf Leiterplatten durch einen Simulationsprozess abzubilden und dmait realitätsgetreue BIider der Leiterplatten unter Nutzung vorhandener Fertigungsdaten synthetisch zu generieren und die Prüfprogrammerstellung zu automatisieren.