Grund der Auszeichnung ist seine Masterarbeit „Investigation of Electrolyte Composition in All-Iron Redox-Flow Batteries to enhance overall Performance“ und die dazugehörige Veröffentlichung „Investigating the Iron Plating and Stripping of Anolytes for All-Iron Redox-Flow Batteries“, welche die Jury in den Bewertungskriterien „Umwelt- und Nachhaltigkeitsbezug“, „Anwendungsbezug für die Praxis“ und „technischer Nutzen“ überzeugten.
Herr Engler legte 2018 sein Abitur am Schul- und Leistungssportzentrum Berlin (SLZB) ab und schloss ein Duales Studium an der Dualen Hochschule Sachsen (DHSN); Staatliche Studienakademie Riesa, Studienrichtung Energie- und Umwelttechnik in Kooperation mit der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG (GASAG-Gruppe) an. Von 2021 bis 2024 studierte er an der TU Ilmenau Regenerativer Energietechnik (M. Sc.), mit Abschluss der Masterarbeit 2024 zum Thema der Eisen-basierten Redox-Fluss-Batterien bei Prof. Andreas Bund, Fachgebietsleiter Elektrochemie und Galvanotechnik. Seit Oktober 2024 ist Herr Engler PhD-Student und Stipendiat der Thüringer Graduiertenförderung im Fachgebiet Elektrochemie und Galvanotechnik und setzt seine Forschungsarbeiten an Eisen-Redox-Fluss-Batterien fort.
Eisen-basierte Redox-Fluss Batterien sind aussichtsreiche Kandidaten für Großspeichertechnologieanwendungen aus erneuerbaren Energiequellen, wie etwa von Wind- oder Solarparks. Eine Redox-Fluss-Batterie ist auch als reversible Brennstoffzelle bekannt. Die in externen Tanks gelagerten Elektrolyte werden durch die Reaktionszelle gepumpt, in der die jeweilige Oxidations- oder Reduktionsreaktion reversibel stattfindet. Wird der elektrische Stromfluss umgekehrt, laufen die Redoxreaktionen vice versa ab und die gespeicherte Ladung kann über einen Verbraucher genutzt werden. Für diesen Batterietyp hat Hr. Engler in seiner Arbeit die Elektrolyte grundlegend hinsichtlich elektrochemischer und thermodynamischer Charakteristiken erforscht, damit eine Elektrolytauswahl für spätere Batterieprototypen getroffen werden kann.
Die Untersuchungen erlaubten eine Auswahl an Elektrolyten für beide Elektrodenkammern der Batterie und konnten in ersten Pilottests an einem Teststand angewendet werden. Das Konzept zeigt damit eine hervorragende Verbindung zwischen klassischer Galvanotechnik und modernen nachhaltigen Energiespeichern und indiziert Potentiale aktuelle und künftige Fragen der Langzeitspeicherung von elektrischer Energie zu beantworten.
Quelle: Marius Engler, Fachgebiet Elektrochemie und Galvanotechnik
