Am 27. Februar 2025 fand auf dem Campus an der TU Ilmenau der Regionalwettbewerb Westthüringen „Jugend forscht“ statt. Über 70 Schülerinnen und Schüler präsentieren einer Fachjury ihre Arbeiten aus den Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Mathematik/Informatik, Physik und Technik. Der bundesweite Wettbewerb „Jugend forscht“ fand in diesem Jahr unter dem Motto „Macht aus Fragen Antworten“ statt. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, in die spannende Welt von Forschung und Wissenschaft einzutauchen und ihre Visionen Realität werden zu lassen. Das Themenspektrum der Wettbewerbsbeiträge war breit gefächert: von der Sicherheit im Kinderwagen über Methoden der Wasseraufbereitung in Ostafrika bis hin zu Themen aus den Bereichen Nachhaltigkeit und regenerative Energien. Die TU Ilmenau ist bereits seit 2013 Partner der Veranstaltung.
Am Regionalwettbewerb Westthüringen beteiligen sich Kinder und Jugendliche aus Regelschulen und Gymnasien aus Eisenach, Gotha, Ilmenau, Neudietendorf sowie Ruhla. Eine Fachjury bewertete die Projekte und auch die Öffentlichkeit konnte sich bei der Projektpräsentation von der Expertise und dem Ideenreichtum der Teilnehmenden überzeugen. Die besten Beiträge qualifizieren sich für den Landeswettbewerb am 2. April in Jena. Den Abschluss der Wettbewerbsrunde bildet das 60. Bundesfinale „Jugend forscht“ vom 29. Mai bis 1. Juni 2025 in Hamburg.
Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik sowie der Förderverein Elektrotechnik und Informationstechnik e. V. Ilmenau lobten in diesem Jahr erstmalig einen Sonderpreis für Wettbewerbsbeiträge aus den Themengebieten Nachhaltigkeit und regenerative Energien aus. Der Preis umfasste einen Büchergutschein in Höhe von 50 Euro sowie die Einladung zu einem persönlichen Besuch der Fakultät. Preisträger ist Oskar Hollatz, Schüler der 10. Klasse der Goetheschule Ilmenau.
Oskar Hollatz trat mit dem Projekt „Energiegewinnung, zur Ladung eines Mobiltelefons, mit einem Fahrraddynamo auf dem Schulweg“ im Wettbewerb an. Er untersuchte dabei ob es möglich ist, auf der täglichen Fahrt mit dem Rad zur Schule mit Hilfe eines Narbendynamos das eigene Mobiltelefon zu laden. In einer Versuchsreihe wurden Geschwindigkeit und elektrische Leistung gemessen und ausgewertet. Oskar lötete für den Versuch eine Ladeschaltung selbst zusammen, um das Handy mit einem Fahrraddynamo zu laden. Er verwendete dabei einfache elektronische Komponenten wie Widerstände, Kondensatoren, Dioden, die er zu einem Schaltkreis mit Gleichrichter und Spannungswandler zusammensetzte. Eine Auswertung der Ergebnisse zeigte jedoch, dass eine Ladung des Mobiltelefons mit den gegebenen Komponenten und diskontinuierlichen Geschwindigkeiten nicht möglich und eine weitere Problembetrachtung nötig ist.
Die Jury entschied sich bei der Vergabe des Sonderpreises für diesen Beitrag, da das Thema eine hohe Originalität mit Bezug zum Alltag aufweist. Das detaillierte Fachwissen von Oskar Hollatz, die Entwicklung der Mess- und Ladeschaltung und der Programmierung der Messwertauswertung, ein gut strukturierter und kreativ umgesetzter Standaufbau sowie eine sehr überzeugende Projektpräsentation unterstrichen seine Leistung. Weiterhin unterstreicht die kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen, mit Ableitung neuer Forschungsansätze, Oskars wissenschaftliches Arbeiten. - Wir wünschen für die weitere schulische Laufbahn von Oskar Hollatz viel Erfolg und für das außerschulische Engagement anhaltende Energie und große Wissbegierde!
Quelle: Jenny Gramsch, Zentrale Studienberatung und –orientierung; Carsten Gatermann, Fachgebiet Elektrische Energieversorgung
