
Univ-Prof. Dr. Matthias Hirth
Fachgebietsleiter
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Frau Marina Bondarev
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Ziel der Projektarbeit ist es, typische Nutzerinnen und Nutzer von Mobilitätsstationen in Deutschland unter Verwendung eines nutzungszentrierten Designansatzes, genannt Personas, zu beschreiben.
Die Personas vermitteln ein besseres Verständnis der unterschiedlichen Bedürfnisse von Reisenden für die Planung und Weiterentwicklung von Mobilitätsstationen. Somit wird eine nutzungsorientierte Entwicklung ausgewählter Haltestellen hin zu Umsteigeknoten für eine Mobilität der Zukunft unterstützt und das Reiseerlebnis für alle Zielgruppen wie beispielsweise Pendler, Fernreisende und ältere Menschen verbessert.
Die hier vorgestellten vier Personas sind eine Auswahl, die durch weitere Zielgruppen mit besonderen Bedürfnissen ergänzt werden kann.
Der Prozess der Persona-Entwicklung kombiniert quantitative Mobilitätsdaten aus der MID-Studie 2018-2023 mit qualitativ im Rahmen des Projekts erhobenen Inhalten aus Interviews und Expertenbewertungen.
Im ersten Schritt wurden die relevanten Verhaltensweisen an Mobilitätsstationen aus den Mobilitätsdaten identifiziert, darunter typische Motivationen zur Mobilität, Nutzungshäufigkeit, bevorzugte Verkehrsmittel und Umsteigemuster.
Danach wurden in acht Interviews mit Personen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Mobilitätspräferenzen optionale Variablen wie Erwartungen und Alltagsroutinen untersucht. Die Verhaltensvariablen wurden mit den gesammelten Erkenntnissen verfeinert.
Abschließend wurde Feedback von drei Personen mit Branchenexpertise zur Validierung und Verfeinerung der Personas herangezogen.
Im Projekt sind folgende Personas entstanden:

Sophie ist eine technische Studentin aus Erfurt, die farbenblind ist.
Für ihre täglichen Wege zur Universität und in ihrer Freizeit nutzt sie flexibel Busse, Straßenbahnen und Regionalzüge an verschiedenen Mobilitätsstationen.
Da sie oft spontan unterwegs ist, legt sie Wert auf klare Reiseinformationen in Echtzeit und nutzt eine mobile App mit für sie angepasstem Farbschema, um ihre Fahrten einfach zu unterstützen.

Jonas ist ein Berufstätiger aus Augsburg, der Wert auf Pünktlichkeit legt.
Er nutzt fast täglich die gleichen Mobilitätsstationen, hauptsächlich für Busfahrten zum Büro.
Er bevorzugt Stationen, die sauber und mit Verpflegungsmöglichkeiten ausgestattet sind.
Für seine Fahrten zum Flughafen erwartet er auch Sitzgelegenheiten und Ladestationen, um das Warten angenehmer zu gestalten.

Carlo ist ein vielbeschäftigter Medienprofi aus München.
Auf seinen Dienstreisen ist er mehrmals pro Woche an Mobilitätsstationen unterwegs. Für sein Gepäck und in den Wartezeiten nutzt er gern Schließfächer, Cafés und Supermärkte an den Stationen.
Carlo ist sehr gut organisiert und nutzt verschiedene digitale Tools zur Planung und Aktualisierung seiner Daten. Er legt viel Wert auf den Komfort während seiner Reisen.

Nina ist eine Rentnerin aus Berlin, die nicht mehr gut zu Fuß ist.
Sie nutzt Mobilitätsstationen für Freizeitaktivitäten, Einkäufe und Treffen mit Freunden. Sie fährt in der Regel mit Tram oder U-Bahn und lässt sich auch gern direkt von der Mobilitätsstation abholen.
Sie bevorzugt Stationen, die über Aufzüge, Sitzbereiche und Unterstände verfügen. Auch Informationen zu umliegenden Apotheken und barrierefreien Sanitäranlagen in der Nähe sind für sie interessant. Jedoch findet sie die Nutzung von mobilen Apps oft etwas schwierig.

Andrei arbeitet als IT-Berater in Stuttgart und bevorzugt Unabhängigkeit und Flexibilität.
Für die Arbeit, Besorgungen und Freizeit nutzt er ausschließlich sein Auto oder sein Fahrrad. Er meidet öffentliche Verkehrsmittel und nutzt Mobilitätsstationen nur, wenn er seine Kinder zu Schulausflügen bringen oder abholen muss.
Andreis Kontakte mit Mobilitätsstationen sind daher selten und sehr zweckorientiert. Er legt dann Wert auf bequeme Parkmöglichkeiten und einen schnellen, sicheren Zugang zu Bahnsteigen.
Projektbearbeitung: Tarun Devidas Ramani
Betreuung Univ.-Prof. Dr. Matthias Hirth, Dr.-Ing. Cindy Mayas
TU Ilmenau, Fachgebiet Menschzentrierte Systeme, Forschungsprojektarbeit 2025
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