Der Schwangerschaftsabbruch auf YouTube, Instagram und TikTok

FG Medienpsychologie veröffentlicht in Bundesgesundheitsblatt
Springer

Soziale Medien sind für viele Jugendliche und Erwachsene eine zentrale Informationsquelle zu sensiblen Gesundheitsthemen wie dem Schwangerschaftsabbruch. Vor diesem Hintergrund untersuchte eine aktuelle Studie des Fachgebiets Medienpsychologie und Medienkonzeption der TU Ilmenau erstmals systematisch deutschsprachige Videos zum Schwangerschaftsabbruch auf YouTube, Instagram und TikTok.

Analysiert wurden N = 500 populäre Videos sowie mehrere tausend dazugehörige Kommentare. Im Fokus standen Anbietertypen, inhaltliche Schwerpunkte, die Qualität der vermittelten Informationen und die Reaktionen des Publikums. Die Ergebnisse zeigen, dass die Inhalte überwiegend von Medienprofis stammen und der Schwangerschaftsabbruch meist aus einer Pro-Choice-Perspektive dargestellt wird.

Gleichzeitig weist die Studie auf relevante Qualitätsdefizite in den bereitgestellten Gesundheitsinformationen hin, während insbesondere TikTok eine hohe Reichweite und Interaktion erzielt. Die Autor:innen betonen den Bedarf an weiterer Forschung sowie an Maßnahmen, um die Qualität von Informationen zum Schwangerschaftsabbruch in sozialen Medien gezielt zu verbessern.

 
  • Döring, N., Shevtsova, A., & Schumann-Doermer, C. (2025). Der Schwangerschaftsabbruch in Sozialen Medien: Eine Inhalts- und Qualitätsanalyse [Pregnancy Termination on Social Media: A Content and Quality Analysis]. Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz. https://doi.org/10.1007/s00103-025-04170-x