Wenn Jugendliche sexuelle Fragen haben, wenden Sie sich heute am liebsten als erstes an das Internet. Denn das geht schnell und ist diskret. Neben sexueller Informationssuche über Suchmaschinen und Soziale Medien gewinnen in jüngster Zeit auch Werkzeuge der generischen Künstlichen Intelligenz (KI) an Bedeutung für die sexuelle Bildung und Sozialisation. Jugendliche erkundigen sich beispielweise bei ChatGPT nach Verhütungsmethoden, sie probieren erotische KI-Chatbots aus, schauen sich KI-generierte sexuelle Bilder an oder erstellen diese auch selbst.
Prof. Nicola Döring vom Fachgebiet Medienpsychologie und Medienkonzeption der TU Ilmenau regt in ihrem Praxisbeitrag in der Fachzeitschrift merz dazu an, sexualbezogene KI-Nutzung von Jugendlichen pädagogisch aufzugreifen, um junge Menschen mit diesen Erfahrungen nicht allein zu lassen.
Döring, N. (2025). Jugendsexualität und Künstliche Intelligenz: Empfehlungen für die Sexual- und Medienpädagogik [Youth Sexuality and Artificial Intelligence. Recommendations for Media and Sex Education]. merz | medien + erziehung, 69(1), 53-64. https://doi.org/10.21240/merz/2025.1.14

