Multimodales Framing: Yi Xu und Martin Löffelholz publizieren in "Journalism Studies"

Yi Xu und Martin Löffelholz vom Fachgebiet Medienwissenschaft haben in Journalism Studies, einer führenden kommunkationswissenschaftlichen Fachzeitschrift, einen Artikel zum Thema "Multimodal framing of Germany's national image: Comparing news on Twitter (USA) and Weibo (China)" [„Multimodales Framing des Images von Deutschland: ein Vergleich der Nachrichten auf Twitter (USA) und Weibo (China)“] veröffentlicht.

Auf der Grundlage eines komplexen theoretischen Ansatzes führten die Autor:innen eine vergleichende Inhaltsanalyse durch, um herauszufinden, wie das medial vermittelte Bild Deutschlands in multimodalen Nachrichtenposts in den USA und China dargestellt wurde. Die Studie untersuchte 2455 Beiträge, die von führenden US-amerikanischen und chinesischen Zeitungen auf Twitter und Weibo zwischen 2007 und 2019 publiziert wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass Deutschlands kulturelle Anziehungskraft, Fußball-Exzellenz, soziale Vielfalt und wirtschaftliche Leistung in beiden Ländern häufig thematisiert werden, während politische Debatten, Krisen und internationale Kontroversen in chinesischen Nachrichtenposts weitgehend fehlen. Darüber hinaus prägen Kontexte die multimodale Frames, wobei die Einheitlichkeit der Berichterstattung das Ergebnis einer globalisierten Nachrichtenproduktion und gemeinsamer journalistischer Standards ist, wie z. B. (visuelle) Nachrichtenwerte in Bezug auf Eliten, Wirkung und Konsonanz. Nationale Unterschiede werden durch kontextuelle Faktoren wie politische Homophilie, journalistische Kultur und die plattformbezogenen Aspekte interpretiert.

Link zum Artikel:

https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/1461670X.2021.1994445?journalCode=rjos20