Diese Studie, verfasst von Andreas Schwarz (TU Ilmenau), Deanna D. Sellnow (Clemson University), Audra Diers-Lawson (Kristiania University College) und Timothy L. Sellnow (Clemson University), renommierte Wissenschaftler:innen im Bereich der internationalen Krisen- und Risikokommunikation, untersucht kritisch die Rolle der instruktiven Notfall- und Risikokommunikation nach den Erdbeben in der Türkei und Syrien.
Das Papier analysiert, wie die türkische Regierung, die nationale Katastrophenschutzbehörde (AFAD) und NGOs wie AHBAP und das Türkische Rote Kreuz Pressemitteilungen und Microblogs genutzt haben, um während der unmittelbaren Folgen der Erdbeben mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Die Autor:innen betonen die Bedeutung klarer, handlungsorientierter Botschaften, um die Bevölkerung im Katastrophengebiet zu unterstützen und koordinierte Reaktionen in Krisensituationen zu gewährleisten.
Durch die Analyse multimodaler Kommunikationsstrategien über verschiedene Plattformen hinweg bietet die Studie wertvolle Einblicke in die Effektivität instruktiver Risikobotschaften, die sich mit Reputationsmanagement und der Förderung zeitnaher Schutzmaßnahmen während der Notlage befassen. Die Studie trägt zu einem breiteren Verständnis darüber bei, wie digitale Kommunikationskanäle und traditionelle Pressemitteilungen über Institutionen hinweg eingesetzt werden und Krisenreaktionsmaßnahmen im komplexen politischen Kontext der Türkei kurz vor den Präsidentschaftswahlen beeinflussen können.
Die Ergebnisse im Bereich Risikokommunikation und Krisenmanagement machen dieses Papier zu einer wichtigen Ressource für politische Entscheidungsträger:innen, Kommunikationsfachleute und Forscher:innen, die von den Lehren für zukünftige Krisenkommunikationsstrategien profitieren können.
Lesen Sie die vollständige Studie hier (Open Access): https://doi.org/10.1016/j.ijdrr.2025.105770
Kontakt: PD Dr. Andreas Schwarz, andreas.schwarz@tu-ilmenau.de

