Neue Studie zur medialen Diskussion von Cybersicherheit im Journal of Risk Research

In den vergangenen Jahren ist die öffentliche Diskussion um Cybersicherheit zunehmend in den medialen Fokus gerückt. Bislang fehlte jedoch ein systematischer Vergleich, wie Cyberrisiken über verschiedene Medienkanäle hinweg kommuniziert werden – und welche Folgen dies für das Cybersicherheitsbewusstsein der Bevölkerung haben kann.
Florian Meißner, Alexander Wilke

Florian Meißner, Alexander Wilke

Eine aktuelle Studie der iRisCS-Com-Mitglieder Florian Meißner und Alexander Wilke mit dem Titel „How is cybersecurity discussed across media channels? Exploratory analyses of Twitter content and news reporting“ liefert hierzu neue Einblicke.

Die Analyse zeigt, dass die Diskussion über Cybersicherheit auf Twitter (X) nach wie vor stark fachspezifisch geprägt ist. In klassischen Nachrichtenmedien wiederum liegt der Schwerpunkt häufig auf Bedrohungen und Risiken statt auf Schutzmaßnahmen, wodurch der praktische Nutzen für Bürger:innen begrenzt bleibt. Auffällig ist zudem, dass Cybersicherheitsthemen vor allem dann Aufmerksamkeit erhalten, wenn sie in einen politischen – meist negativen – Kontext eingebettet sind. Der Beitrag diskutiert, wie mediale Cybersicherheitskommunikation künftig so gestaltet werden kann, dass sie Bürger:innen besser motiviert und befähigt, sichere Verhaltensweisen im digitalen Raum zu entwickeln.

Die im Journal of Risk Research erschienene Studie entstand im Rahmen des vom BMFTR geförderten Projekts DigiFit (Digitale Fitness für Bürger*innen). Florian Meißner ist assoziiertes Mitglied der iRisCs-Com, Alexander Wilke promoviert in der Forschungsgruppe iRisCs-Com an der TU Ilmenau.

Link zum Artikel: https://doi.org/10.1080/13669877.2025.2553079

Kontakt: florian.meissner@h-da.de; alexander.wilke@h-da.de