Wie häufig kommen Jugendliche mit Pornografie in Kontakt – und wie gehen sie damit um? Eine aktuelle Studie des Fachgebiets Medienpsychologie und Medienkonzeption der TU Ilmenau liefert erstmals seit Langem repräsentative Daten aus Deutschland. Befragt wurden 903 Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Jahrgangsstufe in Nordrhein-Westfalen. Fast zwei Drittel gaben an, Pornografie bereits freiwillig gesehen zu haben, knapp die Hälfte berichtete von ungewollten Kontakten. Die Jugendlichen zeigten ambivalente Einstellungen: Pornografie wurde zugleich als erregend und problematisch bewertet. Mehr als die Hälfte wünscht sich mehr Aufklärung über Wirkung und Realitätsgehalt pornografischer Inhalte. Die Autor:innen plädieren dafür, Pornografie altersgerecht in die schulische Sexualbildung zu integrieren.
- Döring, N., Mikhailova, V., Biermann, M., Bresemann, Y., Daum, A., Kistinger, T., Wellner, M., & Zenge Wesendonk, T. (2025). Pornografie im Alltag und in der sexuellen Bildung von Jugendlichen: Befragungsergebnisse aus 8. und 9. Schulklassen in Nordrhein-Westfalen [Pornography in everyday life and sexual education among adolescents: Survey results from 8th and 9th grade students in North Rhine-Westphalia]. Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz. https://doi.org/10.1007/s00103-025-04073-x

