Kaufen ausländische Staatsfirmen reihenweise europäische Firmen auf und was kann die Zusammenschlusskontrolle dagegen machen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die jüngste Publikation von Dr. Annika Stöhr und Prof. Dr. Oliver Budzinski vom Fachgebiet Wirtschaftstheorie (Institut für Volkswirtschaftslehre, Technische Universität Ilmenau) in der referierten Fachzeitschrift Yearbook of Antitrust and Regulatory Studies ("Addressing the Impact of Foreign State-Owned Companies: Implications for Fair and Effective Merger Control", YARS 18(31), 1-36). Im Ergebnis spielen Firmenaufkäufe durch ausländische Staatsunternehmen abgesehen von spektakulären Einzelfällen weiterhin eine untergeordnete Rolle und Anpassungen der Zusammenschlusskontrolle sind zwar möglich, können aber auch leicht über das Ziel hinaus schießen und zu Lasten unseres Wohlstands protektionistisch wirken.

