Gemeinsame Ausbildung von Nachwuchswissenschaftler*innen

Kooperation von Ilmenau und Weimar

Seit vielen Jahren bilden das Institut für Volkswirtschaftslehre der Technischen Universität Ilmenau (insbesondere das Fachgebiet Wirtschaftstheorie, Prof. Dr. Oliver Budzinski) und die Bauhaus-Universität Weimar (insbesondere das Fachgebiet Medienökonomie, Prof. Dr. Björn A. Kuchinke) gemeinsam mit prominenten Fachgebieten unter anderen der Universtäten Düsseldorf, Hamburg (Helmut-Schmidt-Uni), Cottbus und Kassel Nachwuchswissenschaftler im Themenbereich Wettbewerb, Regulierung und Wirtschaftspolitik aus. Im April fand in Weimar das bereits 63. Oberseminar statt, welches seinerzeit vom Ilmenauer Universitätsprofessor Hermann Kallfass mitbegründet wurde.

 

Thüringer Nachwuchswissenschaftler waren diesmal wieder reichlich vertreten:

  • Nina Färber (FG Law and Economics of Digitization) und Florian Hey (FG Wirtschaftstheorie, beide Ilmenau) präsentierten ihr Forschungspapier Data Privacy or Data Competition? The Dysfunctional Transfer of „Freely Given Consent“ in the DMA.
  • Juliane Mendelsohn (FG Law and Economics of Digitization, Ilmenau) setzte gemeinsam mit Tristan Rohner (Hamburg) das Thema Datennutzung in ihrem Beitrag Data, Power and Democracy: Correlations, Causations and Corrections fort.
  • Lukas Breidel (FG Law and Economics of Digitization, Ilmenau) stellte seinen intensive diskutierten Draft Competition Implications of AI Partnership Agreements vor.
  • Annika Stöhr (FG Wirtschafstheorie), Juliane Mendelsohn und Lukas Beide (beide FG Law and Economics of Digitization) brachten ihr gemeinsam mit Oliver Budzinski (alle Ilmenau) verfasstes Policy Paper zu der aktuellen Reform der Richtlinien der EU Zusammenschlusskontrolle in das Seminar sein. Unter dem Titel Systemic Market Power, Ecosystems, and Innovation: Implications for Merger Control in the EU and Beyond diskutieren die Autoren ihre aus der Forschung der vergangenen Jahre destillierten Anforderungen an die Reform, insbesondere eine Re-aktivierung der Kontrolle nicht-horizontaler Zusammenschlüsse, eine verstärkte Beachtung der (dynamischen) Besonderheiten digitaler Ökosysteme und eine Stärkung sogenannter rebuttable presumptions als Mittel der Schärfung der Zusammenschlusskontrolle insgesamt. Hingegen lehnen die Autoren eine Aufweichung der Zusammenschlusskontrolle zur vermeintlichen Förderung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit ab.
  • Jürgen Rösch (FG Digitale Ökonomien, Weimar) stellte sein mit Marco Palomeque (Madrid) und Mafalda Gomez-Vega (Valladolid) verfasstes Papier zum Thema „Gender Differences in Music Markets: Participation, Performance, Persistence, and Pressure“ zur Diskussion.
  • Schließlich präsentierte Jose Alejandro Sierra (externer Doktorand, FG Wirtschaftstheorie, Ilmenau) seinen ersten Draft zum Thema „Evaluating Alternatives to the Football Transfer System: Evidence on Sporting Outcomes and Competitive Integrity in the Bundesliga“.
 

Das nächste Oberseminar wird im Herbst 2026 an der Technischen Universität Ilmenau stattfinden.