Im Mittelpunkt des Treffens standen die Ergebnisse der Mitarbeitendenbefragungen aus zwei der drei Reallabore, an denen Andreas Schwarz und Elisabeth Wagner-Olfermann im Rahmen des Projekts mitwirken. Darauf aufbauend sollen in den kommenden Monaten konkrete Maßnahmen entwickelt werden, die den Mitarbeitenden ermöglichen und sie zugleich motivieren, ihre täglichen Arbeitswege nachhaltiger zu gestalten.
In einem Workshop-Format erarbeiteten Forschende, Verkehrsplanende, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Unternehmensvertreterinnen und -vertreter erste Umsetzungsideen. Elisabeth Wagner-Olfermann moderierte hierbei einen Impulsworkshop mit dem Schwerpunkt auf der Kommunikation der geplanten Maßnahmen. Zudem wurde über ein zukünftiges Leitbild für nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum Thüringens diskutiert.
Vertreter des Thüringer Innovationszentrums Mobilität (ThIMo) stellten darüber hinaus erste Überlegungen für ein Thüringer Kompetenzzentrum für automatisiertes und vernetztes Fahren vor und präsentierten mögliche Teststrecken für den künftigen Einsatz automatisierter Fahrzeuge im Rahmen des Projekts.
Für MOVEwell steht damit ein arbeitsintensives Jahr bevor: Andreas Schwarz und Elisabeth Wagner-Olfermann bereiten derzeit eine thüringenweite Bevölkerungsbefragung vor, in der Einstellungen, Risikowahrnehmungen und Informationsverhalten im Bereich Mobilität untersucht werden – mit besonderem Fokus auf automatisiertes und vernetztes Fahren im öffentlichen Nahverkehr. Ergänzend wurde die erste Welle einer quantitativen Inhaltsanalyse der regionalen und überregionalen Medienberichterstattung zur Mobilitätswende abgeschlossen. Aus den Ergebnissen sollen praxisnahe Hinweise für das Projekt abgeleitet werden, insbesondere dazu, wie über die Mobilitätswende und ihre Herausforderungen in Thüringen und bundesweit berichtet wird und welche Mobilitätsalternativen dabei sichtbar gemacht und diskutiert werden.
Das vom BMFTR geförderte Projekt läuft noch bis 2029. Andreas Schwarz und Elisabeth Wagner-Olfermann von der International Risk, Crisis and Science Communication Research Group sind Teil des Projektteams des Konsortialpartners ThIMo.

