Ursula Nirsberger
Leiterin TU Ilmenau Bürgercampus
Telefon: +49 3677 69-4794
Im Zentrum des Vortrages steht das mutige Denken und Handeln der jüdischen deutsch- amerikanischen Philosophin Hanna Arendt (1906 - 1975). Ihre Arbeiten über die Mit-Verantwortlichkeit und über ein neues kulturelles Selbstbewusstsein haben das Denken im 20. Jahrhundert entscheidend mitgeprägt. Die Breite Ihres Schaffens und die vielfältigen Angebote zu einem diskursiven Denken werden an wesentlichen Aufsätzen nachvollzogen.
Vor ihrer Emigration in die USA im Jahr 1933 hatte sie ihre umfangreichen Studien zu Rahel Varnhagen weitestgehend abgeschlossen. In ihrer neuen Heimat gelang es ihr, sich als Autorin, Journalistin und Philosophin zu etablieren. Ihre jüdische Herkunft war die Basis ihrer Identität und ist eine wesentliche Grundlage ihrer Aussagen gegen jegliche Ausprägung von Totalitarismus.
Prof. Dr. phil. habil. Ilse Nagelschmidt hatte bis zu ihrer Emeritierung 2020 die Professur für Neueste deutsche Literatur an der Universität Leipzig, Forschungsschwerpunkt: DDR-Literatur und Deutsch-Deutsche Literatur nach 1989 inne. Sie ist Ehrenpräsidentin des Freien Deutschen Autorenverbandes und genießt mit ihren exzellenten Vorträgen auch nach ihrem Ruhestand ein hohes Ansehen im In- und Ausland.
Eintritt: 5 Euro